Das ungeahnte Potential des Silbers

Der Nachfrage nach Silber stieg seit 1950 rasant an. Der jährliche Verbrauch lag 1950 noch bei 157 Millionen Unzen während sich im Jahr 2005 der Verbrauch mit 864 Millionen Unzen mehr als verfünfacht hat. Die Nachfrage der Industrie ist mit 409 Millionen Unzen am größten (2005), gefolgt von 250 Millionen Unzen für Silberwaren und Schmuck sowie 165 Millionen Unzen für die Fotografie, wobei letzteres durch den Siegeszug der Digitalfotografie sicherlich nachlassen wird. Als Industriewerkstoff ist Silber aufgrund seiner einzigartigen physikalischen bzw. chemischen Eigenschaften nicht mehr wegzudenken. Ferner gibt es seit bald zwei Jahrzehnten ein übermäßig hohes Angebotsdefizit. Silberminen benötigen lange Vorlaufzeiten, bis sie rentable Mengen an Silber fördern können.

Silberproduktion

Zu beachten ist außerdem, dass die Silberproduktion nur in begrenztem Umfang steigerbar ist und zudem auch fast ausschließlich von den Primärminen, also den reinen Silberminen. Diese Primärminen produzieren jedoch nur ca. 188 Millionen Unzen. Der Großteil - ca. 450 Millionen Unzen - fällt als Nebenprodukt bei der Zink-, Kupfer- und Blei-Förderung an.

Die Lagerbestände der Comex sind im Juni 2006 mit ca. 105 Millionen Unzen äußerst dürftig. Die Comex hat ihren Sitz in New York und ist die größte Terminbörse für Edelmetalle. Tatsächlich ist der Silberpreis aber momentan relativ niedrig und unterbewertet. Im Jahre 1980 stand der Silberpreis auf Höchstniveau mit nominalen 50 $ und sank bis 2006 auf nur noch 10 $ ab. Durch das weltweite Bevölkerungwachstum steigt auch Wettbewerb um die Edelmetalle und Rohstoffe stetig an. Der Weltsilberverbrauch ist mit derzeit 11 % ca. doppelt so hoch wie die Weltwirtschaft mit ca. 4,7%.

Für Silber und Edelmetalle gelten die immer gleichen Vorteile: Sie sind weder reproduzierbar, noch verderblich. In Bezug auf die Masse haben Sie eine hohe Wertkonzentration. Edelmetalle sind leicht umwandelbar in andere Werte (fungibel), sie werden an Weltbörse gehandelt.

Silber ist entmonetisiert und die meisten Staaten haben im Gegensatz zu Gold keine Währungsreserven. Außerdem kann keine Preispflege von Notenbanken oder Zentralbanken betrieben werden. Silber scheint außerdem im Vergleich zum Gold unterbewertet. Das Preisverhältnis zwischen Gold und Silber lag in der Vergangenheit durchschnittlich im Bereich von 1:40, im April 2007 lag das Preisverhältnis bei 1:49.

Die Angst vor der Geldentwertung: Edelmetalle sind immer ein Schutz vor der stetig wachsenden Inflation. Ihre Wertbeständigkeit macht sie zu einer Anlage, die zur Absicherung im Depot sicherlich vorteilhaft sein dürfte.

Kommentar schreiben

Sie möchten hierzu einen Kommentar abgeben? Dann schreiben Sie uns Ihre Meinung.

Wieviele Barren sind links im Bild zu sehen? Tragen Sie die einstellige Zahl in dieses Feld ein:

Kommentare

Meine Güte hat der Artikel nen Bart - eine mehr als angestaubte Auslage...