Echtheitszertifikat

Mit einem Echtheitszertifikat bezeugen Hersteller von Münzen und Barren den Feinheitsgehalt, das Gewicht und/oder die limitierte Auflagenhöhe des geprägten Stücks. Sie erhöhen in der Regel die Fälschungssicherheit von Sammlerstücken.

Edelmetall

Unter Edelmetallen versteht man diejenigen Metalle, die nur sehr schwer mit anderen Stoffen reagieren. Edel bedeutet in der Chemie reaktionsarm oder auch reaktionsträge. Das sind in erster Linie die Elemente der Nickel-Reihe (Palladium, Platin) und Kupfer-Reihe (Silber und Gold) im Periodensystem der Elemente, also im direkten Gegensatz zu den einfachen Industriemetallen wie z.B. das Element Eisen Fe, es reagiert sehr schnell mit Sauerstoff und bildet sogar an Luft Eisenoxid aus, besser bekannt als Rost. Die Bezeichnung Edelstahl gibt somit auch keinen Rückschluss auf ein besonders edles (im Sinne von teueres) Material, sondern es nimmt in erster Linie Bezug auf die chemischen Eigenschaften, in diesem Falle das gewünschte Nichtrosten des Materials. Erst durch die Seltenheit der Edelmetalle ergibt sich wiederum der Rückschluss, das sie sehr teuer sind, ihr Name verweist aber nur auf ihre stofflichen Eigenschaften, was viele verwechseln.

Einschnitt

Einschnitte oder Einhiebe bezeichnet man mittels eines Meißels oder einer Schere vorgenommene Proben am Münzmaterial. Zweck dieses Vorgangs war die Feststellung, ob die Münze massiv aus dem entsprechenden Edelmetall besteht oder ob es sich um eine Fälschung mit billigem Kern handelt. Auch zur Entwertung von Münzen wurden Einschnitte vorgenommen.

Eisen

Eisen (von lat. ferrum) mit dem chemischen Zeiche Fe ist als Münzmetall aufgrund seiner mangelnden Härte und der Korrision (Rost) nicht geeignet. Es kann jedoch als Legierung mit Kohlenstoff, also Stahl, auch zur Münzherstellung verwendet werden.

Elektron (Legierung)

Elektron ist eine natürlich vorkommende Legierung aus Gold und Silber, wobei der Goldanteil überwiegt und der Legierung dadurch eine goldene Farbe verleiht. Die ältesten bekannten Münzen aus Lydien (7. Jhd. v. Chr.) wurden aus Elektron geprägt. Frühe keltische Münzen wurden ebenfalls aus dieser Legierung hergestellt. Ursprünglich hielt man Elektron für ein eigenständiges Metall.

Emission

Eine Emission bezeichnet die Gesamtheit der ausgegebenen Münzen oder Banknoten einer Prägeanstalt oder Bank.

Erhaltungsgrad

Der Erhaltungsgrad einer Münze ist für Ihren Wert von entscheidender Bedeutung, denn nur Münzen, die absolut makellos sind erzielen die höchsten Wertsteigerungen. Die vier wichtigsten Erhaltungsgrade von Münzen sind in Deutschland= schön: eine Münze, die lange im Geldumlauf war und daher erhebliche Gebrauchsspuren aufweist. Das Münzbild ist noch gut erkennbar, obwohl einige Reliefs an Details eingebüßt haben. Sehr schön= Eine Münze, die längere Zeit in Umlauf war, deren Reliefs aber noch halbwegs ausgeprägt sind. Vorzüglich= Eine nur kurz umgelaufene Münze, deren Reliefs und Konturen noch sehr scharf und detailreich sind. Prägefrisch= Eine Münze ohne jegliche Umlaufspuren. Durch die automatische Herstellung von Münzen heute kaum noch vorhanden, nur noch als für Sammler hergestellte Exemplare.

Erstabschlag

Der Erstabschlag bezeichnet die ersten Münzen (ca. 50-200), die mit einem neuen Prägestempel produziert werden. Die Anzahl, die als Erstabschlag gewertet werden, hängt von der Qualität bzw. der Verarbeitung des Prägestempels ab. Diese Münzen weisen keine Kratzer oder Abnutzungserscheinungen auf. Es besteht eine Ähnlichkeit zu den "Polierte Platte"- Münzen (PP), jedoch spiegelt der Hintergrund nicht, da der sogenannte Schrötling nicht poliert wird. Die Verwahrung in einer Münzkapsel wird empfohlen.

Erstausgabepreis

Der Erstausgabepreis einer Münze ist der Verkaufspreis, den die ausgebende Münzstelle im Auftrag der jeweiligen Regierung festgelegt hat. Wenn die Münze im freien Handel erhältlich ist, wird meist ein höherer Preis für die Münze verlangt, als der offizielle Erstausgabepreis, da dann die Marktgesetze von Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen.

Euro STOXX 50

Der Aktienindex Euro STOXX 50 setzt sich aus den 50 größten börsennotierten Unternehmen in Europa zusammen, die der Euro-Währungszone angehören. Der Euro STOXX 50 entwickelte sich zu einem der führenden europäischen Börsenbarometern. Neben dem Dow Jones Euro Stoxx gibt es außerdem noch den Dow Jones Stoxx 50, bei dem die 50 größten Unternehmen egal welcher Währung vertreten sind.

Exchange Traded Commodities (ETC)

Exchange Traded Commodities sind unbefristete, besicherte Schuldverschreibungen, die physisch mit den Basiswerten besichert werden.

Exchange Traded Funds (ETFs)

Exchange Traded Funds kurz auch ETF's genannt, sind rein börsennotierte Investmentfonds, die mittlerweile auch als edelmetallabgesicherte Fonds zu erwerben sind.

|15.07.2020 - 03:41