Legierungen
In der Regel wird für Silberohrringe kein reines Silber verarbeitet, sondern Legierungen wie das Sterlingsilber. Solche Legierungen enthalten zusätzlich noch weitere Metalle, die das Silber wiederstandsfähiger und - sehr wichtig - beständiger gegen das Anlaufen machen. Wer schon mal altes Silberbesteck aus reinem Silber in der Hand hatte, wird wissen, dass es, wenn es nicht in regelmäßigen gereinigt wird, mit einer dunklen Patina überzogen ist.
Reinigung
Zum Reinigen von Silberohrringen gibt es mehrere Möglichkeiten: Im Handel werden Reinigungsmittel angeboten, mit denen man Ablagerungen abpolieren kann. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn Edelsteine eingefasst sind, da die Reiniger oft aggressive Substanzen und Lösemittel enthalten. Diese können die Klebeverbindung zwischen Silber und Stein auflösen oder gegen Säure empfindliche Steine beschädigen. Sie können auch die unter Besteck beschriebene Methode anwenden, die auch für Silberschmuck mit Einfassungen geeignet ist.
Zu beachten ist immer die angegebene Feinheit des Silberschmucks. Sie gibt Aufschluss über das enthaltene pure Silber in der Legierung. Allgemein gilt: Je höher der Silbergehalt, desto wertvoller der Schmuck. Ist sie erst gar nicht angegeben, ist das Angebot mit Vorsicht zu geniessen.
Unverträglichkeiten/Allergien
Wenn Allergien gegen bestimmte Metallarten bekannt sind, sollten Sie sich gegebenenfalls genauer informieren, welche zusätzlichen Metallbestandteile beigefügt sind. Diese Informationen erhalten sie meistens jedoch nur im Fachhandel.
Die Allergien werden jedoch nicht durch das Silber oder die mit Silber zu einer Legierung beigefügten Metalle ausgelöst, sondern meist durch eine galvanische Nickelschicht, die zur leichteren und kostengünstigeren Weiterverarbeitung, auf das Silber aufgebracht wird. Diese Nickelschicht macht das Schmuckstück unempfindlicher gegen Kratzer. Das Metall Nickel in der verbundenen Form der Legierung an sich gilt also als ungefährlich. Geschätzte 25% der Menschen leiden unter einer Nickelunverträglichkeit. Nickel trat früher in Schmuckstücken häufiger auf. Die Verwendung hat jedoch zunehmend abgenommen.

















