Maria Theresien Taler

Die historische Silbermünze "Maria-Theresien-Taler" wurde als Währung des österreichischen Reichs verwendet. Der Silberling wurde auch Levantiner-Taler genannt, da er für den Handel mit der so genannten Levante (Länder des östlichen Mittelmeerraums) bedeutend war und wurde dort zur populärsten und beliebtesten Silbermünze.

Um der hohen Nachfrage aus dem Mittelosten gerecht zu werden, wurde es nach dem Tod der Kaiserin Maria Theresia vom Kaiser Joseph II. gestattet, den Maria Theresia Taler mit der Jahreszahl 1780 nachprägen zu lassen. Dies geschah in der Prägestätte Günzburg, einem von Deutschland umschlossenen, damals vorderösterreichischen Gebiet (Enklave), welches der Markgrafschaft Burgau zugeordnet war. Spätere Nachprägungen fanden in Prag, Mailand, Venedig, Bombay, London, Rom und Paris statt.

Die ursprüngliche Form des Maria Theresien Talers von 1780 blieb bis ins 20. Jahrhundert erhalten, so dass es in Mittelafrika und auf den Bazaren Arabiens die beliebteste Währung darstellte und zu den meist akzeptiertesten Zahlungsmitteln zählte.

Auf der Motivseite der Talers ist ein Abbild der opulent wirkenden Büste der österreichischen Kaiserin Maria Theresia zu sehen. Umrandet wird das Motiv, aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt, von dem Schriftzug: "Maria Theresia von Gottes Gnaden, römische Kaiserin, Königin von Ungarn und Böhmen". Die Initialien S. F. stehen für die zwei Münzbeamten.

Die Rückseite zeigt einen Doppeladler mit der Kaiserkrone. Auf dem Schild sind die Wappen von Ungarn, Böhmen, Burgund und Burgau zu sehen. Rings herum steht der Schriftzug aus dem Lateinischen übersetzt "Erzherzogin von Österreich, Herzogin von Burgund, Gräfin von Tirol 1780".

Der Rand des Talers ist geriffelt und trägt den Wahlspruch der Kaiserin Maria Theresia "Justitia et Clementia", was Gerechtigkeit und Milde bedeutet. Durch die Riffelung und den Schriftzug sollte das Manipulieren der Münze erschwert werden.

Zum durchschlagenden Erfolg und der historischen Langlebigkeit trugen entscheidend die Qualität und Beständigkeit der Silbermünze mit der Feinheit von 833,33 Silber (~166,67 Teile Kupfer), die geringen Schwankungen des Raugewichts sowie das Motiv der Silbermünze entscheidend bei. Im Jahr 1858 wurde der Maria-Theresien-Taler seiner Eigenschaft als gesetzliche Währung entbunden; die auch "Levantinertaler" genannte Münze wird jedoch bis heute in Wien als Handelsmünze nachgeprägt.


Daten des Maria Theresien Taler

Erstausgabe: - Feingehalt: 833,33 / 1000
MwSt.: 19 % Ausführungen: Silber

Nennwerte und Größen: Maria Theresientaler

Stückelung Nennwert: Silber: Abmessungen: Feinheit: MwSt.:
1 Taler - 23,389 g Ø 39,5 x 2,5 mm 33,33 19 %
Wiener Philharmoniker Silbermünze

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