s "s" ist der numismatische Ausdruck für "Schön". Die Bezeichnung täuscht allerdings etwas: Die Münzkonturen können schon teilweise nicht mehr zu erkennen sein. | |
Sammelgebiet Es gibt Münzsammler, die nur ein Sammelgebiet bevorzugen wie z.B. maritime Motive oder aber Olympia-Ausgaben. Wiederum andere Sammler geben Münzen den Vorzug, wenn Sie aus einem bestimmten Material hergestellt sind, wie z.B. 999,9er Feingold oder 999er Feinsilber. Die Spezialisierung auf solche Themengebiete nennt man in der Regel das Sammelgebiet. | |
Sammlermünzen Unter dem Begriff Sammlermünzen versteht man solche Münzen, die in staatlich limitierter Auflage in hoher Qualität extra für Sammler hergestellt werden. Sie unterscheiden sich also in erster Linie durch die Faktoren Qualität und der Höhe der Auflage von regulären Anlagemünzen. Der Australische Kangaroo ist damit in erster Linie eine reine Sammlermünze. Sammlermünzen haben auch einen höheren Ausgabepreis, trotzdem lohnt sich in der Regel ihre Anschaffung, da sie ein hohes Wertsteigerungspotential haben. | |
Scheideanstalt Eine Scheideanstalt, auch Affinerie genannt, ist eine Anlage, die mit chemischen und physikalischen Methoden Metalle in reiner Form gewinnt. Dabei werden mit speziellen Trennverfahren zum Beispiel aus Gestein, metallhaltigen Industrieabfällen oder auch Schmuck Metalle rückgewonnen. | |
Scheiden Scheiden wird das Verfahren der Trennung des reinen Metalls aus dem Erz oder einer Legierung genannt. In so genannten Scheideanstalten wird dieser Trennungsprozess industriell betrieben. | |
Scheidewasser Als Scheidewasser wird die in einer mindestens 50%igen Konzentration vorhandenen Salpetersäure genannt, welche alle Metalle mit Ausnahme von Gold und Platin auflöst. Gold und Platin können nur im so genannten Königswasser gelöst werden. | |
Schön (s) Der numismatische Ausdruck "Schön" wird unter Münzsammlern oft als in irreführend betrachtet und trifft für solche Münzen zu, bei denen eine starke Abnutzung und große Beschädigungen zu erkennen sind. In der Regel werden solche Stücke wie auch die "Sehr gut / Gut erhaltenen" nur als Belegexemplar angeschafft, falls schönere Münzen nicht zu bekommen oder preislich nicht akzeptabel sind. Trotzdem müssen aber die Jahreszahl, Nennwert und die Umschriften noch gut zu erkennen sein. | |
Schrot Schrot ist ein ander Wort für Raugewicht. | |
Schroten Als Schroten wird das Trennen der Schrötlinge vom so genannten Zain, der Münzmetallplatte, genannt. Früher wurde dies mit einer Stückelschere durchgeführt, heute mit Schnellpressen und Schnittwerkzeugen. | |
Schrötling Der numismatische Begriff Schrötling (stammt von "schroten", was soviel bedeutet wie zerhacken, zerteilen oder ausstanzen) ist eine alte Bezeichnung für einen noch ungeprägten Rohling einer Münze. Ab dem 18. Jahrhundert wurden Begriffe wie Plättchen, Platte oder Ronde verwendet. | |
Schwermetall Bei Schwermetallen handelt es sich um Metalle, deren Dichte größer oder gleich 4,5 kg/dm³ ist. Alle anderen Metalle werden Leichtmetalle genannt. Teilweise werden in der Technik auch Legierungen mit entsprechend hoher Dichte so bezeichnet. Zu den Schwermetallen zählen alle Edelmetalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium sowie die Metalle Bismut, Eisen, Kupfer, Blei, Zink, Zinn, Nickel, Cadmium, Chrom und Uran. | |
Silberadler Unter dem Begriff Silberadler hat sich das 5-DM-Stück der Bundesrepublik eingebürgert, das zwischen 1951 und 1974 aus 625er Silber in Umlauf war. Es war auch unter dem Begriff „Heiermann“ bekannt. Als der Silberpreis durch die Spekulation der Hunt Brüder Anfang der 70er Jahre förmlich explodierte, entschloss sich die Bundesregierung dafür, ein neues 5-DM-Stück völlig ohne Silberanteil zu verwenden, da der enthaltene Silberanteil des Silberadlers teurer war, als der aufgeprägte Nennwert von fünf Deutschen Mark. | |
Silberglanz Silberglanz ist eine nicht mehr gebräuchliche, bergmännische Bezeichnung von Argentit bzw. Akanthit. | |
Silver Lease Rates Die sog. Silver Lease Rates (also Silber-Leihzinsen) spiegeln jeweils das Angebot an verleihbarem Silber dar. Ist derzeit viel Silber auf dem Markt verfügbar, sind die Lease Rates entsprechend niedrig, verknappt es sich, steigen sie dementsprechend. Interessant ist, dass die Lease Rates relativ unabhängig vom Spotpreis sind. | |
Soft Commodities Unter Soft Commodities versteht man alle verderblichen Handelswaren, die an Warenterminbörsen gehandelt werden. Die wichtigsten Soft Commodities sind Kakao, Zucker und Kaffee. | |
Spiegelglanz Unter Spiegelglanz versteht man die höchste Prägequalität, die Deutsche Münzprägestätten für Sammlermünzen anbieten. Da nur die Stempel hochglanzpoliert sind und nicht die Münzronden handelt es sich münztechnisch nicht um Polierte Platte, obwohl viele Händler Spiegelglanz der Einfachheit halber mit Polierte Platte gleichsetzen. Im Englischen heißt Spiegelglanz daher präziser „Proof like“, also „wie Polierte Platte“. | |
Spiegelglanz-Prägepresse Die Spiegelglanz-Prägepresse ist die Prägemaschine, die in deutschen Münzprägestätten die Gedenkmünzen und Umlaufmünzen für Sammler in der sehr hohen Qualität „Spiegelglanz“ prägt. Normalerweise reicht zur Herstellung einer normalen 10€-Gedenkmünze aus Sterlingsilber dabei ein Druck von 80 Tonnen, sowie ein Zweifachschlag der Münzpresse, bei sehr detailreichen Münzbildern wie z.B. der „50 Jahre Gorch Fock“-Ausgabe, die über eine sehr kleine Schrift unterhalb des Schiffsmotivs verfügt musste die spezielle Prägepresse allerdings auf den maximalen Prägedruck von 120 Tonnen mit viermaligem (!) Münzschlag eingestellt werden. | |
ss "ss" bezeichnet den numismatischen Erhaltungsgrad "Sehr schön". Er wird für Münzen verwendet, bei denen alle Konturen noch zu erkennen sind. Leichte Abnützungserscheinungen sind jedoch möglich. | |
Standardsilver Standardsilver wird auch Sterlingsilber genannt und ist eine Bezeichnung der Feinhet von Münz- oder Schmucksilber von exakt 925/1000 Silber. Eine Standardmünze enthält 28,7675 g feines Silber. | |
Stempelfehler Stempelfehler beruhen auf Fehlern, die durch Unregelmäßigkeiten beim Stempel auftreten. Dies kann entweder ein Fehler in der Herstellung des Prägestempels (z.B. der Gravur des Stempels) sein oder an der Beschaffenheit des Stempels liegen. | |
Stempelfrisch (Stfr.) "Stempelfrisch" (Stfr.) ist im Gegensatz zu Stempelglanz seltener anzutreffen. Bei stempelfrischen Münzen ist der typische Metallglanz zwar kaum mehr vorhanden, aber sie haben auch keine Kratzer. Bspw. unverschweißte Kupfermünzen, die nicht zirkuliert waren, gleich in eine Sammlung aufgenommen wurden und durch eine Patina den metallischen Glanz verloren haben, werden Stempelfrisch genannt. | |
Stempelglanz (Stgl.) Beim Stempelglanz muss der ursprüngliche Glanz der Prägung vorhanden sein. Diese Münzen sind unzirkuliert und dürfen daher auch keine Kratzern oder Verschleiß aufweisen. Eine ähnliche Bedeutung hat die frz. Bezeichnung "Fleur de coin". | |
Stgl Numismatische Abkürzung für Stempelglanz. |










