Silberpreis berechnenMit dem Silberrechner können Sie den aktuellen Materialwert Ihrer Silberschätze wie Silberschmuck, Silberbesteck, Silberwaren oder Silbermünzen anhand des Silberpreises berechnen. Die Berechnung bezieht sich auf den reinen Materialwert des Silbers mit dem Silberpreis und Euro/Dollar Kurs vom Vortag. Wer möchte kann diese Werte auch ersetzen, um fiktive Kurse zu simulieren. |
Silberpreis in Euro je Unze
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Gewichtseinheiten: Gramm, Kilo und Unzen
Geben Sie das Gewicht ein und wählen Sie die entsprechende Einheit: Gramm (g), Kilogramm (kg) oder Unzen (oz). Eine Unze bzw. Feinunze entspricht 31,103 Gramm Edelmetall.
Feinheit
Die Feinheit gibt an, wie hoch der Silberanteil in einer Münze, einem Barren oder auch Silberbesteck oder Schmuck ist. Die Angabe erfolgt immer in Tausendsteln. Das bekannte Sterlingsilber ist 925er Silber, also 925/1000. Gängige Anlagemünzen bestehen meist aus 999er Silber.
- 999,9/1000 Feinheit = z. B. Maple Leaf
- 999/1000 Feinheit = z. B. American Eagle, Wiener Philharmoniker, Panda, Kookaburra
- 958/1000 Feinheit = z. B. Britannia
- 925/1000 Feinheit = Sterlingsilber
- 900/1000 Feinheit = z. B. Reichsmark
- 625/1000 Feinheit = z. B. Silberadler
Rechtlicher Hinweis zum Silberpreisrechner: Alle Angaben und Berechnungen ohne Gewähr.
Definition und Informationen zu Silber
Silber hat als chemisches Element das Symbol Ag. Diese Abkürzung leitet sich vom lateinischen Wort „Argentum“ für „Silber“ ab. Argentum geht ebenso wie die griechische Bezeichnung Argyros auf die indogermanische Wurzel „arg“ zurück. Die deutsche Bezeichnung „Silber“ (und z. B. auch die englische „Silver“) haben ihre etymologische Wurzel im germanischen „silubra“ bzw. althochdeutschen „silabar“.
Die herausragenden Eigenschaften von Silber sind seine hohe elektrische Leitfähigkeit und Wärmeleitfähigkeit sowie die optische
Reflexionsfähigkeit. Die Anwendungsbereiche sind vielfältig: Elektrik, Elektronik oder Optik. Silber wird z. B. verwendet zur
Herstellung von Glasscheiben, Katalysatoren, Solaranlagen, Kühlschränken, Wasseraufbereitung, Batterien, Plasma-Bildschirmen, als
Lebensmittelfarbstoff E 174, für Musikinstrumente (z. B. Querflöte), Tafelsilber, Essbestecke und sakrale Gegenstände. Seine
antibakterielle Wirkung macht Silber zu einem begehrten Stoff in der Medizin: Silberbeschichtungen gibt es z. B. bei endoskopischen
Geräten, in silberhaltigen Wundauflagen oder Salben sowie als Silberlegierung in der Dentaltechnik. Und nicht zu vergessen Schmuck
sowie Anlagemünzen und Gedenkmünzen.
→ siehe auch Anwendungen von Silber
Während die Erfindung der Fotografie Ende des 19. Jahrhunderts ohne Silber nicht möglich gewesen wäre und über 100 Jahre eingesetzt wurde (verfallen Silberhalogenide durch Licht, erfolgt eine Schwärzung des Papiers), sorgt die Digitalfotografie seit Ende des 20. Jahrhunderts für einen steten Rückgang des Metalls. Auch im Einsatzbereich Küche/Esszimmer, bei Besteck, Tafelsilber oder Kronleuchtern, musste Silber neuen technischen Möglichkeiten weichen: die Entwicklung von rostfreiem Stahl bewirkte, dass ab Mitte des 20. Jahrhunderts der Absatz von Silber für solche Gegenstände zurückging.
Geschichtlich lassen sich Silberanwendungen bis ins 5. Jahrtausend v. Chr. zurückverfolgen. Rund 600 Jahre v. Chr. stellten die Griechen die ersten Silbermünzen her und bis ins 19. Jahrhundert hinein blieben Silbermünzen das bedeutendste Zahlungsmittel. Erst nach 1870 wurde Silber von Gold als Währungsmetall abgelöst. In Deutschland waren Silbertaler als Währung bis 1871 vorherrschend.
Silber gilt heute als eine gute Möglichkeit der Geldanlage, da erwartet wird, dass durch die stetig wachsende Bevölkerung auch die Nachfrage weiter steigen wird. Der Feingehalt der Bullionmünzen ist in der Regel sehr hoch, in den meisten Fällen wird eine Feinheit von 999/1000 verwendet. Beim Kauf fällt auf den Spotpreis ein Aufpreis (Agio) an: für Prägung, Vertrieb und Mehrwertsteuer. Anlagemünzen aus Silber werden in Deutschland nur mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7 % besteuert, bei Silberbarren kommt die volle Mehrwertsteuer von 19 % hinzu. Der Kauf von Gold ist dagegen steuerfrei. Wird Silber oder Gold nach der Spekulationsfrist von einem Jahr mit Gewinn verkauft, ist dies Abgeltungsteuerfrei (im Gegensatz zu Zinsen aus Fest- und Termingeldanlagen, aus Sparverträgen oder verzinslichen Wertpapieren, Anleihen und Zertifikaten, Dividenden aus Aktien, Erträgen aus Investmentfonds, Termingeschäften oder Wertpapieren).
Zu den beliebtesten Silber-Bullionmünzen zählen: Maple Leaf (Kanada), American Eagle (USA), Wiener Philharmoniker (Österreich), Kookaburra (Australien), Panda (China), Libertad (Mexiko) oder Britannia (Großbritannien). Im Gegensatz dazu stehen die Sammlermünzen, deren Seltenheitswert weitaus höher ist als der Materialwert, da sie in geringerer Stückzahl geprägt werden.
Länder mit den größten Silberfördermengen im Jahr 2008*:
| Peru | 3600 Tonnen |
| Mexiko | 3000 Tonnen |
| China | 2600 Tonnen |
| Chile | 2000 Tonnen |
| Australien | 1800 Tonnen |
| Polen | 1300 Tonnen |
| USA | 1120 Tonnen |
| Kanada | 800 Tonnen |
| weltweit | 20.900 Tonnen |
In Deutschland gab es seit dem Mittelalter Erzvorkommen im Harz, Erzgebirge und Schwarzwald. Seit rund 20 Jahren wird in Deutschland kein Silber mehr gefördert.
Entwicklung des Silberpreises
Ein historischer Höchststand beim Silberpreis war am 18. Januar 1980 erreicht: eine Feinunze Silber kostete 49,45 US-Dollar. In den nächsten 11 Jahren fiel der Kurs und erreichte am 25. Februar 1991 seinen bisherigen Tiefstand von 3,55 US-Dollar. Seit 2001 geht es wieder aufwärts und am 17. März 2008 war ein Preis von 20,92 US-Dollar pro Unze erreicht – so hoch wie seit fast 28 Jahren nicht mehr. Gehandelt wird Silber z. B. an der New York Commodities Exchange (COMEX), dem London Bullion Market und der Tokyo Commodity Exchange. Ähnlich wie beim Gold bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis.




















