Wertschutzschrank von BURG-WÄCHTER

Sicherungssysteme – Der Tresor

Für denjenigen, der wertvolle Münzen und Edelmetalle sammelt stellt sich ab einem gewissen Wert seiner Sammlung die Frage der sicheren Aufbewahrung. Für die meisten Leute kommt als erstes sicheres Aufbewahrungsmittel ein Tresor in den Sinn. Zumindest wenn man seine Schätze zu Hause aufbewahren möchte ist es wohl immer noch das Beste, sich einen Tresor zu kaufen. Doch Tresor ist nicht gleich Tresor.

Unterschiedliche Tresorsysteme für verschiedenste Zwecke

Neben dem bekanntesten Vertreter der Tresorfamilie, dem Standtresor, auch Wertschutzschrank genannt gibt es auch noch Möbeltresore, Bodentresore, Wandtresore und Tresore für Dokumentenaufbewahrung. Da wir davon ausgehen, dass sie Ihre wertvolle Münzsammlung bzw. Edelmetallsammlung in Ihrem Tresor aufbewahren möchten, die ja auch ausreichend an physischem Platz benötigt (besonders bei Silber!), um korrekt gelagert zu werden, gehen wir von einem normalen Standtresor aus. Denn Möbeltresore und Bodentresore sind zwar sehr gut vor dem Zugriff unerwünschter Personen geschützt, weil sie in der Regel sehr gut versteckbar und integrierbar sind, trotzdem bieten sie wenig an Rauminhalt, das man schützen kann. Ein mittelgroßer Standtresor bietet letztendlich ausreichend an Volumen, um darin eine wertvolle Sammlung aufzubewahren.

Es gibt unterschiedliche Sicherheitsklassen für Tresore, die verschiedenste Kriterien wie Aufschweißungszeit, Fall aus einer genormten Höhe bzw. Materialtreue bei Feuereinwirkung über eine bestimmte Zeit enthalten. Versicherungen schreiben ihren Kunden genau vor für welche Versicherungshöhe welcher Tresor genügt. Da jede Versicherung andere Ansprüche hat, sollten sie im Falle des Kaufs eines Tresores vorher ihre Versicherung befragen, welche Versicherungssumme durch welche Sicherheitsklasse gedeckt ist. Die hier genannten Werte sind nur ungefähre Richtwerte nach der Zertifizierung der VdS Schadenverhütung, ein Unternehmen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Die VdS hat die unterschiedlichen Tresore nach gut vergleichbaren Sicherheitsstufen klassifiziert. VdS steht für den Verband der Sachversicherer. Ein guter Tresor ist immer am VdS-Typenschild zu erkennen, das sich meist auf der Innenseite des Tresores befindet.

Sicherheitsklassen für Tresore
  • VdS-Sicherheitsstufe S1
    Einwandiger Tresor mit doppelwandiger Türe, leichter Einbruchschutz, kein Schutz bei Bränden.
  • VdS-SicherheitsstufeS2
    Doppelwandiger Tresor, begrenzter Einbruchschutz, Schutz gegen leichte Brände durch Feuerschutzisolierung.
  • VdS-Sicherheitsstufe 0/N nach 2450 / EN 1143-1
    Doppelwandiger Tresor, definierter Einbruchschutz von 30/30 RU*, Schutz gegen leichte Brände
  • VdS-Sicherheitsstufe 1 nach 2450 / EN 1143-1
    Mehrwandiger Tresor, definierter Einbruchschutz von 30/50 RU*, Schutz gegen leichte Brände
  • VdS-Sicherheitsstufe 2 nach 2450 / EN 1143-1
    Mehrwandiger Tresor, definierter Einbruchschutz von 50/80 RU*, Schutz gegen leichte Brände
  • VdS-Sicherheitsstufe 3 nach 2450 / EN 1143-1
    Mehrwandiger Tresor, definierter Einbruchschutz von 80/120 RU*, Schutz gegen leichte Brände

* RU = Widerstandseinheit gegen Angriffe mit mechanischen und thermischen Einbruchswerkzeugen.

  • VdS-Sicherheitsstufe 0/N nach 2450 / EN 1143-1
    privat: 40.000,00 Euro - gewerblich: 15.000,00 Euro
  • VdS-Sicherheitsstufe 1 nach 2450 / EN 1143-1
    privat: 60.000,00 Euro - gewerblich: 20.000,00 Euro
  • VdS-Sicherheitsstufe 2 nach 2450 / EN 1143-1
    privat: 100.000,00 Euro - gewerblich: 50.000,00 Euro
  • VdS-Sicherheitsstufe 3 nach 2450 / EN 1143-1
    privat: 150.000,00 Euro - gewerblich: 100.000,00 Euro
  • VdS-Sicherheitsstufe 4 nach 2450 / EN 1143-1
    privat: 250.000,00 Euro - gewerblich: 150.000,00 Euro
  • VdS-Sicherheitsstufe 5 nach 2450 / EN 1143-1
    privat: 375.000,00 Euro - gewerblich: 250.000,00 Euro

Bei Einbau einer VdS-Zertifizierten Alarmanlage verdoppeln sich die Werte in der Regel.

Für den normalen Münzfreund, der eine Münzsammlung bis 40000 € besitzt und schützen möchte, reicht also ein Tresor der VdS-Sicherheitsstufe 0/N. Für Werte, die darüber hinausgehen, kann der Einbau einer Alarmanlage den gewünschten Versicherungsschutz um einen vom jeweiligen Versicherer festgelegten Betrag signifikant erhöhen, in der Regel jedoch verdoppeln.

Die Frage, ob man nun ein elektronisches Code-Schloss oder einen rein mechanischen Schließmechanismus bevorzugen soll, oder aber ein mechanisches Nummernschloss bleibt eine Frage des persönlichen Geschmacks. Da jeder Tresor, der über eine VdS-Zertifizierung verfügt, ausreichend ausgetestet wurde, besteht ein einmal in einer VdS-Sicherheitsstufe klassifizierter Tresor genau die gleichen Tests, egal ob nun ein Schlüsselsystem, ein Code-System oder ein rein mechanisches Tresorschließ-System verwendet wird. Jedoch sollte man in jedem Fall seinen Tresor, falls es sich um einen Standtresor handelt in den Boden verankern lassen, damit er immobil wird und von einem Einbrecher nicht einfach fortgeschafft werden kann.

Wandtresorsysteme sollten von einer Sicherheitsfirma in das Mauerwerk eingelassen und ebenfalls fest verankert bzw. einzementiert werden. Jedoch sollte man sich nicht in der trügerischen Sicherheit wägen, dass mit Erwerb und korrekter Aufstellung des Tresores alles getan wurde. Wenn sich ein Einbrecher erst mal im Haus befindet, ist es meist ebenfalls um den Inhalt des Tresores geschehen, da man unter physischer Androhung von körperlicher Gewalt den meist bewaffneten Einbrecher sicher gewähren lassen wird.

Eine gute Alarmanlage ist mindestens genauso wichtig, wie ein guter Tresor, denn was nützt der sicherste Tresor, wenn der Einbrecher den rechtmäßigen Inhaber zwingt, ihn zu öffnen? Eine gute Kombination aus Alarmanlage und Tresor ist sicherlich am nützlichsten. Auch eine im Übrigen kostenlose Sicherheitsberatung durch die lokale Kriminalpolizei ist sicherlich sehr hilfreich. Diesen geschulten Beamten entgehen Sicherheitslücken und eventuelle Sicherheitsrisiken nicht und sie können wertvolle Hinweise geben, welches Sicherheitssystem sich für Ihren Gebrauch anbietet.

Technische Hinweise

Ein guter Standtresor („Wertschutzschrank“) wiegt um die 300 Kilogramm und kostet je nach Hersteller und Anbieter zwischen 1.200-1.600 Euro. Hinzu kommen Transport- und Aufstellungskosten. Dennoch sollte man sich vor dem Kauf des Tresores unbedingt ausreichend informieren, bestenfalls sollte man sich am Aufstellungsort selbst beraten lassen, welches Tresorsystem letztendlich am geeignetsten ist.

Einige Marktführer im Bereich Tresortechnik

Die Firma Melsmetall aus Melsungen ist seit mehr als 50 Jahren im Bereich Sicherheitstechnik in führender Position tätig. Sie hat mehrere Bundesministerien mit Tresoren ausgestattet, darunter das Bundesministerium für Verteidigung.

Aufgrund ständiger Verbesserung in den Bereichen der Stahlverarbeitung, der Schließsysteme und aufgrund von jahrzehntelangem Know-How ist Melsmetall einer der wenigen deutschen Tresorhersteller mit internationalem Ansehen.

Wertheim GmbH
Wienerbergstraße 21-25
A-1100 Wien
Tel: ++43 (0)1 / 604 91 66 - 0
Fax: ++43 (0)1 / 604 91 66 - 21<

Der österreichische Tresorhersteller Wertheim baut ebenfalls Tresore, die höchsten Sicherheits- anforderungen gerecht werden. Die traditionsreiche Firma aus Wien, die 1852 gegründet wurde ist in Sicherheitstechnik mittlerweile ein Global-Player, hat sie doch Aufträge aus aller Welt, gerade aus Orten und Regionen, wo man seine Werte besonders gut schützen muss. Dabei bleiben die Preise für den privaten Endkunden auf einem durchaus erfreulich zu nennenden fairen Niveau.

Gute Onlineshops für Tresore

Eine gute Adresse für den Tresorkauf ist die Firma Schonert Tresore aus Stuttgart. Dort gibt es die unterschiedlichsten Tresore für alle möglichen Sicherheitsbedürfnisse. Auch Basiswissen über Tresore wird auf der Webseite gut verständlich vermittelt. www.tresore.net

Ebenfalls eine gute Einkaufsmöglichkeit ist der Onlineshop www.tresor-discount.de, hier bekommen sie günstige Angebote der führenden Hersteller. Firmenstandort ist ebenfalls Stuttgart.

Seit über 30 Jahren ist Dr. Heindl in München ein Begriff für den qualitativen Tresorkauf. Dort sind stets ca. 60 Tresore auf Lager, Sonderanfertigungen werden gerne entgegengenommen. www.dr.heindl-tresore.de/

Alle technischen Informationen in diesem Artikel analog den Klassifizierungen des Verbands der Sachversicherer VdS (siehe www.vds.de).

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Kommentare

Finger weg von Billigtresoren: http://www.youtube.com/watch?v=FAR9m1-XTjw http://www.youtube.com/watch?v=J5MwGAa3Wzc http://www.youtube.com/watch?v=w6z8BKyg3yA
Kurze Frage: wollen älteren doppelwandigen Standtresor mit Brandschutz übernehmen, der ca 1965-70 hergestellt wurde.. Haben Bedenken dass Dämmmaterial noch nicht Stein- o. Glaswolle sondern giftiges Asbestmaterial sein kann? Wissen Sie ob dies damals verwandt wurde, wenn ja nehmen wir Abstand. Gruss und Dank, M. von Harpe.