Silber.de Startseite
 
Forum-Startseite     |   |   |   |  

Phil. Ansätze zu einer neuen möglichen Gesellschaftsform
Neue Antwort erstellen    Silber und Gold Forum Forum-Startseite » Silber und Gold allgemein / aktuelles 1 2 weiter 
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Beitragvom: 17.10.2011, 19:48 Nach oben Nach unten
185Rhenium
10 Unzen Mitglied


Anmeldedatum: 10.03.2011
Beiträge: 495
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Die Überschrift sagt es ja schon. Und da das Thema mit der "Occupy-Bewegung" immer aktueller wird und noch keine echten Ansätze existieren, wie eine neue gerechtere Gesellschaft aufgebaut sein könnte, dachte ich mir, es wäre doch etwas Feines, darüber eine Diskussion zu starten. Ich finde dieses Forum sehr geeignet dazu, da sich hier eine breite vielfältige Schicht an Menschen mit insgesamt hohen Bildungsstatus zusammenfindet - das ist zumindest mein Gesamteindruck.

Der Grundtenor für diese Diskussion sollte aus Sachlichkeit, Objektivität und Einfühlungsvermögen bestehen.

Hilfe für die Diskussion sollten Schriften bieten, die das Wesen des Menschen berücksichtigen und philosophischer oder wissenschaftlicher Herkunft sind. Und da ich keine Richtung vorgeben will, lass ich euch mal anfangen.

Vielleicht kommt ja am Ende sogar etwas brauchbares heraus, was wir dann irgendwem zur Umsetzung anbieten können - sofern wir einen gemeinsamen Konsens finden.

smilie_02
vom: 17.10.2011, 19:48 Nach oben Nach unten
Anzeigen





Beitragvom: 17.10.2011, 19:57 Nach oben Nach unten
Kriegsgeier
10 Unzen Mitglied


Anmeldedatum: 27.07.2011
Beiträge: 222
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Sehr schöne Idee!

Also ich würde vorschlagen erst ein Mal die Gedanken über ein Geldsystem zu machen. Es soll dem Gemeinwohl dienen und dazu beitragen, dass es nur möglich ist das Geld nur durch Fleis/Arbeit/Ideeenreichtum zu verdienen.

Die zwei Funktionen des Geldes: das Sparen und Lebensunterhalt bestreiten sollen auseinander gebracht werden! Denn beide Funktionen in einem führen unweigerlich zum Missbrauch!
Das Geld muss für das Wirtschaften da sein und nicht das Wirtschaften zwecks Geldes.
Beitragvom: 17.10.2011, 20:41 Nach oben Nach unten
185Rhenium
10 Unzen Mitglied


Anmeldedatum: 10.03.2011
Beiträge: 495
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ich weiß nicht ob die Ansätze beim Geld die richtigen sind. Das Geld ist nur Mittel und Zweck eines einfacheren Warentauschs und somit nur ein kleiner Nebenast der eigentlichen Wurzel des Problems - die Gier. Ich denke man sollte ganz unten anfangen - die Ergründung der menschlichen Natur und wie man sie zum Positiven bremsen kann, ohne dass sich jemand dadurch in seiner Freiheit und Entfaltung zu sehr eingeschränkt fühlt.
Das derzeitig Geldsystem ist ohnehin so komplex, dass wir uns in seiner Wirkungsweise sofort verirren würden, sofern wir versuchten die einzelnen Zusammenhänge zu ergründen.

Ich denke zuerst sollte ein Fundament stehen. Und dazu passend entwickeln wir dann die Umsetzung der Außenfassade.


Aber das ist nur mein Vorschlag. Wie heißt es so schön ... die Mehrheit entscheidet.
Beitragvom: 17.10.2011, 20:55 Nach oben Nach unten
Querulant
1 kg Barren Mitglied


Anmeldedatum: 08.06.2010
Beiträge: 1512
Geschlecht: Geschlecht:männlich
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@185Rhenium,
in einem anderen Thread hattes Du mal geschrieben:
Zitat:
Wo sind die Leute mit ehrlichen Konzepten, die für die einfachen Menschen nicht vom Regen in die Traufe führen? Denn das ist meine Befürchtung für die neue Weltordnung, die unweigerlich kommen wird.

Dazu hatte ich dann Links eingestellt mit einem meiner Meinung nach sehr vernünftigen Konzept:

z.B. über Produktion und Arbeit: http://emancipare.org/?page_id=73
über Grundversorgung:http://emancipare.org/?page_id=52

auf http://www.silber.de/forum/geldverm....and-t5275-s90.html#116594
hatte Silberschatz sein Konzept vorgestellt.

Es klingt logisch, gerecht und optimal, weil das System nicht auf Geld sondern auf Zeit basiert und Zeit ist nicht beliebig vermehrbar...
Außerdem wird bei diesem Konzept die Regionalwirtschaft als optimalstes System dargestellt, was sicher auch vorteilhaft ist


Das alles schien aber keinen Anklang zu finden. Warum eigentlich nicht, was stört Dich an diesem Lösungsansatz?
_________________
mein Glas ist immer halbvoll, niemals halbleer smilie_15
Beitragvom: 17.10.2011, 21:46 Nach oben Nach unten
185Rhenium
10 Unzen Mitglied


Anmeldedatum: 10.03.2011
Beiträge: 495
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ich persönlich finde diesen Ansatz sogar sehr gut. Um ehrlich zu sein, habe ich den Link vorher übersehen.
Wahrscheinlich wird dieser Ansatz aber vielen zu sozialistisch vorkommen, obwohl ich mir sicher bin, dass wir auf lange Sicht gar nicht um solche Lösungen drum herum kommen, soll das Überleben der gesamten Menschheit gesichert werden.

Aber da stehen wir wieder vor dem Problem, dass diejenigen, die den Platz an der Sonne genießen der Mehrheit solche Ansätze ausreden wird und lieber Rohstoffkriege riskieren - für die sie ja nicht selbst den Kopf hinhalten müssen - oder sie sogar provozieren. Denn jeder tote Mensch reduziert die Anzahl der Ressourcen die benötigt werden - klingt makaber, aber erfüllt in deren Augen wohl den Zweck.

Eigentlich spricht alles dafür kleine autarke Siedlungen anzustreben anstatt immer größerer Gebilde wie z.B. die EU. Der Strom käme von der eigenen Windanlage, für die die Gemeinde gemeinsam aufkommt, anstatt überteuerten Strom über riesige Überlandleitungen und umweltschädliche Kraftwerke zu kaufen.
Als Techniker stellt man den Vertrauenswürdigen Nachbarn ein und Stromkosten entstehen nur in dem Sinne, dass die Anlage davon gewartet, der Techniker ehrlich bezahlt und für eine neue Anlage gespart wird - man, wäre der Strom billig.
Löcher in denen Geld verschwinden wird es nicht mehr geben, da jeder den anderen kennt und niemand riskieren wird aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden.

Wir bewegen uns genau in die andere Richtung - und das obwohl die Sowjetunion gezeigt hat, dass große Komplexe nicht regierbar sind und es auch nicht werden (aber daran war ja der nie wirklich existierende Kommunismus schuld) . Und uns wird weiterhin eingeredet, das wäre der richtige Weg - kann es wirklich richtig sein, den Überblick über ein Gebilde zu verlieren (doch nur für die, die davon schamlos profitieren, weil sie sich mit ihren kriminellen Machenschaften endlich komplett der Kontrolle entziehen können)

Aber wie bringt man das den Menschen bei, wenn sie täglich von den Medien in die andere Richtung getrimmt werden - und viele naiv genug sind die Logik dahinter nicht zu hinterfragen.

Es gilt immer noch der Grundsatz: Solange es mir noch gut geht mache ich meinen Mund nicht auf - auf diese Weise funktionierten damals auch in allen Bereichen der Wirtschaft die Lohnkürzungen. Es gingen immer nur die auf die Straße, die direkt davon betroffen waren - also jeder für sich.

Ich denke jeder von euch kennt das Gefangenendilemma. Ich denke dort ist der Ansatz für eine Verbesserung zu suchen.
Beitragvom: 17.10.2011, 22:12 Nach oben Nach unten
185Rhenium
10 Unzen Mitglied


Anmeldedatum: 10.03.2011
Beiträge: 495
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
http://de.wikipedia.org/wiki/Gefangenendilemma

Moderierter Beitrag: Zitate und Quellenverweise sind gestattet (so wie jetzt ausgeführt), nicht jedoch komplette Kopien ohne Kennzeichnung des Urheberrechts.

Finerus
Beitragvom: 18.10.2011, 01:29 Nach oben Nach unten
Querulant
1 kg Barren Mitglied


Anmeldedatum: 08.06.2010
Beiträge: 1512
Geschlecht: Geschlecht:männlich
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
185Rhenium hat Folgendes geschrieben:
Ich persönlich finde diesen Ansatz sogar sehr gut. Um ehrlich zu sein, habe ich den Link vorher übersehen.

Schön, dass Du es auch gut findest. Smile

Aber um so erstaunlicher für mich, dass Du nach soetwas gefragt hattest, es dann jedoch überlesen hast. smilie_08

185Rhenium hat Folgendes geschrieben:

Wahrscheinlich wird dieser Ansatz aber vielen zu sozialistisch vorkommen, obwohl ich mir sicher bin, dass wir auf lange Sicht gar nicht um solche Lösungen drum herum kommen, soll das Überleben der gesamten Menschheit gesichert werden.
...
Aber da stehen wir wieder vor dem Problem, dass diejenigen, die den Platz an der Sonne genießen der Mehrheit solche Ansätze ausreden wird und lieber Rohstoffkriege riskieren...
...
Denn jeder tote Mensch reduziert die Anzahl der Ressourcen die benötigt werden - klingt makaber, aber erfüllt in deren Augen wohl den Zweck.
...
Eigentlich spricht alles dafür kleine autarke Siedlungen anzustreben anstatt immer größerer Gebilde wie z.B. die EU.

Sehe ich auch so

185Rhenium hat Folgendes geschrieben:

... Gefangenendilemma. Ich denke dort ist der Ansatz für eine Verbesserung zu suchen.

Da gehen unsere Meinungen auseinander. Psychologie hin oder her - wie ich schon mal irgendwo schrieb, wird sich der Mensch ohne äußere Einwirkung nicht verändern können, zumindest nicht zum Positiven. Deshalb wäre auch das optimalste und ausgeklügeltste System zum Scheitern verurteilt.

Aber darüber weiter zu spekulieren würde nichts bringen, denn weil Du Atheist bist, glaubst Du logischerweise nicht an den göttlichen Willen und seine Kraft, wodurch der Mensch ein wirklich menschliches Wesen (im wahrsten Sinne des Wortes) werden wird und dass sozusagen ein Reset herbeigeführt wird (ist jedenfalls so in der Bibel prohezeit),
_________________
mein Glas ist immer halbvoll, niemals halbleer smilie_15
Beitragvom: 18.10.2011, 07:02 Nach oben Nach unten
alfman
10 Unzen Mitglied


Anmeldedatum: 25.08.2011
Beiträge: 480
Geschlecht: Geschlecht:männlich
Beruf: selbständig
Wohnort: Weimar/Wien
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
185Rhenium hat Folgendes geschrieben:


Eigentlich spricht alles dafür kleine autarke Siedlungen anzustreben anstatt immer größerer Gebilde wie z.B. die EU. Der Strom käme von der eigenen Windanlage, für die die Gemeinde gemeinsam aufkommt, anstatt überteuerten Strom über riesige Überlandleitungen und umweltschädliche Kraftwerke zu kaufen.
Als Techniker stellt man den Vertrauenswürdigen Nachbarn ein und Stromkosten entstehen nur in dem Sinne, dass die Anlage davon gewartet, der Techniker ehrlich bezahlt und für eine neue Anlage gespart wird - man, wäre der Strom billig.
Löcher in denen Geld verschwinden wird es nicht mehr geben, da jeder den anderen kennt und niemand riskieren wird aus der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden.




das wäre sicher eine lösung. und kann das als "aussteigen" bezeichnet werden?
ist so etwas in europa möglich? ich kenne ein ähnliches projekt in panama, aber mir wären freunde und beziehungen hier wichtiger als jetzt komplett alle zelte abzubrechen.
_________________
Life, Liberty and Property!
Beitragvom: 18.10.2011, 07:46 Nach oben Nach unten
Metaller
10 Unzen Mitglied


Anmeldedatum: 17.05.2010
Beiträge: 350
Geschlecht: Geschlecht:männlich
Beruf: Kfm
Wohnort: Haus
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
@ rhenium

ich glaube, das der Kern tatsächlich im Geldsystem bzw. im weiteren Sinne im Belohnungssystem steckt.

Veränderst du die Vergütung, ändert sich das Verhalten der Menschen.
Wenn Lebensarbeitszeit die Basis der Entlohnung ist, dann sind die Menschen zu Kooperation zur Erlangung individueller Verbesserungen gezwungen.
Das Prinzip "Wer mehr arbeitet, soll auch mehr haben" wird eingehalten, Arbeit lohnt sich, die Menschen können weiterhin versuchen, mehr zu haben als der Nachbar und es nutzt der Gemeinschaft.

Das sind ja fast FDP-Ansätze. smilie_11
_________________
Erst stirbt der freie Markt, dann stirbt die Demokratie.
Beitragvom: 18.10.2011, 08:45 Nach oben Nach unten
Der Bär
Moderator


Anmeldedatum: 02.12.2008
Beiträge: 2038
Beruf: Sakuseisha
Wohnort: Nördlich
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Das setzt eigentlich alles voraus, dass komplett umgedacht wird. Leider bezweifel ich, dass das funktionieren wird, weil zuviele Menschen vom derzeitigen System profitieren.
Ich glaube aus Star Trek stammt der Satz: "Wir arbeiten nicht mehr, um Geld zu verdienen, sondern um uns selbst zu verwirklichen."

Wir stehen an einer Weggabelung und müssen uns überlegen, welchen Weg wir gehen wollen: Den der Solidarität, der Gemeinschaft, des Miteinander, oder den Weg des "Jeder für sich".
Beides hat seine Vor-und Nachteile.
Ich kann auch nicht per se sagen, welches der bessere Weg ist - es kommt wohl immer drauf an, wo man sich zurzeit befindet. Mr. Green

Einen interessanten Ansatz gibt es im Buch "Globalia" von Rufin.
Er skizziert ein Land, in dem die wirtschaftliche Kraft ausreichend war, um nicht mehr alle arbeiten lassen zu müssen.
Man konnte sich also quasi entscheiden, ob man einem mehr oder weniger geregelten Job nachging oder nicht. Und denjenigen, die nicht arbeiteten, wurden Mittel zur Verfügung gestellt, sich selbst weiterzuentwickeln. (Dazu wurde vorher sogar noch analysiert, welche Stärken derjenige hatte, und entsprechend wurde gefördert.)
Das führte zu großer Akzeptanz und Zufiredenheit, denn das permanente Weiterentwickeln eines Individuums, das in einer Gemeinschaft lebt, führt automatisch dazu, dass die Gemeinschaft davon profitiert. Genauso wie gegenseitge Akzeptanz, Wertschätzung und die Zufriedenheit eines jeden Einzelnen.
Die Zufriedenheit des Einzelnen trägt sich in die Gemeinschaft und führt genau dazu, was eine Gemeinschaft ausmacht: Eben Gemeinschaftssinn.
Man kann es noch simpler sagen: Je mehr Menschn in einer Gemeinschaft glücklich sind, desto höher ist die Chance, dass die gesamte Gemeinschaft glücklich wird.

Was wohl könnte eine Gemeinschaft leisten, wenn es solche Systeme geben würde?
_________________
Ich weiß letztlich auch nur, was ich glaube zu wissen.
Eto ... watashi wa baka desu, ne. Honto ni!
Beitragvom: 18.10.2011, 09:24 Nach oben Nach unten
999.9
Moderator


Anmeldedatum: 21.04.2008
Beiträge: 7600
Geschlecht: Geschlecht:männlich
Beruf: BKfm, Online-Redakteur
Wohnort: Rheinland
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Ich finde diese Diskussion äußerst spannend und interessant. Habe letztens einen amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler gehört (leider seinen Namen nicht gemerkt!), der meinte, dass es die perfekte Gesellschaft, den perfekten Wirtschaftskreislauf usw. alles schon theoretisch geben würde. Wenn es da nur nicht immer diese Menschen geben würde, die mehr haben wollen, als die anderen. Wink
Sprich: Es wird die perfekte Gesellschaftsform und das perfekte Fiskalsystem niemals geben, da der Mensch einfach an sich schlecht ist und stets mehr will.

Zitat:
Homo homini lupus
ist leider wahr. Und zwar nicht erst seit Thomas Hobbes...

Ist doch mal ein interessanter Denkanstoß. Nein, nicht pessimistisch, eher realistisch. Oder?




smilie_08
_________________
Nichts hasst der im Denken geschulte mehr als die Negation der Logik.
Eine Unze bleibt eine Unze bleibt eine Unze! Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein!
Beitragvom: 18.10.2011, 10:02 Nach oben Nach unten
Querulant
1 kg Barren Mitglied


Anmeldedatum: 08.06.2010
Beiträge: 1512
Geschlecht: Geschlecht:männlich
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Der Bär hat Folgendes geschrieben:

...Einen interessanten Ansatz gibt es im Buch "Globalia" von Rufin.
Er skizziert ein Land, in dem die wirtschaftliche Kraft ausreichend war, um nicht mehr alle arbeiten lassen zu müssen.
Man konnte sich also quasi entscheiden, ob man einem mehr oder weniger geregelten Job nachging oder nicht. Und denjenigen, die nicht arbeiteten, wurden Mittel zur Verfügung gestellt, sich selbst weiterzuentwickeln. (Dazu wurde vorher sogar noch analysiert, welche Stärken derjenige hatte, und entsprechend wurde gefördert.)
Das führte zu großer Akzeptanz und Zufiredenheit, denn das permanente Weiterentwickeln eines Individuums, das in einer Gemeinschaft lebt, führt automatisch dazu, dass die Gemeinschaft davon profitiert. Genauso wie gegenseitge Akzeptanz, Wertschätzung und die Zufriedenheit eines jeden Einzelnen.

Was wohl könnte eine Gemeinschaft leisten, wenn es solche Systeme geben würde?

smilie_01 smilie_23

Das klingt ja stark nach "Grundeinkommen" Wink
Dieses Modell wurde ja schon vielfach in der Politik angedacht, aber leider gibt es laufend Unken, welche sagen: oje, das kann doch nicht funktionieren, dass jemand fürs Nichtstun oder fürs Ausleben seiner Hobbys und Interessen belohnt wird... und es ist den Arbeitenden gegenüber sooo ungerecht...
Dass diejenigen ja schließlich nicht gezwungen werden zu arbeiten und die meisten Menschen es brauchen, zu arbeiten, wird dabei gerne unterschlagen.

Aber ist ja klar, dass dies dem jetzigen System und dessen "Strippenzieher" widerstreben würde, man könnte ja keine Maximalgewinne mehr erzielen.
_________________
mein Glas ist immer halbvoll, niemals halbleer smilie_15
Beitragvom: 18.10.2011, 10:41 Nach oben Nach unten
Der Bär
Moderator


Anmeldedatum: 02.12.2008
Beiträge: 2038
Beruf: Sakuseisha
Wohnort: Nördlich
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Genau das ist das, was ich mit umdenken meine.
Das Problem ist, dass sich die Gesellschaft eben NICHT vortsllen kann, dass die Wahrung eigener Interessen/Hobbys etc dazu führen kann, dass die gesamte Gesellschaft davon profitiert.

Derzeit glauben wir, dass irgendwelche Zwangsarbeitsmaßnahmen nach dem SGB (was übrigens Grundgesetzwidrig ist (§12 GG), zwar auch nichts für die Gesellschaft bringen, aber doch wenigstens unseren Neid befriedigen.

Wir müssen anfangen zu lernen, dass JEDER in der Gesellschaft der Gesellschaft etwas "geben" kann. Und das geht nicht ausschließlich über Arbeit.
Nicht Gewinn im materiellen Sinne sollte das Ziel sein, sondern eine optimale Gesellschaft.
Die Arbeit im klassischen Sinne ist ein Auslaufmodel. Und das ist auch gut so.
Wenn wir es schaffen, nahezu alle Arbeit von Maschinen erledigen zu lassen, haben wir endlich Zeit zum Leben! Zeit, uns zu begegnen.
Und die Begegnung ist das, was eine Gesellschaft ausmachen sollte.
Derzeit haben wir kaum noch die Zeit, uns zu begegnen - und das führt nur dazu, dass wir uns alle misstrauen und jede "Schicht" über die andere meckert.
Mr. Green
_________________
Ich weiß letztlich auch nur, was ich glaube zu wissen.
Eto ... watashi wa baka desu, ne. Honto ni!
Beitragvom: 18.10.2011, 10:51 Nach oben Nach unten
Rheingold
10 Unzen Mitglied


Anmeldedatum: 09.06.2010
Beiträge: 366
Geschlecht: Geschlecht:männlich
Wohnort: im Bundesland der Kehrwoche ;-)
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Der Bär hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube aus Star Trek stammt der Satz: "Wir arbeiten nicht mehr, um Geld zu verdienen, sondern um uns selbst zu verwirklichen."
smilie_01
Auch die Idee aus "Globalia" von Rufin. smilie_01

Die Idee des Grundeinkommens wird auch inzwischen von immer mehr Wirtschaftsgelehrten als machbar und für die Gesellschaft als Ganzes als Vorteil dargestellt.
Im Prinzip haben wir ja durch die hohen Prozentzahlen an Rentnern, von Einkommensträgern Abhängigen (Kinder, Hausfrauen) und ca. 10 Mill. Staatshilfeempfängern ähnliche Ausgaben, wie bei einem Grundeinkommen. Die Erwerbstätigen sind zunehmend in der Minderheit.

Ein Grundeinkommen würde aber jedem Menschen Sicherheit und seine Würde zurückgeben.
Ich glaube zudem, daß viele beruflich dann machen würden, was ihnen Spaß macht und Befriedigung gibt und davon würde die Gesellschaft erheblich profitieren. Am Effektivsten sind immer die, die ihren Job mit Begeisterung machen. Natürlich müssten den Arbeitenden nach dem Leistungsprinzip bessere Einkommen als Ansporn zugänglich sein. Unbeliebte oder harte Jobs müssten über bessere Entlohnung reizvoll werden, was eigentlich nur fair ist.

Ich möchte nach dem heutigen System die Wertschätzung der Arbeit des Einzelnen, die er von der Gesellschaft empfängt sollte aktuell in Frage stellen - auch in Bezug auf die Bezahlung.

Bsp. Deutschland: Krankenschwester - in der heutigen Zeit des Personalabbaus noch mehr als sonst ein sehr arbeitsreicher, verantwortungsvoller Job - aber total mies bezahlt.
Der Chefarzt oder der Krankenhaus-Manager bekommt ein Jahresgehalt in Millionenhöhe.
Zweifelsohne gebührt letzterem ein besseres Gehalt um die Höherqualifikation und noch höhere Verantwortung zu entlohnen. Aber kann man ein über 60-fachiges Gehalt im Vergleich zur Krankenschwester, Tendenz weiter steigend, wirklich noch als angemessen bezeichnen?
B.z.w. leistet der Chefarzt wirklich soviel mehr wie 25 Assistenzärzte?

Zudem denke ich werden, um das Bsp. auch als möglichen Vorteil für die Volkswirtschaft anzuführen, 60 besser entlohnte Krankenschwestern mehr Geld der Gemeinschaft zurückführen, als einige wenige Spitzenverdiener.

Dies Bild findet man in fast allen Branchen.

Solange sich der Mensch als getrennt von der Umwelt und seinen Mitmenschen betrachtet wird es zu Fehlentwicklungen der menschlichen Zivilisation kommen, im schlimmsten Fall zum finis hominis.
Die Nachteile der ungezügelten Gier, die ihre Wurzel in den Ursprüngen der menschlichen Entwicklung hat und dort durchaus zu Vorteilen im Darwin`schen Sinne führte, bringt für die moderne menschliche Gesellschaft als Gesamtheit erhebliche Nachteile und Blockaden für eine Weiterentwicklung.

Solange die Mehrheit der Menschen dem Wohl aller nicht nicht den Stellenwert gibt, der ihm gebührt (Sicherheit für alle in jeder Hinsicht, dazu gehört faire Entlohnung, persönliche und berufliche Weiterentwicklung der Mehrheit) b.z.w. solange eine Minderheit dies unterbinden kann werden wir nicht die richtigen und wichtigen Reformen umsetzen können b.z.w. gesellschaftliche Fortschritte erzielen können.
Beitragvom: 18.10.2011, 11:00 Nach oben Nach unten
Snear
5 Unzen Mitglied


Anmeldedatum: 03.08.2011
Beiträge: 61
Geschlecht: Geschlecht:männlich
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Kriegsgeier hat Folgendes geschrieben:
Sehr schöne Idee!

Die zwei Funktionen des Geldes: das Sparen und Lebensunterhalt bestreiten sollen auseinander gebracht werden! Denn beide Funktionen in einem führen unweigerlich zum Missbrauch!
Das Geld muss für das Wirtschaften da sein und nicht das Wirtschaften zwecks Geldes.


Sparen ist der Anfang des Übels. Geld wird dem Kreislauf entzogen. Diese Lücke muss zwangsläufig durch Kredite gefüllt werden. Der Teufelskreis beginnt. Warum sparen die Menschen? Dafür gibt es wohl zwei Gründe. A) Um auch im Alter noch genug Geld zu haben und B) um sich irgendwann etwas Größeres leisten zu können. Die Notwendigkeit von A) kann man leicht beseitigen, in dem jeder ein bedingungsloses Grundeinkommen erhält. Dann wäre auch die von die geforderte Trennung von Sparen und Lebensunterhalt gegeben. Bei B) wird es schwieriger...

Möglich wäre es, dass andere ihr Geld zinslos verleihen können. Das wird dann interessant, wenn alle eine Vermögungssteuer bezahlen, egal wie klein ihr Vermögen ist. Ich werde mal googeln. Ich bin ja nicht der erste mit so einer Idee.
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    Silber und Gold Forum Forum-Startseite » Silber und Gold allgemein / aktuelles 1 2 weiter 
Seite 1 von 2


 


Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Kontakt  |  Hilfe/FAQ  |  Bei uns werben  |  Link zu uns!  |  Presse  |  Impressum
Copyright © 2007-2012 by Silber.de - Alle Rechte vorbehalten.
Konzept, Gestaltung und Struktur, sowie insbesondere alle Grafiken und Texte dieser Webseite sind urheberrechtlich geschützt.