|
|
|
|
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
|
|
Schwerreich
10 Unzen Mitglied
Anmeldedatum: 31.03.2010
Beiträge: 213
Geschlecht:  Beruf: Dipl. Wohnort: Grossraum Europa
|
Heute Morgen ist ein Artikel erschienen, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Meiner Meinung nach der beste in diesem Monat!
http://www.ftd.de/politik/konjunktu....s_feed&utm_campaign=/
-Thorsten Polleit, Chefvolkswirt von Barclays Capital, setzt sich in seinem neuen Buch "Geldreform" für den Rückzug des Staates aus dem Geldwesen ein. Er fordert ein Zahlungsmittel, das mit Gold oder anderen Sachwerten unterlegt ist.-
Er hat sogar ein Argument gegen die Gegner dieses neuen Geldes: "Es wird weiterhin Online Konten, Kreditkarten geben etc. -> "Das neue Geld lässt sich ebenfalls digitalisieren!" Nicht schlecht! |
|
|
|
Anzeigen
|
|
|
|
ESP
500 g Barren Mitglied

Anmeldedatum: 16.03.2010
Beiträge: 556
Geschlecht:  Beruf: Guitar Hero
|
Sehr interessant zu lesen, aber nicht wirklich viel Neues...
http://www.silber.de/forum/schweden....eld-abschaffen-t3785.html
Hier im Forum wird schon lange über die zukünftige Abschaffung des Bargeldes diskutiert. Und dass unser Fiat schlecht ist, dürfte auch hinlänglich bekannt sein, oder ist das jetzt auf einmal neu?
 _________________ IN GOLD WE TRUST |
|
|
|
Fellmann
10 Unzen Mitglied

Anmeldedatum: 13.07.2010
Beiträge: 175
Beruf: Fellmann Wohnort: Deutschland
|
Naja, er hat ja mit vielem Recht. Mit einem liegt er jedoch völlig daneben und weiß das mit seinem Background auch.
Er tut so, als ob die Geldschöpfung in staatlichen Händen liegt und dies unbedingt in private Hände gehört, um unkontrolliertes Gelddrucken zu verhindern. Genau anders herum ist dies heute aber der Fall. Die Geldschöpfung liegt defacto in privaten Händen, da die Notenbacken (FED, etc.) NICHT unter staatlicher Kontrolle liegen, sondern selbst wiederum private Banken als Gesellschafter haben. Daher handeln sie ausschließlich in deren Interesse. Der Staat hat keine Gewalt über diese Institutionen. Und genau das ist der Grund des Übels. Die Geldschöpfung gehört zwingend in die Hände des Volkes, also des Staates. Nur so ist es kontrollierbar. Nur so ist gewährleistet, dass dieses elende Verschuldung auf Kosten der Bürger und zu Gunsten einiger Weniger endlich aufhört. |
|
|
|
svcd
500 g Barren Mitglied

Anmeldedatum: 10.10.2008
Beiträge: 706
|
Naja, also die Geldschöpfung in den Händen des Volkes wäre wohl prinzipiell besser als bei einer privaten FED oder den Zentralbanken.
Aber in den Händen der Regierung ... Ob das wirklich besser wäre als bei der FED bzw. den Zentralbanken. Ich habe da meine Zweifel.
Ich denke die Staatsausgaben würden noch schneller wachsen und Geld würde noch schneller an Wert verlieren wenn die Regierungen Geld einfach nach Bedarf selbst produzieren könnten und es zum Erhalt der eigenen Macht ausgeben könnten.
Wer soll überhaupt Geld schöpfen können und wie stellt man sicher dass diese Macht nicht Missbraucht sondern zum Wohle der Allgemeinheit eingesetzt wird?
Warum überhaupt eine Geldschöpfung per Kredit?
Wenn man ein EM oder Rohstoff gedeckte Währung hätte, was wäre so schlecht daran.
"Man kann die Geldmenge nicht genügend ausweiten und das würde das Wachstum hemmen weil es deutlich weniger Kredit gibt."
Sagen zumindest die Banken und einige Wirtschaftswissenschaftler.
Ich würde da entgegen halten das es für normalsterbliche Einzelpersonen und kleine Unternehmen de Facto doch aktuell schon so ist.
Wenn man einen Kredit von der Bank bekommen möchte muss man eine gleichwertige Sicherheit hinterlegen. Kann der Kredit nicht bedient werden wird die Sicherheit übereignet und entsprechend verwertet. Ist es unfair zu verlangen, dass die Bank die den Kredit gewährt das Geld das sie als Kredit vergibt auch tatsächlich vorher besitzen muss und für die Dauer des Kredites tatsächlich nicht mehr hat ?
Das ging doch über viele Jahrhunderte so und die Menscheit hat sich dennoch weiter entwickelt. Wer etwas verleiht muss das was er verleiht vorher haben und verzichtet für die Verleihdauer auf die eigene Nutzung. (Sagt der gesunde Menschenverstand).
Das die Wirtschaft nur funktioniert wenn die Banken Geld verleihen was vorher nicht exisitiert sagen die Banken.
Ich traue da eher meinem Menschenverstand.
Warum nicht eine Geldschöpfung durch soziale Ausgaben des Staates? Arbeitslosen und Sozialhilfe wird mit neu geschöpften Geld bezahlt. So wächst die Geldmenge kontinuierlich um die Gelder die man unten im System bei den armen Leuten einspeist. Jedes ausgegebene neue Geld kommt auch tatsächlich direkt in den Wirtschaftskreislauf. (und nicht wie aktuell in das Monopoli des Großkapitals)
Die Gelder der Reichen würden damit langfristig automatisch über Inflation entwertet.
Geldschöpfung per Kredit (so wie es aktuell ist) führt doch immer zu einer Vermögensverteilung von unten nach oben. Die Leute die über eine bestimmte Menge Kapital verfügen bekommen via Zins automatisch immer mehr und können irgendwann die angehäuften Geldmengen nicht mehr sinnvoll in Umlauf bringen.
Das führt zu Blasenbildung und letztlich immer zum Kollaps des Systems.
Die Leute die ohnehin nichts haben und Geld benötigen müssen für die Leute die von ihrem Vermögen leben mitarbeiten. Leute ohne eigenes Einkommen aus eigener Arbeit sind auf Almosen vom Staat angewiesen.
Hier wird gerade soviel gezahlt damit die breite Masse nicht revoltiert.
Das System beabsichtigt nicht gerecht oder fair zu sein sondern den Status Quo zu erhalten. Das ist ein Fakt den man sehen muss. Es existiert kein Fehler im Fiat-Geldsystem. Es ist absichtlich so konstruiert und die Vorteile des Systems bevorteilt die Leute die das System unterstützen und für "Alternativlos" halten. |
|
|
|
Fellmann
10 Unzen Mitglied

Anmeldedatum: 13.07.2010
Beiträge: 175
Beruf: Fellmann Wohnort: Deutschland
|
mit deine Aussagen hast du völlig Recht.
Das Recht zur Geldschöpfung darf nicht in private Hände. Wer es schöpfen soll ist eine andere Frage. Deine Idee dazu finde ich nicht schlecht.
Herr Thorsten Polleit behauptet jedoch das Gegenteil und verpackt dies in wohlklingende Forderungen. Er ist anscheinend auch nichts weiter als eine Figur die nur scheinbar von unten herauf zu den Machthabenden spricht. Das ist jedoch nicht so. |
|
|
|
Silberschatz
500 g Barren Mitglied

Anmeldedatum: 02.06.2010
Beiträge: 767
Geschlecht:  Wohnort: Region Hannover
|
Das Problem der Hinterlegung des Geldes mit Edelmetall hat zwei Nachteile:
1. Wer das Edelmetall hat, hat das Geld. Wer Edelmetall fördern kann, kann Geld entstehen lassen. Umgekehrt heißt das, wer kein Edelmetall fördern kann, muss arbeiten um dies von den Förderländern bekommen zu können. Dies ist vor allem deshalb problematisch, weil
2. es nicht genug Edelmetall gibt, um diesen Austausch fair zu gestalten. Für eine Stunde Arbeit zur Förderung von Edelmetall werden die anderen daher hunderte oder tausende Stunden arbeiten müssen, um im Tausch das Ergebnis von einer Stunde Edelmetallförderung erhalten zu können. Die existierenden etwa 150.000 Tonnen Gold und 100.000 Tonnen Silber auf der Welt würden gerade mal ausreichen, um jedem Erdenbürger etwa 20 Gramm Gold und 15 Gramm Silber zu geben. Für Schmuck und Industrie würde dann aber auch nichts mehr übrig bleiben, Edelmetalldeckung funktioniert also schon alleine wegen der zu geringen Mengen nicht.
Wenn also Edelmetall als Deckung für eine Weltwährung nicht funktioniert, brauchen wir etwas, dass ebenso wenig und beliebig vermehrbar und manipulierbar ist wie Edelmetall, aber gleichzeitig in großen Mengen zur Verfügung steht. Wie bekannt, ist mein Vorschlag hier Zeit. Geld entsteht dabei durch Arbeit. Dies ist faktisch dann die Extremversion der Geldschöpfung in nichtstaatlicher, privater Hand.
Rainer _________________ Wir sind Nero, und die Erde ist unser Rom!
---
6mal erfolgreich gehandelt mit 6 Forenmitgliedern |
|
|
|
Rompeprop
Silber-Guru
Anmeldedatum: 15.04.2009
Beiträge: 3612
|
| Silberschatz hat Folgendes geschrieben: |
Das Problem der Hinterlegung des Geldes mit Edelmetall hat zwei Nachteile:
1. Wer das Edelmetall hat, hat das Geld. Wer Edelmetall fördern kann, kann Geld entstehen lassen. Umgekehrt heißt das, wer kein Edelmetall fördern kann, muss arbeiten um dies von den Förderländern bekommen zu können. Dies ist vor allem deshalb problematisch, weil
2. es nicht genug Edelmetall gibt, um diesen Austausch fair zu gestalten. Rainer |
Ist das mit dem Erdöl heute anders??? |
|
|
|
999.9
Moderator

Anmeldedatum: 21.04.2008
Beiträge: 7608
Geschlecht:  Beruf: BKfm, Online-Redakteur Wohnort: Rheinland
|
Und da WIR Edelmetalle haben wäre es gut.
Ach, was ist das Leben manchmal einfach.
 _________________ Nichts hasst der im Denken geschulte mehr als die Negation der Logik.
Eine Unze bleibt eine Unze bleibt eine Unze! Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein! |
|
|
|
Fellmann
10 Unzen Mitglied

Anmeldedatum: 13.07.2010
Beiträge: 175
Beruf: Fellmann Wohnort: Deutschland
|
|
|
|
Silberschatz
500 g Barren Mitglied

Anmeldedatum: 02.06.2010
Beiträge: 767
Geschlecht:  Wohnort: Region Hannover
|
| Rompeprop hat Folgendes geschrieben: |
| Ist das mit dem Erdöl heute anders??? |
Nein. Auch nicht mit den seltenen Erden, was die Chinesen haben. Oder mit Lithium, was in Bolivien liegt. Oder Phosphate, die wir für den Kunstdünger brauchen, die in 6 der ca. 200 Länder der Erde gefördert werden. Oder, oder ...
Rainer _________________ Wir sind Nero, und die Erde ist unser Rom!
---
6mal erfolgreich gehandelt mit 6 Forenmitgliedern |
|
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
|
|
|
|
|