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Potentieller Deflationsschock
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Beitragvom: 21.11.2011, 01:48 Nach oben Nach unten
Bergerbilder
Newcomer


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Man hat ja schon öfter gehört dass vor der wahrscheinlich eintreffenden Hyperinflation sehr gut noch ein Deflationsschock kommen könnte, wodurch Silber und Gold im Preis sinken würden. Logischerweise könnte man also einiges an Fiat bis dahin sparen und zu diesem Zeitpunkt nochmal günstig nachkaufen.
Was ich mich Frage: Wäre es dann nicht möglich dass auf Grund der viel zu großen Nachfrage einfach gar nicht mehr geliefert werden kann und man sich dadurch verkalkuliert hat, da man einfach nicht mehr die Möglichkeit hat sich noch schnell einzudecken?
vom: 21.11.2011, 01:48 Nach oben Nach unten
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Beitragvom: 21.11.2011, 02:01 Nach oben Nach unten
mike_2210
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wer auf deflation wartet viel spaß...

ich sehe das ganze so:
zeitlich lässt es sich schwer einschätzen bis gar nicht einschätzen, WANN eine deflation wovon auch em betroffen ist kommt, wenn sie denn überhaupt kommt. es ist gut möglich, dass man 2 jahre wartet, sich der goldpreis bis dahin verdoppelt hat, um dann in der deflation nochmal um 30% zurückzugehen.
ich kaufe nach und nach immer mal was dazu und konnte so rückblickend einen guten schnitt erzielen. noch dazu hab ich bauchschmerzen wenn ich meiner bank zu viel kohle anvertraue auch wenns nur auf dem konto liegen würde...

das risiko dass die nachfrage gigantisch sein wird kann durchaus eintreten, dass es lieferengpässe geben könnte wäre auch denkbar, aber wie wahrscheinlich es ist, kann ich nicht absehen.

daher meine vorgehensweise, kaufen, denn was man hat hat man

möglich wäre es auch, dass sich der physische preis in der phase vom spot preis abkoppelt. beim 1-unzen lunar II silber drachen haben denk ich sich viele auch verkalkuliert. soll heißen das angebot war zwar da, aber zu einem hohen preis. die differenz sprich gewinn haben sich die händler eingesackt. wäre es nicht in einer deflation auch denkbar, dass die händler bei starker nachfrage nicht auch den preis relativ oben halten können?
Beitragvom: 21.11.2011, 03:24 Nach oben Nach unten
dr.-hasenbein
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Muss ein deflationärer Schock in D zwangsläufig zu fallenden EM Preisen führen ? Wie warscheinlich ist das AG und AU an Börse in Asien und Ami-land trotzdem zu den Preisen wie vorher geführt wird, wenn in D kurzfristig die Preise für Artikel die nicht der Werthaftigkeit (im Sinne eines Anlagegutes) dienen, fallen.... ???
Beitragvom: 21.11.2011, 08:53 Nach oben Nach unten
bestone
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Wenn der deflationäre Schock (wenn man das so nennen kann) kommt, wovon ich ausgehe, dann hat das nicht nur was mit Deutschland zu tun. Die anderen EU Länder sollte das härter treffen als uns. China und Restasien werden das auch bei Ihren Exporten zu spüren bekommen.

Ich hoffe das sich das ähnlich abspielt wie Ende 2008/Anfang 2009, alle Preise und Werte rauschen kurzfristig in die Tiefe (siehe besonders das Erdöl damals) um sich dann relativ schnell auch wieder zu erholen.

Ich für mich habe jedenfalls Papierzettel gehortet und werde kurzfristig noch weitere ansparen. Meinen EM- Bestand erhöhe ich auf jeden Fall jetzt noch nicht.

Trotzdem muss ich gestehen das auch ein langfrisitiges kontinuierliches ansparen von EM sicherlich sinn macht.
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Viele Grüße
bestone
Beitragvom: 21.11.2011, 10:25 Nach oben Nach unten
Finerus
Moderator


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Das Auftreten eines deflationären Schocks als monetäres Phänomen ist an gewisse Voraussetzungen gebunden. Im Jahr 2008 hatten wir die Zeit für solch einen Schock nicht nur reif, wir hatten mit der Lehman-Pleite auch einen wirksamen Auslöser. Im Vorfeld war die Weltwirtschaft (auf Pump) extrem heißgelaufen, die Produktionskapazitäten befanden sich am Anschlag, die EZB hatte gerade den Leitzins erhöht: in dieser kritischen Phase ging Lehman genau zum ungünstigsten Zeitpunkt pleite. Die Auswirkungen waren extreme Liquiditätsengpässe der Banken, Preisstürze in allen Bereichen, egal ob Immobilien, Industriegüter, Verbrauchsgüter, Edelmetalle oder Währungen außerhalb des Dollar. Die Anleger flüchteten sich in US-Staatsanleihen, den vermeintlich sicheren Hafen.

Die heutige Situation ist jedoch eine ganz andere. Die Notenbanken sind gewillt und konkret darauf vorbereitet, den Banken unbegrenzte Liquidität zur Verfügung zu stellen. Die Anleger halten Staatsanleihen nicht länger für risikolose Anlagen, bevorzugen zunehmend Anleihen solider Unternehmen sowie Sachwerte. Die Industrie agiert ebenfalls höchst vorsichtig, ist insbesondere bemüht, nicht wieder Überkapazitäten aufzubauen, die im Fall einer Krise schnell zum existenzbedrohenden Ballast mutieren können. Immobilienanleger betrachten ihre Liegenschaften nicht länger als die totsicheren Verdoppler innerhalb von 10 Jahren, sondern als reine Wertsicherung. Insgesamt kann festgestellt werden, daß zumindest die Nichtbanken, also Unternehmen und Privatanleger, vorsichtiger kalkulieren müssen und inzwischen auch deutlich höhere Eigenkapitalquoten erfüllen. Die Banken passen sich diesen neuen Spielregeln ebenfalls langsam an.

Man mag den Eindruck gewinnen, die Krisenstimmung sei diegleich wie 2008. Die Rahmenbedingungen unterscheiden sich aber grundlegend. Das heißt natürlich nicht, daß damit ein deflationärer Schock ausgeschlossen wäre. Die Wahrscheinlichkeit, daß solch ein Schock ähnlich stark wie im Jahr der Lehman-Pleite ausfallen könnte, könnte man als gering einstufen. Könnte, wenn die Entwicklung der europäischen Staatsschulden- und Währungskrise vorhersehbar wäre. Dies bleibt die große Unbekannte. Meiner Meinung nach scheint derzeit vor allem eine Verschärfung der europäischen Schulden- und Währungskrise geeignet, einen erneuten deflationären Schock auszulösen.
Beitragvom: 21.11.2011, 11:15 Nach oben Nach unten
Schwubb
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An alle alten Hasen unter Euch

Wie war das 2008? Wie habt Ihr das wahrgenommen ?Erzählt doch mal ? smilie_24
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Beitragvom: 21.11.2011, 11:19 Nach oben Nach unten
plata999
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@schwupp

nach 2008 habe ich angefangen in grösseren mengen silber pysisch zu kaufen.grösste menge anfang 2009.

papierwerte 0,0!!ausser zuletzt norkronen und australdollar.

zwar schon seit 1989 ,da allerdings sporadisch eher goldmünzen. smilie_24
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besser der fehler im system sein, als ein geschmiertes rädchen darin!
nationalismus hat keinen platz in unserer gesellschaft!!
mehr kosmopoliten! dann sieht die welt vielleicht besser aus!
was ich hier poste ist nicht für jeden anleger geeignet!wer meinen tips folgt, nur auf eigene verantwortung!KLAR!!


Zuletzt bearbeitet von plata999 am 21.11.2011, 11:20, insgesamt einmal bearbeitet
Beitragvom: 21.11.2011, 11:20 Nach oben Nach unten
Silbersparer
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Hallo,

Silber rauschte ziemlich in den Keller, wobei es auch so war, das es trotzdem Lieferschwierigkeiten gab...

Es war da mehr die Funktion als Industriemetall die sich da sehr negativ auswirkte...
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Silbersparer
Beitragvom: 21.11.2011, 11:20 Nach oben Nach unten
bestone
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@ Finerus - sehe es fast genauso wie Du.

Du hast aber vergessen das es mittlerweile auch in China gehörig unter dem Deckmantel Wirtschaftswachstum brodelt. China hat zumindest Teilweise eine richtige Kreditkrise. Unternehmen kriegen teilweise nur noch auf dem Schattenmarkt Kredite und dies auch nur zu Wucherzinsen.

Weiterhin droht auch bei uns eine erenute Kreditkrise, weil eben Keiner mehr dem Anderen traut und die Banken auch bei Kreditvergabe untereinander oder zu Unternehmen hin sehr vorsichtig geworden sind.

Das man sich besser darauf vorbereiten will steht außer Frage, ob es funktioniert hingegen nicht. Also ich zumindest vertraue nicht mehr auf Banken, Politiker oder Staaten.
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Viele Grüße
bestone
Beitragvom: 21.11.2011, 14:16 Nach oben Nach unten
mike_2210
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Schwubb hat Folgendes geschrieben:
An alle alten Hasen unter Euch

Wie war das 2008? Wie habt Ihr das wahrgenommen ?Erzählt doch mal ? smilie_24

wie hab ichs wahrgenommen...
die börsen sind täglich um mehrere prozent gefallen, eine negative schlagzeile jagt die andere in den medien, bankenpleite hier und da...ich hab es als einen bedeutenden umschwung wahrgenommen, hatte aber mit einem anderen ausgang gerechnet - heftiger. ich hätte beispielsweise nicht damit gerechnet, das die aktienmärkte so schnell sich wieder so verhältnismäßig gut erholen. im gegenteil, ich hatte sogar gedacht es geht richtig berg ab , aber auf halber strecke gings dann wieder hoch Mr. Green

schwierig ist abzusehen, ob sich eine solches szenario beim nächsten "crash" wiederholt. ich vermute nein, denn das vertrauen ins finanzsystem ist stärker angekratzt als 2008. die optionen was politik noch machen könnte sind geringer geworden.die lasten für die staaten sind in der zwischenzeit im erheblichen maße angestiegen.

ich vermute, dass es beim nächsten crash stärkere auswirkungen geben wird. das muss nicht zwangsweise bedeuten, dass die aktienmärkte stärker runtergehen. wird mehr geld gedruckt und in den umlauf gebracht könnten aktien davon sogar profitieren, aber was ist das geld dann noch wert? dem thema deflation stehe ich ein wenig skeptisch gegenüber, vielleicht für kurze zeit, aber im zentrum sehe ich eher eine inflation und hiergegen sollte man sich meiner meinung vorrangig schützen.
wenn die deflation kommt gut, bekommt man für sein gehalt noch was mehr, aber wenn sie nicht kommt und gleich die inflation eintritt, sind die jenigen die noch größere beträge für deflationszeiten aufbewahrt haben ziemlich angeschmiert
Beitragvom: 21.11.2011, 14:59 Nach oben Nach unten
Schwubb
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Ich war damals noch im Festgeld und habe mir über Börse und ähnliches keine Gedanken gemacht.
Wobei viel Fiat hätte ich damals nicht verloren. smilie_02

Stutzig wurde ich erst im Mai 2010 ( Immo-Erwerb und Abzahlung beendet)
Ich habe dann Hartgeld gelesen und mir die Edelmetallforen gesucht.

Komisch war, dass im Familienkreis meine Einschätzung zur Werterhaltung der Altersvorsorge mit Hilfe des Euro ohne komische Blicke geteilt wurde. smilie_07



@ Finerus

Ich habe mir den Wikiphedia Artikel über Deflation durchgelesen

http://de.wikipedia.org/wiki/Deflation

Wir haben eine Konsumzurückhaltung und gesunkene Löhne.Der Staat reduziert seine Ausgaben.
Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, würde es beim Wegbrechen des Exports und dem Platzen einer Investitionsblase ( Immos oder Staatsanleihen) zu einer Deflation kommen.Das ist doch wahrscheinlich, wenn es eine Kreditklemme in der Realwirtschaft trotz niedriger Zinsen gibt.

Warum schliessen viele eine Deflation aus?

Geht Ihr davon aus, dass die EZB die Geldmenge in die Realwirtschaft lässt oder den Übergang nicht vermeiden kann?
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Beitragvom: 21.11.2011, 15:19 Nach oben Nach unten
svcd
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Ich habe das ganze recht entspannt verfolgen können.
Ich war aus Aktien rechtzeitig ausgestiegen und EM hatte ich damals noch nichts.
Alles geparkt in Tagesgeld um auf tiefe Aktienkurse zu warten.
Als dann Lehmann krachte und unsere Kanzlerin die Sparguthaben garantierte bekam ich erstmals kalte Füsse und habe beschlossen ein Teil meines Geldes (so ca. 10%) in EM anzulegen und mich auch mit der Materie zu beschäftigen. So bin ich November 2008 ziemlich nahe am Tief von 9$/Unze damals eingestiegen und habe ca. 2000 Unzen Silber physisch gekauft. Als ich mich mehr mit der Materie beschäftigt habe habe ich dann noch ein wenig bis Sommer 2009 nachgelegt. Danach wurde es mir zu teuer ...
Der Anteil von EM am Gesamtvermögen ist durch die Excellente Performance von Silber auch ganz ohne Zukäufe von sich aus mehr geworden.
Beitragvom: 21.11.2011, 15:52 Nach oben Nach unten
Platina
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Was glaubt Ihr, wie lange so ein deflationärer Schock anhält smilie_08
Beitragvom: 21.11.2011, 15:56 Nach oben Nach unten
SebCoe
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259 Tage, 9 Stunden und 36 Minuten, mindestens.
Beitragvom: 21.11.2011, 16:15 Nach oben Nach unten
bestone
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Platina hat Folgendes geschrieben:
Was glaubt Ihr, wie lange so ein deflationärer Schock anhält smilie_08


Ich gehe von einer relativ kurzen Zeit aus und erwarte das sich das spätestens 2013 dreht
und wir dann eine richtige Infaltion (größer 3%) bekommen.
_________________
Viele Grüße
bestone
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