Weimarer Republik Silbermünzen
| Stückelung | Silberhändler | Preis | |
|---|---|---|---|
| 7,5 g | Heubach Edelmetalle | ab 29,00 EUR | |
| 12,5 g | Heubach Edelmetalle | ab 95,00 EUR |
| Stückelung | Silberhändler | Ankaufspreis | |
|---|---|---|---|
| 12,5 g | Gold-Silber-Muenzen-Shop | ca. 75,59 EUR | |
| 7,5 g | Heubach Edelmetalle | ca. 250,00 EUR |
Preise ohne Gewähr bereitgestellt von GOLD.DE
Die Silbermünzen der Weimarer Republik wurden 1924 bis 1933 in unterschiedlichen Mengen ausgegeben. Sie gliedern sich in Umlauf- und Gedenkausgaben mit den Nominalen 3 und 5 Reichsmark. Bei der Zuordnung der Silbermünzen aus der Weimarer Reichsrepublik wird wie bei den Münzen des Deutschen Kaiserreichs Jaeger-Nummern genutzt.
Technische Spezifikationen und Prägejahre
| Nominal | Raugewicht | Feingewicht | Durchmesser | Feinheit | Prägejahre* |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 M** | 5,0 g | 2,5 g | 22,6 mm | 500 ‰ | 1924 bis 1925 |
| 1 RM | 5,0 g | 2,5 g | 22,6 mm | 500 ‰ | 1925 bis 1927, 1931 |
| 2 RM | 10,0 g | 5,0 g | 26,0 mm | 500 ‰ | 1925 bis 1927, 1931 |
| 3 M | 15,0 g | 7,5 g | 30,0 mm | 500 ‰ | 1924 bis 1925 |
| 3 RM | 15,0 g | 7,5 g | 30,0 mm | 500 ‰ | 1931 bis 1933 |
| 5 RM | 25,0 g | 12,5 g | 36,0 mm | 500 ‰ | 1927 bis 1933 |
Geschichte der Silbermünzen der Weimarer Republik
Als die Weimarer Republik am 9. November 1918 ausgerufen wurde, spielten Gold- und Silbermünzen keine relevante Rolle als Zahlungsmittel mehr. Seit dem Ende des Goldstandards im Jahr 1914 waren die Münzen während des Ersten Weltkriegs weitgehend aus dem Zahlungsverkehr verschwunden und wurden durch Papiergeld ersetzt.
Bereits 1921 wurden die Silbermünzen des Kaiserreichs außer Kurs gesetzt. Goldmünzen waren zwar formalrechtlich noch Zahlungsmittel, wurden aber faktisch eher als Wertspeicher und Inflationsschutz behandelt.
Nach der Hyperinflation von 1923 und einer Währungsstabilisierung durch die Rentenmark – faktisch eine grundschuldgedeckte Hypothekenwährung – im November 1923 wurde am 30. August 1924 die Reichsmark als neue Währung eingeführt. Die Ausgabe von Goldmünzen war zwar geplant, wurde aber nicht umgesetzt.
Die Einführung von Silbermünzen erfolgte in geringen Stückzahlen ab 1924 und in größeren Mengen ab 1925. In Ausgaben von 1924 und teilweise auch von 2025 ist noch das alte, aus der Kaiserzeit stammende Mark-Nominal eingeprägt, es fehlt also die Bezeichnung „Reichsmark“. Rechtlich gehören diese Ausgaben dennoch zur Reichsmark-Währung.
Als Münzmetall für Silbermünzen der Weimarer Republik wurde durchgängig 500er Silber mit Kupfer als einzigem Legierungsmetall verwendet.
Die Abgrenzung der Silbermünzen aus der Weimarer Republik zu den Silbermünzen des Dritten Reiches ist eine historisch-politische und numismatische Einteilung, keine währungsrechtliche Zäsur. Ihren Status als Währung und Zahlungsmittel verlor die Reichsmark erst durch die Währungsreform von 1948, also nach dem Ende des Dritten Reichs.
Design der Silber-Umlaufmünzen aus der Weimarer Republik
Die Umlaufmünzen (Kurantmünzen) aus Silber wurden mit Nennwerten von 1, 2, 3 und 5 RM geprägt. Münzen mit einem Nominal von 1, 2 und 3 RM zeigen auf der Wertseite in der Mitte den Nennwert und darunter das Münzzeichen.
Beide sind von einem Eichenkranz eingefasst, und dieser ist von einem Perlenkranz umgeben.
Der Rand ist bei der 1-RM-Münze mit Arabesken verziert und bei der 2-RM-Münze gekerbt. Münzen mit einem Nennwert von 3 RM tragen die Randschrift „EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT“.
Die Motivseite zeigt bei allen drei Nominalen einen Adler, den Jahrgang und das Ausgabeland „DEUTSCHES REICH“.
Design der Silbermünzen aus der Weimarer Republik (5 Reichsmark)
Bei den 5-RM-Münzen ist die Seite mit dem Adler zugleich die Wertseite. Der Wappenvogel ist von einem Perlenkranz umgeben. Um diesen herum ist kreisförmig die Beschriftung „DEUTSCHES REICH“ und „FÜNF REICHSMARK“ zu lesen. Ein zweiter Perlenkranz umgibt die Beschriftung.
Die Motivseite zeigt eine Eiche, deren Stamm die vierstellige Jahrgangsangabe teilt. Das Motiv ist von einem unten offenen Kreis aus sechszackigen Sternen eingerahmt, und dieser ist von der Beschriftung „EINIGKEIT UND RECHT UND FREIHEIT“ umgeben. Ein Perlenkranz rahmt die Beschriftung ein. Der Münzrand ist gekerbt.
Design der Weimarer-Gedenkmünzen aus Silber
Die Silber-Gedenkmünzen der Weimarer Republik zeichnen sich sowohl gegenüber den älteren Gedenkmünzen aus der Kaiserzeit als auch gegenüber den späteren Gedenkmünzen aus der Bundesrepublik und DDR durch einen besonders großen gestalterischen Spielraum für die Münzdesigns aus.
Es gibt, abgesehen von Nennwert, Ausgabeland, Münzzeichen und Jahrgangsangabe, kein Gestaltungselement, das durchgängig auf allen Ausgaben zu sehen ist. Adlerdarstellungen und Randschriften sind zwar sehr häufig, aber es gibt Ausnahmen ohne diese Elemente.
Bei den Motiven herrscht eine bunte Mischung aus Jubiläen von Städten und Institutionen, Todestagen bedeutender Persönlichkeiten, zeitgenössischen Ereignissen und ähnlichen Themen.
Sonderausgaben: Gedenkmünzen in Silber von 1925 - 1932
Zusätzlich zu den Umlaufmünzen sind in der Weimarer Republik zwischen 1925 und 1932 insgesamt 28 Gedenkmünzen mit Nennwerten von 3 und 5 RM erschienen. Somit handelt es sich um ein überschaubares Sammelgebiet, das gut für historisch interessierte Sammler geeignet ist.
Die Gedenkmünzen wurden entweder von einer oder von allen sechs damals aktiven deutschen Prägestätten herausgegeben. Teilweise wurde von einem Motiv sowohl eine 3-RM- als auch eine 5-RM-Ausgabe geprägt.
Abgesehen von zwei Ausgaben sind alle Gedenkmünzen als Normalprägungen und in „Polierte Platte“ erschienen. Die zwei nur als Normalprägung herausgegebenen Ausnahmen sind:
- 3 RM „Zum 400. Todestag von Albrecht Dürer“ (D), 1928
- 3 RM „900 Jahre Naumburg an der Saale“ (G), 1928
Die Stückzahlen der Münzen in der Qualität „Polierte Platte” sind aufgrund fehlender Dokumentation häufig nicht genau bekannt. Eine relativ geringe Verbreitung im Handel und das hohe Preisniveau spiegeln teilweise echte Raritäten wider.
Unter den Normalprägungen gelten die Ausgaben 5 RM „Zum 100. Todestag Goethes“ mit allen Prägebuchstaben als echte numismatische Highlight und wird entsprechend hochpreisig gehandelt. Insbesondere die Ausgaben mit dem Münzzeichen „G“ (Karlsruhe) und „E“ (Muldenhütten) sind aufgrund der besonders niedrigen Auflagen von nur 1.220 und 1.490 Stück sehr begehrt.
Zu den weiteren, in sehr gutem Erhaltungszustand gefragten und entsprechend hochpreisig gehandelten Ausgaben gehören zum Beispiel:
- 5 RM „450 Jahre Universität Tübingen“ (F), 1927
- 5 RM „Bremerhaven“ (A), 1927
- 3 RM „Dinkelsbühl“ (D), 1928
Prägestätten für Silbermünzen des Weimarer Republik
| Prägestätte | Münzzeichen |
|---|---|
| Preußische Staatsmünze, Berlin | A |
| Bayerisches Hauptmünzamt, München | D |
| Sächsische Staatsmünze, Muldenhütten | E |
| Staatliche Münze Stuttgart | F |
| Staatliche Münze Karlsruhe | G |
| Hamburgische Münze | J |
Sie möchten hierzu einen Kommentar abgeben? Dann schreiben Sie uns Ihre Meinung.

