Nachbeschickungen

Nachbeschickungen sind Kupferzusätze, die dem Schmelzgut des Münzmetalls zugeführt wurde, wenn der Silberanteil der Münze zu hoch ausgefallen war. Dies konnte durch die so genannte Tiegelprobe festgestellt werden.

Namensgebung (Silber)

Silber (Ag) wird von lat. Argentum abgeleitet und war der Namensgeber für Argentinien.

Naturalgeld

Naturalgeld werden die vor Einführung des Münzgeldes verwendeten Formen wie Geräte-, Schmuck-, Nahrungsmittel-, Stoff-, Pelzgeld genannt.

Nennwert

Der Nennwert wird auch Nominalwert genannt und benennt den gesetzlich Wert, den ein Zahlungsmittel besitzt. Der Wert wird in der Regel von der Nationalbank festgesetzt und ist meistens direkt auf das Zahlungsmittel gedruckt oder geprägt.

Neuabschlag

Neuabschläge werden mit alten Stempeln vergangener Prägungen neu hergestellt, um bestimmte Münzen Sammlern zugänglich zu machen. Hierfür wird allerdings immer ein anderes Metall als bei der Originalprägung verwendet.

Neuprägung

Eine Neuprägung (NP) ist die Wiederauflage einer Münze, die es bereits einmal gab. Aus rechtlichen Gründen muss eine Neuprägung als solche mit einem Stempel gekennzeichnet werden, damit eine Verwechslung ausgeschlossen werden kann. Meistens wird dafür ein Jahresstempel mittig in das Münzmotiv eingelassen.

Neusilber

Neusilber ist eine silberähnliche, weiße unedle Legierung aus den Metallen Kupfer, Nickel und Zink. Neusilber enthält also keine Silber-Bestandteile.

Nickel

Nickel ist ein chemisches Element mit dem Symbol Ni. Der Name Nickel leitet sich von einer mittelalterlichen Sage über einen Erdgeist ab. Die Sage rührt daher, dass Nickelerze im Mittelalter zwar ähnlich aussahen, wie Kupferkies, es sich aber partout kein Kupfer daraus gewinnen ließ. Insbesondere das Erz Rotnickelkies (NiAs) ähnelt farblich dem Kupfer, sondert aber beim Rösten, einem Hitze-Verfahren zur Gewinnung von Kupfer, einen übelriechenden narsenartigen Geruch ab.

Nominal

Das Nominal (lat. nomen = Namen) bezeichnet den Nennwert einer Währung in der jeweiligen Stückelung. Z.B. 1 Dollar, 1,50 EURO etc.

Nominalwert

siehe Nennwert

Nordisches Gold

Ein modernes, hell-goldenes Münzmetall. "Nordisches Gold" ist frei von Nickel, ein Metall, dass bei vielen Menschen eine Kontaktallergie auslösen kann. Die Cent-Münzen zu 10, 20 und 50 Cent sind deshalb aus "Nordischem Gold" geprägt worden. Die Legierung besteht zu 89 % aus Kupfer mit einem Anteil von 5 % Aluminium, 5 % Zink und 1 % Zinn.

Notgeld

Häufig wurde in Zeiten des Krieges oder anderen Situationen bei akutem Mangel an Kleingeld sogenanntes Notgeld ausgegeben. Für dieses Notgeld wurden dann mitunter sehr kuriose Materialien für Münzen verwendet, wie z. B. Leder, Pappe, Holz, Glas, Preßkohle, Seide, Leinen oder das so genannte Kapselgeld, was eine Briefmarken-Münze war.

Nugget

Der Ausdruck Nugget bezeichnet sowohl einen natürlich entstandenen Edelmetallklumpen als auch eine australische Goldmünze, die Nugget genannt wird.

Numisblatt

Ein Numisblatt bezeichnet die Vereinigung von Briefmarken und Münzen, die gleichzeitig ein gemeinsames Thema würdigen. Meist ist die Münze in einem Blister eingebettet und ein Zehnerbogen von dazu passenden Briefmarken integriert. Die Deutsche Post bietet Numisblätter in einer Auflage von jeweils 100.000 Exemplaren an, diese enthalten jeweils die aktuelle 10€-Gedenkmünze aus Silber sowie einen Zehnerbogen Sonderbriefmarken mit Ersttagsstempel. Das erste Numisblatt kostete offiziell 19,50 DM, es ist jetzt für ca. 250€ zu haben!

Numismatik

Die Numismatik beschäftigt sich wissenschaftlich mit Geld, insbesondere Münzen, und deren Geschichte. Der Name kommt aus dem Lateinischen von "nummus", der Münze.

Nutzgeld

Zu vormünzlichen Zeiten waren sogenanntes Nutzgelf bzw. Naturaliengeld vorherrschend. Besonders gefragt waren Gegenstände mit hohem Gebrauchswert. So wurden zum Beispiel Arbeitswerkzeuge, Waffen, Schmuck, Kleidung, wie Pelze und Stoffe und Nahrungsmittel. Auch Silberbarren, Eisenschüsseln oder Beile aus Bronze waren gefragt.

|24.01.2020 - 17:14