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    oz, 24 h, Samstag, 4. Feb. 2012
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    P wie ... Patina
    Als Patina wird eine durch Alterung und Korrosion gebildete Oberfläche bezeichnet. Metalle wie reines Silber, Kupfer oder Bronze neigen zur Patina-Bildung.
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    Pflegetipps für Münzen


    Reinigen von Münzen
    Durch das Reinigen sollen Münzen dem ursprünglichen Aussehen der Münze so weit wie möglich wieder hergestellt werden. An dieser Stelle sei gesagt, dass der Erhaltungsgrad dadurch natürlich nicht verbessert werden kann. Aber der tatsächliche Erhaltungsgrad einer Münze kann durch das Entfernen von Schmutz und Korrosion oft erst ans Tageslicht gebracht werden. Schwere Abnutzungserscheinungen wie Kratzer und Schrammen können auch mit der besten Reinigungsmethode nicht rückgängig gemacht werden.

    Viele durch Mundpropaganda weiter getragenen Ratschläge können mitunter sehr hilfreich sein, besonders wenn sie von erfahreneren Sammlern stammen. Einige jedoch können Münzen mehr schaden als nützen. Es ist daher unbedingt nötig, sich ein Grundwissen über die gängigsten Münzmetalle anzueignen, um entscheiden zu können, wann und in welcher Form eine Reinigung Sinn macht.

    Bei antiken Münzen sollte die Patina auf keinen Fall entfernt werden. Über die Jahrhunderte kann zum Beispiel eine sogenannte Regenbogenpatina entstanden sein, die von Sammlern sehr geschätzt wird. Daher ist eine Patina hier eher als Zeitzeugnis anzusehen. Mitunter sind solche "der Geschichte bereinigten" Münzen beinahe als wertlos zu betrachten.

    Darum gilt: Vor dem Reinigen abwägen, ob das Reinigen den Wert der Münze steigert oder ggf. zu einer Wertminderung führen kann. Nicht immer kann dies genau abgegrenzt werden, daher sollte man zuvor - sofern vorhanden - mit weniger seltenen Münzen Erfahrungen gesammelt werden. Zwischen folgenden Reinigungsarten wird unterschieden:

    • Chemische Reinigungsmethoden
    • Mechanische Reinigungsmethoden
    • trockene Behandlung
    • nasse Behandlung
    Grundbehandlung
    Als ungefährliche Grundbehandlung können Münzen grundsätzlich in einem Seifenbad behandelt werden. Auch gewöhnliche Spülmittel sind ohne Probleme einsetzbar. Durch Soda kann die Reinigungswirkung noch verstärkt werden. Das Einlegen mehrerer Münzen in einem Bad sollte eher vermieden werden, um wechselseitige Reaktionen auszuschließen. Auch Putzen und übermäßiges Reiben ist zu unterlassen, da es unschöne und irreversible Kratzer verursachen kann. Für Silber kann bei stärkerer Verschmutzung auch eine Zahnbürste mit weichen Borsten verwendet werden.

    Chemische Reinigungsmethoden
    Bei der chemischen Münzreinigung sollen sowohl Verunreinigungen als auch chemische Verbindungen auf der Oberfläche der Münze gelöst werden. Es ist darauf zu achten, dass nur Chemikalien eingesetzt werden, die nur die Ablagerungen angreift, nicht aber das Münzmetall. In der Regel greifen chemische Methoden zur Münzpflege die Münze weniger an, als beispielsweise die mechanische Einwirkung. Sie sollten jedoch bei der Pflege ihrer Münzen keinesfalls auf Haushaltschemie oder gar Autopflegemittel zurückgreifen, auch wenn diese mit ihren angepriesenen Anwendungsgebieten für Chrom, Eisen, Aluminium oder Silber scheinbar nützlich erscheinen.

    Reinigung von Münzen aus Silber- oder Silberlegierungen
    Silber reagiert mit Schwefelverbindungen, die sich in Form von Schwefeldioxid und Schwefelwasserstoff in der Luft befinden. Dies führt zu der bekannten Eigenschaft des Anlaufens von Silber. Vor allem bei älteren Münzen durchaus sehr geschätzt, wird diese Patina jedoch von Sammlern, welche moderne Münzen in "Polierter Platte"-Qualität besitzen, meist als unschön empfunden.

    In einer verdünnten 10 - 20%igen Natronlauge können Schmutzablagerungen entfernt werden, wobei die oft erwünschte Patina weitgehend erhalten bleibt. Die Lauge kann teilweise auch fertig gemischt erworben werden oder man mischt sie mittels Natriumhydroxid (Ätznatron) selbst an. Im Laugenbad können die Münzen dann für einige Stunden liegen und werden danach gründlich unter warmem, fließendem Wasser abgespült. Das vorsichtige Abreiben mit Natron nach dem Bad reinigt die Münze sanft, ohne die Patina zu verändern.

    In den nachfolgenden Verfahren löst sich nun auch die Patina: Legen Sie die Silbermünze in ein Bad mit Zitronensäure (alternativ 10%ige Essigsäure). Anschließend folgt eine Behandlung mit Natron mittlerer Körnung (Natriumbikanbotat, wird auch als Backpulver verwendet und ist hervorragendes Reinigungsmittel). Danach sollte, wie nach jedem Bad, die Münze gründlich mit fließend warmem Wasser abgespült werden. Das Verfahren kann mehrmals hintereinander angewandt werden, bis die gewünschte Wirkung eintritt. Der mehrmalige Wechsel von Natron zur Zitronensäure verstärkt den Effekt. Natron ist in der Apotheke erhältlich.

    Eine weitere Methode, jedoch bei Münzen durch die andere Art der Verschmutzung weniger effektive, ist unter Besteck beschrieben. Sie funktioniert mit einer Kochsalzlösung und Alufolie. Die schwärzliche Patina lässt sich dadurch sehr gut entfernen.

    Häufig werden auch im Handel spezielle Münzbäder angeboten. Über die Qualität lässt sich allgemein keine Aussage treffen, hier gilt: Experimentieren und mit weniger wertvollen Münzen testen.

    Folgende Werkzeuge dürfen auf KEINEN FALL bzw. nur in bestimmten Ausnahmefällen und mit größter Vorsicht verwendet werden, da sie den Wert der Münze erheblich mindern können:
    • Stahlwolle
    • harte Zahnbürsten bei Feinsilber
    • Metallbürsten
    • Sandpapier
    So trocknen Sie Ihre Münzen richtig
    Eine gründliche Trocknung ist nach der Behandlung mit Bädern erforderlich. Selbst wenn Münzen nur noch kleinste Mengen bestimmter Chemikalien anhaften, kann sich dies bereits negativ auswirken.

    Durch hartes Leitungswasser können bedingt durch die Kalkhaltigkeit schnell Flecken entstehen. Besonders dann, wenn zwischen den Arbeitsgängen zu viel Zeit vergeht. Münzen dürfen nicht mit Taschentuch trocken gerieben werden. Die bessere Vorgehensweise ist, wenn Sie stattdessen die Münze an den Rändern halten und kräftig ruckartig die Wassertropfen weggeschütteln. Danach legt man die Münzen auf Fließpapier (alternativ Papierhandtuch), welches die restliche Feuchtigkeit aufnimmt. Ältere abgenutzte Münzen dürfen mit einem alten Baumwolltuch vorsichtig abgetupft werden. Putzen oder reiben sollte wie gesagt grundsätzlich vermieden werden. Um Reste von Textilhilfsstoffen oder Stärke auszuschließen, sollten diese Tücher optimalerweise häufig gewaschen worden sein.

    Entscheidend ist, dass man nach einer nassen Behandlung gleich trocknet, da sich sonst wieder Ablagerungen (insbesondere Kalk) bilden können. Eine gute Lösung stellt auch die Behandlung mit Alkohol in Form von Ethanol oder Propanol dar, weil Alkohol sehr schnell verdunstet. Nur vollständig getrocknete Münzen sollten wieder zurück in die Sammlung kommen. Besonders wichtig natürlich bei Münzsammelalben.


    Weitere Silbertipps
    Auf unserer Partnerseite putzen.de finden Sie weitere Tipps, um das Anlaufen von Silber zu verhindern oder die Patina zu entfernen.
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