Schon lange Zeit vor Christi Geburt gab es in verschiedenen Teilen der Welt erstmals Münzen. Sie ersetzten seinerzeit den mühsamen Tauschhandel mit den verschiedensten Gütern und waren für die Menschen somit eine riesige Erleichterung im Alltag. Die Münzen hatten somit schnell eine große Bedeutung als Zahlungsmittel erlangt, mehr als ein „Gebrauchsgut“ waren sie allerdings nicht.

Entwicklung von Gedenkmünzen

Auf die Idee Münzen zu sammeln oder womöglich extra für Sammler zu prägen wäre damals niemand gekommen, dafür brauchten die Menschen das Geld viel zu nötig bzw. gab fehlte vermutlich einfach auch der Grund zum Sammeln.

Dies sollte sich aber schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit ändern, denn bereits im Antiken Rom gaben die Herrscher neben dem üblichen Umlaufgeld auch Münzen aus, welche beispielsweise an eine gewonnene Schlacht erinnerten – die ersten Gedenkmünzen sozusagen. Ob diese Münzen allerdings auch ernsthaft gesammelt wurden ist zumindest umstritten. Wenn ja, dann blieb dieser „Luxus“ dem damaligen Adel vorbehalten.

Diese Teilung der Gesellschaft beim Münzen sammeln ist allerdings selbst bis zum heutigen Tag immer noch vorhanden, auch wenn sich die Situation vor allem in den letzten Jahrzehnten schon deutlich entspannt hat und man mittlerweile durchaus mit „kleineren Geldbeuteln“ in der Lage ist sich dieses Hobby zu leisten. Um diese Entwicklung nachzuvollziehen machen wir noch mal einen Schritt zurück in der Geschichte. Wie schon erwähnt wurden Gedenkmünzen über lange Zeit nur zu Anlässen herausgegeben, die im direkten Zusammenhang mit den Herrschenden standen. Dazu gehör(t)en unter anderem: gewonnene Kriege, Geburten oder Hochzeiten im Herrscherhaus. Letztgenannte Anlässe findet man noch heute auf Münzen, in deren Ausgabeländer zum Beispiel Königsfamilien herrschen.

Nicht verschweigen darf man in diesem Zusammenhang aber, dass die Mehrzahl der (Gedenk-) Münzen sich heute eher Todestagen von bedeutenden Personen, besonderen Ereignissen / Veranstaltungen, Bauwerken, Landschaften oder auch Tieren widmen.

Aussichten für den künftigen Münzgebrauch

Die Entwicklung von Zahlungsmitteln hat sich im Laufe der Zeit stets weiterentwickelt, dabei war zunächst die Einführung von Münzgeld ein wesentlicher Fortschritt, später folgte bekanntlich das Papiergeld. Aber mit dieser Entwicklung sollte es noch nicht Schluss sein, denn aktuell verstärkt sich vor allem die Bedeutung von Plastikgeld (EC-, Kreditkarten) immer mehr. Wenn sich dieser Trend, der im Moment vor allem noch auf Übersee begrenzt scheint in der Zukunft weiter intensiviert, dann könnte dies langfristig auch zu deutlichen Auswirkungen im Münzgebrauch führen.

Welche Folgen dies auch für Münzsammler haben könnte, ist derzeit noch reine Spekulation. Fest steht, dass mit dem möglichen Wegfall von Umlaufmünzen auch ein nicht zu unterschätzendes Sammelgebiet wegfallen würde. Da dies vor allem in Europa, wo man immer noch auf das gute alte Münzgeld vertraut, auf längere Sicht hinaus nicht passieren wird, sollte man sich darüber noch keine Gedanken machen.

Gleiches gilt wohl umso mehr für Gedenkmünzen, welche – von einigen Ausnahmen abgesehen – schon heute ausschließlich für Sammler geprägt werden und mit denen viele Ausgabeländer durchaus eine nette Summe Geld verdienen, auf das sie sicherlich auch in Zukunft nicht verzichten möchten. Dass in Kürze die Sammler ausgehen, daran ist auch nicht zu denken, entdecken doch gerade junge Leute in den letzten Jahren verstärkt ihre Leidenschaft für Münzen.

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