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Zur Abwechslung mal: Die gute Nachricht
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Beitragvom: 27.08.2010, 20:53 Nach oben Nach unten
Silbermichel
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Ach nein,wir haben keine Wirtschafts-Bankenkrise.
Und eine absolut desaströse Staatverschuldung haben wir ja auch garniemalsgarnienicht. smilie_20
Nö alles halb so schlimm.
Der wandelnde Hosenanzug und ihre Laienschauspieltuppe wirds schon richten.
Und in Puket kann man sich prima mit in den 3 Frühling gekommenen nach Frischfleisch suchende Rentnern über die überwundene Weltwirtschaftskrise unterhalten.
Ja dann....................................alles halb so schlimm. smilie_07
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Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.
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vom: 27.08.2010, 20:53 Nach oben Nach unten
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Beitragvom: 27.08.2010, 23:12 Nach oben Nach unten
Kursprophet
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Das sehe ich ähnlich , wie Mastschweine die sich Sonntags über ne Extraportion Mastfutter freuen und dabei verdrängen welches Schicksal ihnen unweigerlich bevorsteht !
Ja ich weiß ein harter Vergleich da die Alternativen fehlen , klar letztlich muss es irgendwie weitergehen und vielleicht geht das auch noch Jahrelang so weiter denn hinten passt immer noch ne Null hinter wenns denn sein muss aber drauf wetten würde ich nicht unbedingt und genau deshalb gerne EM auch wenn die kurzfristigen Gewinne woanders gemacht werden ! Cool
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Si vis pacem para bellum
Beitragvom: 28.08.2010, 05:04 Nach oben Nach unten
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hallo.

macht euch mal keine sorgen. die umverteilung von oben nach unten wirds schon richten.

siehe hier die ersten erfolge:



reichtum für alle.....!!!

und sollte man doch bitte neben der SCHULDENUHR auch mal eine VERMÖGENSUHR anbringen.

ich glaube ,dann verliert die situation sehr schnell an dramatik.




telefon
Beitragvom: 28.08.2010, 14:23 Nach oben Nach unten
VeryDeepBlue
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Eine Vermögensuhr für das Gesamtvermögen der Deutschen? Da würde der Finanzminister Amok laufen und die Abgeltungs- und Kapitalertragssteuer und die Erbschaftssteuer erhöhen.
Waldi würde was von Schafschur schreien. Es gibt soviele wohlhabende Menschen in Deutschland, die könnten sich viel mehr kaufen, als wir an Werten haben.
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Es lebe der Euro. Er schützt die deutsche Währung vor Aufwertung.
Beitragvom: 29.08.2010, 09:28 Nach oben Nach unten
VeryDeepBlue
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Die Währungskrise verschärft sich auch nicht.

http://www.focus.de/finanzen/news/e....ungsunion_aid_546281.html
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Beitragvom: 29.08.2010, 11:15 Nach oben Nach unten
Silberschatz
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Ich kann jedem der glaubt, dass die Staatsverschuldung erstens noch in den Griff zu bekommen ist, und zweitens wahrheitsgetreu berichtet wird, diesen Artikel empfehlen (leider nur in Englisch).

Jedes Unternehmen bildet Rücklagen um erwartete zukünftige Ausgaben bezahlen zu können. Das gilt für Ersatzbeschaffung von Maschinen, über geplante Reparaturen an Gebäuden, bis hin zu Pensionsrückstellungen.

Der Staat macht das nicht. Alleine die bereits bekannten Verpflichtungen für Renten und Pensionen machen über 10 Billionen Euro für die kommenden Jahrzehnte aus. Notwendige Reparaturen an oder Ersatz von öffentlicher Infrastruktur ist da noch gar nicht eingerechnet.

Angenommen, Deutschland wolle nur die "offiziellen" Schulden in sagen wir 50 Jahren zurückzahlen, dann müsste Deutschland beim derzeit historisch niedrigen Zinssatz 50 Jahre lang jährlich ca. 50 Milliarden Euro an Tilgung und Zins an die Banken überweisen. Würde der Zins auf das Normalmaß von ca. 3% p.a. für den Staat steigen, dann wären das fast 80 Milliarden Euro jedes Jahr. Und das auch nur, wenn weder der Bund, noch die Kommunen, noch die Länder auch nur 1 Euro neuen Kredit aufnehmen würden.

Wenn wir weiter jedes Jahr wie im Durchschnitt der letzten beiden Jahrzehnte etwa 30 Milliarden Euro zusätzliche neue Schulden aufnehmen, werden wir in 50 Jahren über 12 Billionen Euro Schulden haben, für die wir im Jahr fast 400 Milliarden Euro Zinsen zahlen dürfen. Das sind über 10.000 Euro je Haushalt, die vom Nettoeinkommen dieser Haushalte zusätzlich abgezogen werden müssen. Und zwar inflationsbereinigt.

Die Alternative wäre ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von ca. 4% je Jahr. Das würde bedeuten, dass Deutschland in 50 Jahren etwa 5mal soviel produzieren würde wie heute. Bei gleichzeitig sinkender Bevölkerung, da wir kein Dritte-Welt-Land sind. Was das für die Ressourcen und das Klima der Erde bedeuten würde, zumal dies für alle anderen Industriestaaten der Erde genauso gilt, brauche ich hier glaube ich nicht auszuführen.

Dabei sind die Zahlungsverpflichtungen die nicht in den offiziellen Statistiken auftauchen, gar nicht berücksichtigt.

Last but not least: Das gilt nicht nur für Deutschland, das gilt für praktisch alle Staaten dieser Erde und deren Finanz- und Währungssysteme.

Es ist schon kein Optimismus mehr, wenn man angesichts dieser Situation glaubt, dass die großen Währungen dies überleben werden. Das ist eine Wahnvorstellung.

Bei solch einer Situation muss man sich immer fragen, wer denn davon profitiert. Es geht hier darum, dass Geld vom Steuerzahler in Form von Zinsen an diejenigen umverteilt wird, die soviel Geld haben, dass sie es nutzlos auf den Konten der Banken herumliegen lassen können. Irgendwann wird der Bogen überspannt sein und die Bevölkerung der Erde wird das einfach nicht mehr mitmachen. Bis es soweit ist, beuten die Reichen alle anderen weiter aus, und wenn es soweit ist, wird über 90% des Reichtums der Erde in den Händen von weniger als 1 Promille der Weltbevölkerung sein.

Unsere Drehschildkröte scheint das Klasse zu finden.

Rainer
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Wir sind Nero, und die Erde ist unser Rom!
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Beitragvom: 29.08.2010, 11:24 Nach oben Nach unten
Telefon
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"Jedes Unternehmen bildet Rücklagen um erwartete zukünftige Ausgaben bezahlen zu können. Das gilt für Ersatzbeschaffung von Maschinen, über geplante Reparaturen an Gebäuden, bis hin zu Pensionsrückstellungen."


huhuuuu,

es gibt einen gravierenden unterschied zwischen Rücklagen und Rückstellungen

http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCckstellungen

http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%BCcklage

uuuund der staat macht das sehrwohl, doch er hat im prinzip niemend, der ihn dafür haftbar machen kann oder kontrolliert. smilie_02

zudem brauchen wir die neuverschuldung, um im gegensatz dazu die zinseszinsen aus guthaben finanzieren zu können!

das spielchen kann sehrwohl noch lange gehn..hehe!

"drehschildkröte" findet das gut. ich auch, denn ohne dieses system hätten wir bei weitem nicht den heutigen standard.
und wenns crasht, gehts eben wieder von vorne los.
daher ist EM ja auch was für nach dem crash..... smilie_21


lg,
telefon
Beitragvom: 29.08.2010, 11:30 Nach oben Nach unten
Silberschatz
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Telefon hat Folgendes geschrieben:
zudem brauchen wir die neuverschuldung, um im gegensatz dazu die zinseszinsen aus guthaben finanzieren zu können!

Kannst du mir das bitte mal erklären?

Rainer
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Beitragvom: 29.08.2010, 11:41 Nach oben Nach unten
Telefon
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http://www.youtube.com/watch?v=ZwzNBuUJuyA&feature=related

person a hat 1000 € guthaben und bekommt 2 % zinsen

person b hat 1000 € schulden und bezahlt 6 % zinsen


person a erhält aus 6 % schuldzinsen 2 % guthabenzinsen

2 % zinsen gehen an die bank, 2 % zur tilgung der schulden.


person a erhält aber nach dem 2. jahr 1020 € plus 2 % zinsen...usw....

während person b nurnoch 880 € plus 6 % zinsen bezahlt.

somit muss eine neue verschuldung (kredit) her , um die zinsen und

zinseszinsen von person a , aufbringen und leisten zu können.

lg,
telefon
Beitragvom: 29.08.2010, 11:42 Nach oben Nach unten
VeryDeepBlue
Silber-Guru


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Silberschatz hat Folgendes geschrieben:
Ich kann jedem der glaubt, dass die Staatsverschuldung erstens noch in den Griff zu bekommen ist, und zweitens wahrheitsgetreu berichtet wird, diesen Artikel empfehlen (leider nur in Englisch).

Jedes Unternehmen bildet Rücklagen um erwartete zukünftige Ausgaben bezahlen zu können. Das gilt für Ersatzbeschaffung von Maschinen, über geplante Reparaturen an Gebäuden, bis hin zu Pensionsrückstellungen.

Der Staat macht das nicht. Alleine die bereits bekannten Verpflichtungen für Renten und Pensionen machen über 10 Billionen Euro für die kommenden Jahrzehnte aus. Notwendige Reparaturen an oder Ersatz von öffentlicher Infrastruktur ist da noch gar nicht eingerechnet.

Angenommen, Deutschland wolle nur die "offiziellen" Schulden in sagen wir 50 Jahren zurückzahlen, dann müsste Deutschland beim derzeit historisch niedrigen Zinssatz 50 Jahre lang jährlich ca. 50 Milliarden Euro an Tilgung und Zins an die Banken überweisen. Würde der Zins auf das Normalmaß von ca. 3% p.a. für den Staat steigen, dann wären das fast 80 Milliarden Euro jedes Jahr. Und das auch nur, wenn weder der Bund, noch die Kommunen, noch die Länder auch nur 1 Euro neuen Kredit aufnehmen würden.

Wenn wir weiter jedes Jahr wie im Durchschnitt der letzten beiden Jahrzehnte etwa 30 Milliarden Euro zusätzliche neue Schulden aufnehmen, werden wir in 50 Jahren über 12 Billionen Euro Schulden haben, für die wir im Jahr fast 400 Milliarden Euro Zinsen zahlen dürfen. Das sind über 10.000 Euro je Haushalt, die vom Nettoeinkommen dieser Haushalte zusätzlich abgezogen werden müssen. Und zwar inflationsbereinigt.

Die Alternative wäre ein durchschnittliches Wirtschaftswachstum von ca. 4% je Jahr. Das würde bedeuten, dass Deutschland in 50 Jahren etwa 5mal soviel produzieren würde wie heute. Bei gleichzeitig sinkender Bevölkerung, da wir kein Dritte-Welt-Land sind. Was das für die Ressourcen und das Klima der Erde bedeuten würde, zumal dies für alle anderen Industriestaaten der Erde genauso gilt, brauche ich hier glaube ich nicht auszuführen.

Dabei sind die Zahlungsverpflichtungen die nicht in den offiziellen Statistiken auftauchen, gar nicht berücksichtigt.

Last but not least: Das gilt nicht nur für Deutschland, das gilt für praktisch alle Staaten dieser Erde und deren Finanz- und Währungssysteme.

Es ist schon kein Optimismus mehr, wenn man angesichts dieser Situation glaubt, dass die großen Währungen dies überleben werden. Das ist eine Wahnvorstellung.

Bei solch einer Situation muss man sich immer fragen, wer denn davon profitiert. Es geht hier darum, dass Geld vom Steuerzahler in Form von Zinsen an diejenigen umverteilt wird, die soviel Geld haben, dass sie es nutzlos auf den Konten der Banken herumliegen lassen können. Irgendwann wird der Bogen überspannt sein und die Bevölkerung der Erde wird das einfach nicht mehr mitmachen. Bis es soweit ist, beuten die Reichen alle anderen weiter aus, und wenn es soweit ist, wird über 90% des Reichtums der Erde in den Händen von weniger als 1 Promille der Weltbevölkerung sein.

Unsere Drehschildkröte scheint das Klasse zu finden.

Rainer


@Silberschatz, die Verpflichtungen für Pensionen und Renten für die Zukunft werden durch eine Währungsreform nicht automatisch aufgehoen. Das demografische Problem bleibt bestehen.

Ich kenne nur zwei Staaten, die entsprechende Rückstellungen gebildet haben: Norwegen und Singapur. Fast alle anderen Staaten sind ver- oder überschuldet.
Daran wird eine Währungsreform auch nur kurze Zeit etwas ändern können. Das Geld wird nur zur Schuldentilgung des Staates benutzt, der danach wieder mit dem Schuldenmachen beginnen kann, denn Wahlperioden sind alle 4-5 Jahre und die nächste Währung hält 50-100 Jahre. Insofern werden bei einer Währungsreform nur die Sparer und Besitzer von Lebensversicherungspolicen geschröpft.
Der arme bleibt arm. Die Sehnsucht nach einer Währungsreform ist kurzsichtig und wird die Welt nicht verhindern.

Ich sehe auch nicht den Staates die Schulden wirklich zurückzuzahlen. Der Staat will nur das System vor dem Zusammenbruch retten.

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft in der jeder gut vorgebildete Mensch ein sechs bis siebenstelliges Jahreseinkommen erwirtschaften kann.
Dies führt auch zu Neid, der jedoch nicht als Grund dienen kann, das System ändern zu wollen.

Im Forum kann man sehr deutlich Unterschiede in den Ansichten über das System durch die jeweilige persönliche Situation feststellen.
Fünf oder sechs haben so viel Kohle, dass sie nicht wissen wohin damit. Etwa zwanzig sind nicht so mit Geld gesegnet und verständlicherweise der Ansicht es müsse sich sehr viel ändern in Deutschland. Der große Rest wird durchschnittlich bis gut verdienen, hält sich aber auch in der pessimistischen Weltsicht stark zurück.

So hat jeder seinen Hintergrund. Ich finde Deutschland klasse, weil es mir eine hervorragende Ausbildung gestattet hat und es mir excellente Verdienstmöglichkeiten bietet.
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Beitragvom: 29.08.2010, 11:46 Nach oben Nach unten
Silberschatz
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Telefon hat Folgendes geschrieben:
http://www.youtube.com/watch?v=ZwzNBuUJuyA&feature=related

person a hat 1000 € guthaben und bekommt 2 % zinsen

person b hat 1000 € schulden und bezahlt 6 % zinsen


person a erhält aus 6 % schuldzinsen 2 % guthabenzinsen

2 % zinsen gehen an die bank, 2 % zur tilgung der schulden.


person a erhält aber nach dem 2. jahr 1020 € plus 2 % zinsen...usw....

während person b nurnoch 880 € plus 6 % zinsen bezahlt.

somit muss eine neue verschuldung (kredit) her , um die zinsen und

zinseszinsen von person a , aufbringen und leisten zu können.

lg,
telefon

Ok, das meinst du.

Das ist die Begründung, warum es immer weiter Schulden geben muss, wenn das System dauerhaft funktionieren soll. Es beantwortet aber nicht die Fragen, ob das System gerecht ist oder ob so etwas überhaupt dauerhaft funktionieren kann.

Ich behaupte, es ist nicht gerecht, weil es systematisch diejenigen die bereits haben bevorzugt und diejenigen wenig haben benachteiligt.

Ich behaupte auch, dass es nicht dauerhaft funktionieren kann, weil es das Geld auf Dauer wertlos macht, da es zu einer ständig wachsenden Geldmenge führt, der kein realer Wert mehr gegenübersteht.

Rainer
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Zuletzt bearbeitet von Silberschatz am 29.08.2010, 11:57, insgesamt einmal bearbeitet
Beitragvom: 29.08.2010, 11:52 Nach oben Nach unten
Silberschatz
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VeryDeepBlue hat Folgendes geschrieben:
@Silberschatz, die Verpflichtungen für Pensionen und Renten für die Zukunft werden durch eine Währungsreform nicht automatisch aufgehoen. Das demografische Problem bleibt bestehen.

Ich kenne nur zwei Staaten, die entsprechende Rückstellungen gebildet haben: Norwegen und Singapur. Fast alle anderen Staaten sind ver- oder überschuldet.
Daran wird eine Währungsreform auch nur kurze Zeit etwas ändern können. Das Geld wird nur zur Schuldentilgung des Staates benutzt, der danach wieder mit dem Schuldenmachen beginnen kann, denn Wahlperioden sind alle 4-5 Jahre und die nächste Währung hält 50-100 Jahre. Insofern werden bei einer Währungsreform nur die Sparer und Besitzer von Lebensversicherungspolicen geschröpft.
Der arme bleibt arm. Die Sehnsucht nach einer Währungsreform ist kurzsichtig und wird die Welt nicht verhindern.

Ich weiß nicht, ob du meine anderen Beiträge in diesem Forum manchmal mitliest. Aber wenn du dies tun solltest, dann weißt du, dass auch ich keine Währungsreform will. Ich halte das Konzept "Geld" in der heutigen Zeit insgesamt für überholt und kontraproduktiv, und will es nicht reformieren, sondern durch etwas ganz anderes ersetzen.

Rainer
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Beitragvom: 29.08.2010, 11:54 Nach oben Nach unten
VeryDeepBlue
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Politik, Staaten und keine Schulden halte ich für utopisch.

Oft bricht das Geldsystem nach 50-100 Jahren zusammen. Das Geld wird irgendwann wertlos, weil wie du richtig sagst keine Werte mehr dagegen stehen. Allerdings ist eine Währungsreform schmerzhaft und deshalb ungewünscht. Genau wie der Vulkan, der ganz sicher ausbricht, aber niemand weiß wann.

Unser System ist ungerecht, aber gerechter als die kommunistischen Systeme. Ein gerechteres System ist mit unseren Politikern nicht zu machen.

Wo gibt es ein gerechteres System?
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Beitragvom: 29.08.2010, 11:57 Nach oben Nach unten
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Silberschatz hat Folgendes geschrieben:
Telefon hat Folgendes geschrieben:
http://www.youtube.com/watch?v=ZwzNBuUJuyA&feature=related

person a hat 1000 € guthaben und bekommt 2 % zinsen

person b hat 1000 € schulden und bezahlt 6 % zinsen


person a erhält aus 6 % schuldzinsen 2 % guthabenzinsen

2 % zinsen gehen an die bank, 2 % zur tilgung der schulden.


person a erhält aber nach dem 2. jahr 1020 € plus 2 % zinsen...usw....

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somit muss eine neue verschuldung (kredit) her , um die zinsen und

zinseszinsen von person a , aufbringen und leisten zu können.

lg,
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Ok, das meinst du.

Das ist die Begründung, warum es immer weiter Schulden geben muss, wenn das System dauerhaft funktionieren soll. Es beantwortet aber nicht die Fragen, ob das System gerecht ist oder ob so etwas überhaupt dauerhaft funktionieren kann.

Ich behaupte, es ist nicht gerecht, weil es systematisch diejenigen die bereits haben bevorzugt und diejenigen nicht wenig haben benachteiligt.

Ich behaupte auch, dass es nicht dauerhaft funktionieren kann, weil es das Geld auf Dauer wertlos macht, da es zu einer ständig wachsenden Geldmenge führt, der kein realer Wert mehr gegenübersteht.

Rainer



rainer,

ich weiß was gerecht und/oder ungerecht ist. jedoch entscheidend ist der berühmte blickwinkel. smilie_16

"drehschildkröte" hat es oben bereits erwähnt: die chancen sind gut...viel besser als in vielen anderen ländern der welt!

der reale wert der güter wächst eben deshalb , da die geldmenge ansteigt.
siehe auto....ein mittelklasse wagen kostet heute locker 40000€ vor 20 jahren 20000 mark!!....ok?

du kannst nicht diejenigen bestrafen, für fleiß, harte arbeit und sparsamkeit....vergiß es einfach.
(lieber alleine reich als gemeinsam arm)

lg,
telefon
Beitragvom: 29.08.2010, 12:00 Nach oben Nach unten
Silberschatz
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Telefon hat Folgendes geschrieben:
der reale wert der güter wächst eben deshalb , da die geldmenge ansteigt.
siehe auto....ein mittelklasse wagen kostet heute locker 40000€ vor 20 jahren 20000 mark!!....ok?

Du verwechselst hier Wert mit Preis. Ein Mittelklassewagen war vor 20 Jahren genauso viel wert wie heute. Er ist heute nur teurer.

Tatsächlich illustriert dies die faktische Entwertung des Geldes.

Rainer
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