
lat. "argentum colloidale", griechisch "kolla" = leimartig
Bei kolloidalem Silber handelt es sich um eine Verwendungsart von elementarem Silber zu Therapiezwecken. Seit einiger Zeit kam das Thema mit teils stark übertriebenen und hoch lobenden Schlagzeilen wieder auf. Tatsächlich wurde es bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zur Bekämpfung von Infektionen eingesetzt. Allerdings fehlte es damals auch an alternativen Mitteln. Nachdem diese Alternativen dann später gefunden wurden, verschwand kolloidales Silber zusehens in der Versenkung. Auch weil die Herstellungskosten damals sehr hoch waren und die Aufrechterhaltung der Herstellungsqualität sich schwierig gestaltete.
| Buchvorstellung | |
![]() |
Kolloidales Silber. Das grosse Gesundheitsbuch für Mensch, Tier und Pflanze von Wyss, Loosli und Tannheimer Dieser Gesundheitsratgeber gibt einen umfassenden Überblick über die Herstellung und Anwendung von kolloidalem Silber. Anschließend werden mehr als 100 Krankheitsbilder und Angaben zu Dosierung und Behandlung ausführlich dargestellt. Das Besondere: Erstmals enthalten sind Informationen zum Einsatz bei Tieren und Pflanzen sowie in der Haushaltshygiene... mehr |
Durch folgende Verfahren kann kolloidales Silber hergestellt werden:
| Mechanische Zermahlung in Kolloidmühlen |
| Elektrolyse-Verfahren |
| Reduktion von Silbersalzen |
Risiken
Anwendungsfehler von kolloidalem Silber können gesundheitsschädlich auf den Organismus auswirken. Einige Kritiker warnen bei chronischer Einnahme vor irreversiblen Silbersalz-Einlagerungen in Schleimhäuten und der Haut.
Außerdem können sich Ablagerungen in Gefäßen und inneren Organen bilden. Vor unsachgemäßer Anwendung ist also dringend abzuraten. Risiko und Nutzen sollten gut gegeneinander abgewogen werden.
Antiseptische Anwendung
Neben der eher umstrittenen Wirksamkeit des kolloidalen Silbers gibt es jedoch eine Vielzahl von anerkannten industriellen und medizinischen Anwendungsgebieten. Mit Hilfe von Silber lassen sich antibakteriell wirkende Werkstoffe und Beschichtungen realisieren. Diese Verfahren wurden in den letzten Jahren entwickelt. Meist werden dabei Nanopartikel in bestimmte Werkstoffe integriert. Durch die kontinuierliche Abgabe von Silberionen wirken diese Werkstoffe schließlich antibakteriell.Einige Anwendungsbeispiele:
- Silberionen oder -fäden in Textilien hemmen Bakterien
- Antibakterielle Oberflächenbeschichtung, z. B. Kühlschränke
- Dermatologische Anwendung, z.B. bei Neurodermitis
- Kunststoffe in der Medizintechnik
- Antibakterielle Emaillierungen oder Keramiken










