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Staatsbanken strafbar? Pflicht für Vollbeschäftigung?
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Sollten Staatsbanken - insbesondere Landesbanken, KfW, Förderbanken - zur Finanzierung von Arbeit für Alle gezwungen werden, statt unser Steuerzahlergeld im weltweiten Finanzkasino zu verbrennen oder zum Reichermachen von Reichen zu verwenden?
Ja, mit allen Mitteln zwingen.
42%
 42%  [ 6 ]
Ja, sollten gezwungen werden, aber ist ein hoffnungsloser Fall.
14%
 14%  [ 2 ]
Nein, sind dafür nicht vorgesehen.
7%
 7%  [ 1 ]
Nein, sind mit Wirtschaft überfordert - nur Schließen hilft.
7%
 7%  [ 1 ]
Habe andere Meinung, finde mich in keiner der Antworten wieder.
14%
 14%  [ 2 ]
Habe keine Meinung hierzu.
14%
 14%  [ 2 ]
Stimmen insgesamt : 14

Beitragvom: 26.10.2009, 01:28 Nach oben Nach unten
MiriamAZ
Newcomer


Anmeldedatum: 08.10.2008
Beiträge: 4
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A. Leitsätze vorab:

A.1. Verpasste Gelegenheit für Vollbeschäftigung:
Das Geld, das Staatsbanken im Weltweit-Kasino seit 2005 verbrannt haben, hätte genügt, für alle arbeitsgeeigneten deutschen Arbeitslosen einen Arbeitsplatz entstehen zu lassen.

A.2. Die wahre Arbeitslosigkeit liegt bei etwa 30 %
(nicht normal Arbeitende / Vergütete in Relation zur Gesamtzahl der Arbeitsgeeigneten im Land). Ob man die Statistikmängel als legal, gerade noch erlaubt oder strafbar oder kriminell bezeichnet, bleibe der Emotionalität eines jeweiligen Stammtischredners überlassen. Im Forum sind wir zivilisiert - ich belasse es also bei der berichtenden Kommunikation des unvorstellbaren Faktums.

A.3. Arbeit für alle denkbar? Ja, natürlich.
Wer nicht begreift, wieso, sollte erst einmal ein paar 100 Bücher über Volkswirtschaftslehre in sein Gehirn integrieren, bevor er sich als Lehrmeister aufspielt und den groben Stammtisch-Unfug der angeblich fehlenden Arbeit verbreitet. Leider gibt es sogar studierte Ökonomen, die zuweilen mit diesem groben Unfug eine bedauerliche Medienresonanz erlangen - und möglicherweise eine finanzielle Karriere beim Sozialbusiness, der moralische Legitimation braucht für seine Gewinnmaximierung dank 1-Euro-Jobber u.a.m..

A.4. Ist die neue Regierung auf dem richtigen Weg für Vollbeschäftigung?
Es zeichnet sich bisher absolut nichts ab, dass/wie die neue Regierung die Soziale Marktwirtschaft - und also Vollbeschäftigung - wiederherstellen würde. Alles geht einstweilen, wie die Koalitionsabkommen zeigen, weiter mit dem bisherigen Schlendrian des Staatsruins durch Umverteilung statt Aufbau.
Abstrakt formuliert: Die Niedergangs-Elemente der Politik überwiegen extrem die gewissen positiven Elemente; Summa summarum geht es mit Deutschland demnach auch in den nächsten 4 Jahren abwärts, sofern die Bürger nicht aktiv werden, mehr Politik-Intelligenz zu erzwingen.

A.4. Welche Schuld liegt bei den Staatsbanken vor?
Eigentlich Schuldige sind die Staatsbanken. Diese haben alle in irgendeiner Form in Satzungen und Reglungen verankert, dass sie dem allgemeinen Interesse verpflichtet sind - statt Steuergeld im Weltweit-Kasino zu verbrennen.
Allgemeines Interesse heißt: Arbeit für alle, also Vollbeschäftigung. Denn die meisten anderen Fehlentwicklungen im Land würden sich bei Vollbeschäftigung automatisch regeln (Renten, Gesundheitskassen, Pflegeversicherung, Integration der Migranten, Rechtsextremismus / Linksextremismus der Ausgesperrten der Gesellschaft, Demografie).
Arbeit für alle kann nur entstehen, wenn die für Wirtschafts- und Innovations- und Arbeitsförderung bestimmten gewaltigen Summen endllich und wirklich bei den Richtigen ankommen: Also bei innovationswilligen geeigneten Ingenieuren und Betriebswirtschaftlern persönlich für Neugründungen.
Die Staatsbanken verbreiten aus egoistischen Gründen über die Medien, dies wäre der Fall. In Wahrheit - das zeigt ein Blick in Bilanzen, Geschäftsberichte und Werbung - geht praktisch alles Fördergeld an Multi-Millionäre, die auf diese Weise zu Multi-Multi-Millionären gemacht werden.
Für Geldvergabe an Arbeitsplatzschaffer im innovativen Sektoren sind die Vergabebürokratien viel zu bürokratisch, unqualifiziert, überfordert, irrational. Über "Hausbankauflage" und "gesicherte Gesamtfinanzierung" ist gewährleistet, dass Geld so gut wie nie an die optimal Richtigen geht.
Vetternwirtschaft und Korruption als Folge hieraus wird von allen natürlich energisch bestritten - gibt es also nicht, Punkt.

B.1. Welche Lösung? - Das Vox7.com / LIBRA- Modell?
Es gibt gegenwärtig wohl nur einen einzigen Ansatz für Vollbeschäftigung, der relativ kohärent ist und fest in der Sozialen Marktwirtschaft verankert ist:
Das LIBRA-Konzept: http://vox7.com
Wie Insider wissen, stammt es von einem einstigen Studenten des Schöpfers des Konzeptes der Sozialen Marktwirtschaft (Professor Müller-Armack, Universität Köln, dessen Konzept entstanden 1944-1947).

B.2. Diese Lösung gibt den Staatsbanken die zentrale Rolle:
Mit dem Steuerzahlergeld nicht mehr Multi-Millionäre in Multi-Multi-Millionäre zu verwandeln; sondern es im Rahmen eines "Nationalen Vertrages" zu vergeben Zug um Zug mit der Schaffung von Arbeitsplätzen, die andernfalls nicht entstanden wären - insbesondere unmittelbar an innovative Ingenieursgründer, innovative Unternehmer-Personen.
Schwerpunkt wirtschaftschwache Regionen ohne genug Arbeit vor Ort - also östliche Bundesländer, aber auch im Westen, überall, wo es schlicht und einfach an Arbeit fehlt.
Statt Geld für Umverteilung an die Nichtarbeitenden also nur noch Geld für echte selber arbeitende engagierte Eigen-Unternehmer oder auch entsprechend orientierte wachsende bestehende Unternehmen, um eben diese Nichtarbeitenden mit ortsnaher Arbeit zu versorgen.

B.3. Wie ist dies Bankenverhalten durch Bürger erzwingbar?
Da die Weichenstellung der Politik für Vollbeschäftigung sicherlich nicht eingeleitet ist, müssen die den fortdauernden Niedergang durch Steuern finanzierenden Bürger versuchen, Vernunft zu erzwingen.
Eine interessante Möglichkeit wäre, alle an eventuellen Straftaten der Staatsbanken mitwirkenden Politiker - Aufseher von Landesbanken, Bankenaufsicht u.a.m. - mit der Frage der Strafbarkeit zu konfrontieren unter Verweis auf den unterlassenen öffentlichen Auftrag.

B.4. Deutschland auf dem Weg zum Banken-Sozialismus.
Was nur wenige bedenken: Deutschlands Bankwesen ist statistisch gesehen wohl bereits mehrheitlich Staatswirtschaft. Nach Wegfall von HRE und Dresdner Bank und EU-erzwungenem Rückbau der Commerzbank auf wohl ein Fünftel der Deutschen Bank ist, glaube ich, der Privatanteil nur noch vielleicht 20 %, wenn man einmal das Internationalgeschäft der Deutschen Bank ausklammert. Genau gerechnet habe ich das nicht. Ich wollte nur sagen, selten ist dem Sozialismus - im Sinn von Staatswirtschaft - derart viel zugewachsen wie in den 12 Monaten der Regierung von Merkel & Steinbrück, alle beide verbaliter wohl engagierte Gegner des Sozialismus.
Wenn der Staat das Bankwesen also durch die Hintertür ent-privatisiert, so wächst ihm erst recht die volle Verantwortung für die Massenarbeitslosigkeit zu. Denn wer sonst - außer den Banken - könnte einige Millionen Arbeitsplätze finanzieren?

C.1. Nun wäre die Diskussion für Deutschlands Zukunft auf das eingekreist, was der Kern der Sache ist:
Wie können die Bürger die Staatsbanken - und mit ihnen die Politiker - dazu zwingen, endlich ihren Job zu machen für mehr Arbeit?


Müssen wir Bürger zum letzten Mittel greifen, nämlich einige 100 Straftaten (so meine Meinung und Schätzung) der Staatsbanken und der Aufsicht endlich zur Verfolgung zu zwingen?
Gibt es keine besseren Mittel für mehr Vernunft?
Ich bin rat-los oder jedenfalls rat-arm.

C.2. Deshalb die Diskussionsfrage an die Teilnehmer des Forums: Welche sonstigen friedlicheren Mittel haben wir Bürger vielleicht, zu erzwingen, dass Landesbanken, Förderbanken, Sparkassen in Kooperation mit Politikern und unternehmerischen Experten Deutschland wieder in Schwung bringen?

Statt ihr Geld - also das der Steuerzahler - teils schon wieder in komischen Finanzkonstruktionen zu versenken, wie eine Lektüre der Finanzpresse tagtäglich belegt.

Argumente abgeleitet aus ...? Die Quellen meines legalen Diebstahls lauten:
Sie finden die abstrakte Erörterung auf: http://vox7.com
Analoges populär formuliert auf der Photostory-Site: http://aha7.com

C.3. Kurz gesagt, wie können wir Steuerzahler unsere Politiker zwingen, unser Steuergeld nicht mehr als Lohn für Nichtarbeit zu verbrennen, sondern als Anlauf-Finanzierung für mehr Wirtschaft und mehr Arbeit?
vom: 26.10.2009, 01:28 Nach oben Nach unten
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Beitragvom: 26.10.2009, 08:58 Nach oben Nach unten
FAKTOR 0
500 g Barren Mitglied


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Die Frage ist aber immer wieder:

wer oder was soll denn die zusätzlichen Waren und Dienstleistungen nachfragen??

Ich brauch weder ein Kindel noch einen neuen PC pro Jahr, noch immer die neuste Mode........

Dieses volkswirtschaftliche Theorem der steigenden Nachfrage bei steigenden Einkommen ist Bullshit
_________________
Gold ist was für Pessimisten

SILBER das Metall der OPTIMISTEN

getauscht mit: Valentin, Tazwild, Bankster, Silberhunter
Beitragvom: 26.10.2009, 10:31 Nach oben Nach unten
argentum99
500 g Barren Mitglied


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Hallo MiriamAZ,


es gibt keine friedlichen Mittel, die Banken dazu zu zwingen, die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen, leider.


Die Zocken doch schon wieder als wäre vorher nichts gewesen.
Unternehmen, die dringend Kredite benötigen, bekommen keine und gehen kaputt. Unsere Politiker schauen nur zu.
Und warum? Weil sie mit den Banken unter einer Decke stecken.

Eine Lösung wäre das die KFW direkt Kredite an Unternehmen vergeben kann, mit Hilfe unabhängiger Finanzsachverständiger. Und nicht den Banken die Entscheidungen überlässt. Den Banken sind doch die Unternehmen scheiß egal.

Wenn ich da Angie Merkel höre, mit ihrem Wachstum! smilie_40 smilie_43
Was sollen die Leute denn noch kaufen? Wir haben doch alles zum Leben.
Das einzige Wachstum, das sie bekommt, findet in ihrem Garten statt.
Die Finanzkrise und die Probleme Deutschlands, sind nicht durch Wachstum zu lösen.


Gruß argentum99
_________________
"Die Schädlicheit des Bankenkartells (wird) durch die Tatsache ermöglicht,
Geld praktisch aus dem Nichts heraus zu schaffen. Es vernichtet unsere Kaufkraft durch die versteckte Steuer, die man Inflation nennt."

G. Edward Griffin
"Die Kreatur von Jekyll Island"
Beitragvom: 26.10.2009, 13:46 Nach oben Nach unten
Der Bär
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Ähm ... in einem hochentwickelten Industriestaat sollte es eigentlich das vorrangige Ziel sein, dass nur noch wenige arbeiten müssen.
Die "Erschaffung" von Arbeitsplätzen ist wirtschaftlich eher Unfug.

Nix für Ungut - aber darüber werden sich die Gelehrten wohl noch ewig streiten.
_________________
Ich weiß letztlich auch nur, was ich glaube zu wissen.
Eto ... watashi wa baka desu, ne. Honto ni!
Beitragvom: 26.10.2009, 22:47 Nach oben Nach unten
Stratos
5 Unzen Mitglied


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Bis weit in die 80er (wenn ich mich recht entsinne) wurde der steigenden Arbeitslosigkeit aufgrund von Automatisierung mit geringerer Wochenarbeitszeit entgegengewirkt. Wir produzierten ja genug, und ein Teil des Überschusses ging eben in Reisen. smilie_01

Heute kommen die Überschüsse den Großkonzernen zugute und die Gelder werden spekulativ angelegt ... äh profitabel investiert. smilie_08

Meine spontane Meinung (nicht unbedingt zu Ende gedacht):
Von den Arbeitslosen ist bestimmt ein großer Anteil weder faul noch dumm (zumindest nicht wesentlich dümmer oder fauler als der Rest), also kann man Sie beschäftigen, im Gegenzug wird die Arbeitszeit gesenkt (die Arbeit wird nur gleicher verteilt). Zum finanziellen Ausgleich wird ein Bürgergeld gezahlt, das aus Exportsteuern und Anhebung des Spitzensteuersatzes (>50%) finanziert wird.
Die übrigen Faulen oder Dummen werden wir schon durchfüttern ... bis sie eine Tätigkeit gefunden haben, die sie interessiert.

@Bär: Es sollten nicht weniger (für den Rest) arbeiten, sondern Alle weniger Zeit arbeiten...also die Schaffung von möglichst lebensfreundlichen Arbeitsplätzen.
Ich glaube langfristig würde sogar die Produktivität steigen, weil Menschen ohne Druck und in entspannter Umgebung viel kreativer sind und neue interessante Dinge entwickeln (OK,OK, die Superhirne in den "Entwicklungsabteilungen" der Banken sind definitiv kreativ)
Beitragvom: 27.10.2009, 12:25 Nach oben Nach unten
Gast





Der Bär hat Folgendes geschrieben:
Ähm ... in einem hochentwickelten Industriestaat sollte es eigentlich das vorrangige Ziel sein, dass nur noch wenige arbeiten müssen.
Die "Erschaffung" von Arbeitsplätzen ist wirtschaftlich eher Unfug.


genau dieser Meinung schließe ich mich an.
Vorrangiges Ziel eines hochentwickelten Staates sollte doch Arbeitslosigkeit sein.

und jetzt kommt mit dem Hammer und haut auf mich

smilie_01
Beitragvom: 27.10.2009, 17:34 Nach oben Nach unten
MiriamAZ
Newcomer


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Beiträge: 4
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Die Umfrage hatte ich "einfach so" hinzugefügt, also nicht optimal forumliert.

Nun sehe ich, dass sie trotz der zu raschen Formulierung eine Aussagekraft für das Meinungsspektrum der Bürger gewinnt. Ich freue mich also über viel Teilnahme an der Umfrage.

Erlangt die Umfrage eine für Statistik nötige Minimalmenge, sagen wir, 50 oder mehr Abstimmer, so soll dies Meinungsspektrum in einer Pressemitteilung allen Redaktionen in Deutschland mitgeteilt werden, natürlich unter Klarstellung der methodischen Grenzen der Aussagekraft.

Die ersten Beiträge in diesem Diskussionsstrang habe ich gelesen. Interessant, wie die Meinungen sich auffächern. Bin gespannt auf die Fortsetzung.
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