Differenzbesteuerung macht Silbermünzen auch 2014 trotz Mehrwertsteuererhöhungen attraktiv

Die Mehrwertsteuererhöhung auf Silbermünzen sorgt aus Sicht vieler Händler für einen Anstieg der Münzpreise und damit eventuell für einen Nachfragerückgang in diesem Segment. Mit der Differenzbesteuerung haben Händler jedoch eine gute Möglichkeit diesen Preisanstieg zu kompensieren und Silbermünzen weiterhin als attraktives Silber-Investment nach wie vor anzubieten.

Die Mehrwertsteuererhöhung auf 19 Prozent

Anleger, die in Silber investieren wollten, griffen bisher vor allem auf Silbermünzen zurück, da diese, anders als Silberbarren, zum vergünstigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent angeboten werden konnten. Mit Beginn des Jahres 2014 wird es diese Steuervergünstigung jedoch nicht mehr geben, denn die Bundesregierung hat auf Drängen der EU in Brüssel eine Mehrwertsteuererhöhung auf 19 Prozent beschlossen. Hierdurch soll das in Deutschland einzigartige Steuerprivileg auf Silbermünzen abgeschafft werden, um eine EU-weite Harmonisierung zu erreichen. Für deutsche Anleger jedoch bedeutet dies (ohne Anwendung der Differenzbesteuerung) einen Preisanstieg bei Silbermünzen von 11,2 Prozent, was bei einem Investment von 10.000 Euro im nachfolgenden Beispiel 56 Münzen weniger entspricht.

Hier im Beispiel dargestellt zeigt sich die Auswirkung der Mehrwertsteuererhöhung im Detail:

Das ändert sich für Privatanleger und Händler

Die Preiserhöhung bei Silbermünzen könnte, Experten zufolge, zu einem Nachfragerückgang bei Silbermünzen führen. Vor allem die stark sinkende Nachfrage nach Exoten wie Münzbarren etc. wird wohl zur Folge haben, dass einige dieser Produkte künftig nicht mehr hergestellt werden. Einige Händler glauben an eine teilweise Verschiebung der Silbernachfrage zugunsten von Gold, welches mehrwertsteuerfrei erworben werden kann.

Privatanleger müssen also ab 2014 mit höheren Preisen beim Kauf von Silbermünzen rechnen – sofern Händler nicht die Vorteile der Differenzbesteuerung nutzen.

Keine Panik beim Silberkauf

Obwohl Silber aufgrund der aktuellen Preisreduzierung durchaus als lohnendes Investment angesehen werden kann, sollten Anleger darauf verzichten, zum Jahresende 2013 in Panik zu verfallen. Auch im kommenden Jahr gibt es sicher wieder zahlreiche Gelegenheiten, den Silberbestand aufzustocken und erneut zu investieren. Auch Händler sollten jetzt nicht in Panik geraten und zum Schlussverkauf trommeln. Sie können 2014 mit der Differenzbesteuerung zahlreiche Vorteile für sich nutzen und bei der Anwendung dieser Steuermöglichkeit zahlreiche Kunden für sich und das eigene Geschäft begeistern.

Das bietet die Differenzbesteuerung

Derzeit ist die Differenzbesteuerung eine nahezu unbekannte Möglichkeit, die beim Kauf sowie beim Verkauf von Münzen angewendet werden kann. Anders als bei der Regelbesteuerung wird der volle Mehrwertsteuersatz hier nämlich nicht auf den kompletten Münzewert, sondern lediglich auf die Differenz von Einkaufs- und Verkaufspreis erhoben. Die geringe Händlerspanne sorgt so dafür, dass die Steuerbelastung deutlich reduziert und Münzen günstiger angeboten werden können.

Hier zeigen sich die Unterschiede zwischen Differenzbesteuerung und Regelbesteuerung:

Um die Differenzbesteuerung anwenden zu können, sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. Wichtig ist zum einen, dass die Münzen aus einem Nicht-EU-Ausland wie Kanada (Maple Leaf) oder Australien (Kookaburra) importiert werden. Weiterhin darf die bei der Einfuhr zu zahlende Steuer in Höhe von sieben Prozent nicht als Vorsteuer geltend gemacht werden. Vielmehr ist es nötig, diese Steuer dem Einkaufswert zuzuschreiben, der sich hierdurch erhöht. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kann nun die Differenzbesteuerung beim Verkauf angewendet werden. Der erhöhte Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent wird jetzt nur auf die Differenz zwischen dem Kundenverkaufspreis und dem vorigen Händlereinkaufspreis und damit nur auf einen kleinen Teil des Münzwertes erhoben. So können Silbermünzen auch 2014 zu nahezu unveränderten Preisen angeboten werden.

Anhand des Zahlenbeispiels werden die Auswirkungen der Differenzbesteuerung deutlich:

Die Vorteile der Differenzbesteuerung können im Übrigen nicht nur Großhändler nutzen, die direkt im Ausland einkaufen. Auch kleine Händler, deren Großhändler die Differenzbesteuerung nutzen, können hiervon profitieren.

Vorteilhafter Privatankauf

Letztlich bieten sich auch beim Ankauf von Silbermünzen bei Privatpersonen die Möglichkeit, die vorteilhafte Differenzbesteuerung zu nutzen. Händler müssen den vollen Mehrwertsteuersatz hierbei ebenfalls nur auf die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis erheben und können so attraktive Preise ermöglichen. Natürlich ist es hier auch wieder möglich, höhere Preise zu berechnen und so die eigene Profitabilität zu erhöhen.

Händler und Silber-Anleger, die sich für die Details der Mehrwertsteuererhöhung und die Differenzbesteuerung interessieren, finden interessante Informationen hierzu im Ratgeber "Keine Mehrwertsteuererhöhung auf Silbermünzen dank Differenzbesteuerung". Dieser zeigt die Möglichkeiten der Differenzbesteuerung und gibt hilfreiche Tipps.

Eingereicht von:

Solit Edelmetall Handelsgesellschaft mbH
Borsigstraße 18
65205 Wiesbaden
Tel.: 06122-5870-72
Fax: 06122-5870-66
Web: www.goldsilbershop.de

Kommentar schreiben

Sie möchten hierzu einen Kommentar abgeben? Dann schreiben Sie uns Ihre Meinung.

Wieviele Barren sind links im Bild zu sehen? Tragen Sie die einstellige Zahl in dieses Feld ein:

Kommentare

Dann werden wir alle in der Schweiz kaufen.
Da es für Händler jetzt keinen Sinn mehr macht, die 7 % Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer abzusetzen, sollten sich jetzt auch die Preise beim Ankauf von Privat dieser 107 %-Marke annähern!