Goldpreis berechnenMit dem Goldrechner können Sie den aktuellen Materialwert Ihrer Goldschätze wie Goldschmuck, Goldbarren, Goldwaren oder Goldmünzen anhand des Goldpreises berechnen. Die Berechnung bezieht sich auf den reinen Materialwert des Goldes mit dem Goldpreis und Euro/Dollar Kurs vom Vortag. Wer möchte kann diese Werte auch ersetzen, um fiktive Kurse zu simulieren. |
Goldpreis in Euro je Unze
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Bitte beachten Sie, dass z. B. viele Goldmünzen durch besondere Prägungen oder entsprechende Sammlernachfrage deutlich mehr wert sind, als die Ergebnisse, welche Sie angezeigt bekommen.
Gewichtseinheiten: Gramm, Kilo und Unzen
Geben Sie das Gewicht ein und wählen Sie die entsprechende Einheit: Gramm (g), Kilogramm (kg) oder Unzen (oz). Eine Unze bzw. Feinunze entspricht 31,103 Gramm Edelmetall.
Feinheit
Die Feinheit gibt an, wie hoch der Goldanteil in einer Münze, einem Barren oder auch Schmuck ist. Die Angabe erfolgt immer in Tausendsteln. Gängige Anlagemünzen bestehen meist aus 999er Gold. Häufig wird bei Gold auch Karat (kt) angegeben. Hier sehen Sie eine Übersicht der gängigen Karakt-Angaben:
| Karat: | Feinheit: | Beispiele: |
| 24 Karat | 999/1000 Feinheit | z. B. Maple Leaf, Wiener Philharmoniker, Gold Panda |
| 23 Karat | 950/1000 Feinheit | |
| 22 Karat | 916,6/1000 Feinheit | z. B. Krugerrand, American Eagle, Britannia |
| 21,6 Karat | 900/1000 Feinheit | |
| 20 Karat | 833/1000 Feinheit | |
| 18 Karat | 750/1000 Feinheit | |
| 14,04 Karat | 585/1000 Feinheit | |
| 14 Karat | 583,33/1000 Feinheit | |
| 9 Karat | 375/1000 Feinheit | |
| 8 Karat | 333/1000 Feinheit |
Rechtlicher Hinweis zum Goldpreisrechner: Alle Angaben und Berechnungen ohne Gewähr.


Umrechnung Feinunze in Gramm
Wird bei Edelmetallen von Unzen gesprochen, so ist eigentlich korrekterweise die Feinunze (engl. Troy Ounce) gemeint. Die Unze außerhalb des Edelmetall-Kontextes wiegt nur 28,3 Gramm. Hier erhalten Sie Anhaltspunkte zur Umrechnung der Einheit Feinunze (oz) in Gramm:
| Feinunze [oz.tr.] | Gramm [g] | Kilogramm [kg] | Unze [oz] |
| 1 Feinunze | 31,10 Gramm | 0,031 Kilogramm | 1,097 Unze |
| 2 Feinunzen | 62,20 Gramm | 0,0622 Kilogramm | 2,194 Unze |
| 5 Feinunzen | 155,50 Gramm | 0,1555 Kilogramm | 5,485 Unze |
Definition und Informationen zu Gold
Gold ist ein chemisches Element, das zu den wertvollsten Edelmetallen auf der Welt zählt. Aus seinem lateinischen Namen Aurum (= das Gelbe) leitet sich das Symbol „Au“ ab, der indogermanische Begriff „ghel“ steht ebenfalls für die Farbe „Gelb“ und für „glänzend“. Gold hat mit 19,32 g/cm³ eine sehr hohe Dichte und Dehnbarkeit. Aus 1 Kilogramm Gold könnte man einen 3 Kilometer langen Draht ziehen.
Die größten Goldvorkommen liegen in Südafrika in der Region von Johannesburg. Dort wird das Edelmetall aus bis zu 3900 Meter Tiefe zu Tage befördert. Südafrika musste in den vergangenen Jahren jedoch seine Spitzenposition als Goldfördernation Nummer 1 abgeben und liegt hinter den USA und China nur noch auf Platz 3. Das liegt jedoch nicht daran, dass die Vorkommen langsam erschöpft sind, sondern an einer Energiekrise, die dazu führte, dass die Minen ihren Stromverbrauch senken und damit die Förderleistung drosseln mussten. Jährlich werden im 21. Jahrhundert weltweit rund 2600 Tonnen Gold gefördert (100 mal mehr als im 19. Jahrhundert).
Geschichtliches
Seit Beginn der Menschheit wurden schätzungsweise 155.000 Tonnen Gold geschürft. Im Alten Ägypten war Gold ein unerlässliches Zeichen für Reichtum und Verbindung der Pharaonen zu den Göttern. Das Gold spielte nicht nur als Schmuck eine große Rolle, sondern vor allem in den Grabbeigaben wurden den ägyptischen Regenten wertvolle Gegenstände für ihr Leben im Jenseits mitgegeben. So fanden die Archäologen um Howard Carter bei der Öffnung des Grabes von Pharao Tutanchamun nicht nur einen goldenen Thron, sondern auch mehrere ineinander geschachtelte Särge, von denen der innerste aus reinem Gold war, sowie die berühmte vergoldete Totenmaske.
Auch bei den Azteken spielte Gold eine wichtige Rolle, sie nannten es „Teocuitlatl“, was sich aus „teolt“ = „Gott“ und „cuitlatl“ = „Ausscheidung“ zusammensetzt. Der große Goldrausch im Amerika Mitte und Ende des 19. Jahrhunderts fand sich sogar in den Comics um Dagobert Duck wieder, der seine erste Million Kreuzer am (real existierenden) Goldgräberfluss Klondike machte.
Die größten Goldmengen sind folgendermaßen verteilt (Schätzung 2007):| 79.000 Tonnen (51 %) | sind in Schmuck verarbeitet |
| 28.600 Tonnen (18 %) | gehören Zentralbanken und anderen Währungsinstitutionen |
| 25.000 Tonnen (16 %) | sind in Privatbesitz (in Form von Barren und Münzen) |
| 18.000 Tonnen (12 %) | sind in Kunstgegenständen verarbeitet |
Die größten Goldbesitzer sind:
| USA | 8.133 Tonnen |
| Deutschland | 3.428 Tonnen |
| Internationaler Währungsfonds | 3.217 Tonnen |
| Frankreich | 2.892 Tonnen |
In Form von Goldmünzen und Goldbarren dient Gold als internationales Zahlungsmittel und wird von vielen Zentralbanken als Währungsreserve eingelagert, obwohl heute die Währungen nicht mehr durch Goldreserven gedeckt sind. Die derzeit vorhandene Goldmenge von rund 153.000 Tonnen entspräche nur einem Wert von 2,5 Billionen Euro. In Zeiten von Krisen, Inflation und Hyperinflation gilt Gold als langfristige Wertanlage. Dabei können Anleger in physisches Gold (Goldmünzen, Goldbarren) investieren oder in Wertpapiere (Zertifikate, Fonds, Exchange-traded Funds).

Die weltweit geförderte Goldmenge entspricht
einem Würfel mit 20 m Kantenlänge
Seit dem 18. Jahrhundert wird der Goldpreis in London bestimmt. Seit 1973 ist er komplett freigegeben und kann sich dem Markt anpassen. Bei einem täglichen Treffen fixieren Vertreter wichtige Banken aus Großbritannien, Deutschland, Frankreich und den USA in einer Londoner Bank den Goldpreis. Einer erneute Fixierung findet am Nachmittag statt, wenn in Amerika die Börsen öffnen. Beeinflusst werden könnte der Preis z. B. durch Zentralbanken und Goldminengesellschaften, die Reserven verliehen/verkaufen bzw. ankaufen oder die Produktion steigern bzw. drosseln. Grob gesagt bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Sinkt bei der Bevölkerung das Vertrauen in das derzeitige Geldsystem, steigt das Interesse an Investionen in Gold und der Preis steigt ebenfalls. Normalisiert sich die Lage, sinkt er wieder. Auch der Ölpreis und Kurs des US-Dollars haben einen Einfluss auf den Goldpreis, da Gold in Dollar gehandelt wird. Ist der Dollarkurs niedrig, ist es der Goldpreis in der Regel auch. Fallen in Krisenzeiten Aktien, Fonds und Immobilienwerte, steigt der Goldpreis. Ist dagegen sogar Krieg, fällt der Preis, weil die Nachfrage nachlässt und die Verarmung der Bevölkerung führt zu verstärktem Goldverkauf. Der Goldpreis wird im allgemeinen als volatil bezeichnet, denn er schwankt innerhalb kurzer Zeit beträchtlich.
In Zeiten der Krise ist der Goldpreis besonders hoch. Das zeigte sich z. B. 1980 (Krise im Iran, russischer Einmarsch in Afghanistan), als ein Rekordhoch von 850 US-Dollar je Feinunze Gold (31,103 Gramm) erreicht wurde. Danach fielen die Preise bis zu einem Tiefststand von 252,90 US-Dollar 1999, im März 2008 wurde der bisherige Rekordwert von über 1.000 US-Dollar je Unze erreicht (gleichzeitig kostete ein Barrel Öl über 110 Dollar).
Im Vergleich zu Silber und Platin spielt Gold in der technischen Produktion keine so große Rolle. Einsatzgebiete sind z. B.: Mikroelektronik (Schaltkreise, Leiterplatten, Steckverbindungen), Optik (Beschichtung von Gläsern, Optiken, Spiegeln; Laserspiegel/Satelliten), Medizin (Füll-/Ersatzmaterial für Zähne, Rheumatherapie), Raumfahrt (Schutz vor Korrosion). Viel häufigere Einsatzgebiete sind die Schmuckindustrie sowie Dekoration/Vergoldung von z. B. Bilderrahmen, Büchern, Figuren.














