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libelle
1 kg Barren Mitglied
Anmeldedatum: 05.09.2010
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Habe ich doch vor einiger Zeit noch das Buch von Götz W. Werner
Einkommen für alle. gelesen.
Ein wirklich gutes Buch kann ich nur empfehlen.
Der dm-Chef ( Drogeriekette) über die Machbarkeit des bedingungslosen Grundeinkommens
«Die Würde und die Freiheit des Menschen beinhalten das Recht, nein sagen zu können. Diese Freiheit hat nur der, dessen Existenzminimum gesichert ist. Die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ruht damit auf der zentralen Grundlage unserer Verfassung: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Einkommen ist ein Bürgerrecht.» (Götz W. Werner) Das Grundeinkommen – eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
Verlag Bastei Lübbe
Taschenbuch, 239 Seiten
Ersterscheinung: 14.10.2008
ISBN: 978-3-404-60607-8
http://www.amazon.de/Einkommen-f%C3....deinkommens/dp/3462037757 |
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FrankKN
10 Unzen Mitglied

Anmeldedatum: 20.05.2011
Beiträge: 243
Geschlecht:  Beruf: Jäger und Sammler Wohnort: am Bodensee
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| 999.9 hat Folgendes geschrieben: |
Ich finde diese Diskussion äußerst spannend und interessant. Habe letztens einen amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler gehört (leider seinen Namen nicht gemerkt!), der meinte, dass es die perfekte Gesellschaft, den perfekten Wirtschaftskreislauf usw. alles schon theoretisch geben würde. Wenn es da nur nicht immer diese Menschen geben würde, die mehr haben wollen, als die anderen.
Sprich: Es wird die perfekte Gesellschaftsform und das perfekte Fiskalsystem niemals geben, da der Mensch einfach an sich schlecht ist und stets mehr will.
ist leider wahr. Und zwar nicht erst seit Thomas Hobbes...
Ist doch mal ein interessanter Denkanstoß. Nein, nicht pessimistisch, eher realistisch. Oder?
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Das sehe ich nicht so. Der Mensch an sich ist nicht schlecht. Er wird schlecht gemacht (systemisch: Erziehung, Kindergarten, Schule, Medien, unhinterfragte Glaubenssätze, die bereits den Kindern eingeimpft werden usw.).
Ich habe mich als Kind bereits und später als Jugendlicher noch mehr sozial und kulturell engagiert - das ging bis etwa Mitte 30 so - danach hatte ich den Kaffee auf (ehrenamtlich wird eben kaum geschätzt), nach ein paar Jahren Pause habe ich noch mal für 2,3 Jahre mich engagiert, das ist jetzt rund 2 Jahre her - mittlerweile kann ich es mir nicht mehr vorstellen, mich noch einmal in diesem Land zu engagieren.
Es gibt einfach zu viel Dummheit und Desinteresse, klar, auch Egoismus, aber ich habe auch feststellen müssen, daß das alles auch deshalb so ist, weil die Leute nicht hinterfragen und auch nicht bereits sind (oder fähig), selbständig zu denken (nicht einmal, wenn es für sie von Vorteil wäre!).
Von daher bin ich da auch eher pessimistisch. Denn es müßte mindestens auf 2 Ebenen gleichzeitig geschehen, daß Wandlungengemacht werden: auf der gesellschaftlichen und privat beim eigenen mind. Und leider kann ich mir beides nicht vorstellen. Den Leuten hat keiner beigebracht, selbst zu denken, im Gegenteil, gegen den Strom zu schwimmen wird mißtrauisch beäugt, verfemt und niedergemacht (aus welchen Gründen auch immer). Argumentative Auseinandersetzungen führen oft zu nichts, da entweder zu intellektuell oder von vornherein zum Scheitern verurteilt mangels Wollen (wir sehen das ja jetzt nun seit Jahren, wieviele gute Argumente nicht einmal zur Kenntnis genommen werden beim stetigen "Weiter so".
Der Mensch scheint in der Regel erst (auch persönliche) Katastrophen zu brauchen, bevor er mal innehält und hinterfragt. Traurig, aber wahr. |
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libelle
1 kg Barren Mitglied
Anmeldedatum: 05.09.2010
Beiträge: 1343
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[quote="FrankKN"]
| Zitat: |
| Es gibt einfach zu viel Dummheit und Desinteresse, klar, auch Egoismus, aber ich habe auch feststellen müssen, daß das alles auch deshalb so ist, weil die Leute nicht hinterfragen und auch nicht bereits sind (oder fähig), selbständig zu denken (nicht einmal, wenn es für sie von Vorteil wäre!). |
Das sind wahrlich wahre Worte, Du sprichst mir aus dem Herzen.
| Zitat: |
| Der Mensch scheint in der Regel erst (auch persönliche) Katastrophen zu brauchen, bevor er mal innehält und hinterfragt. Traurig, aber wahr. |
Wen Gott liebt den züchtigt er.
Auch Eltern die ihre Kinder lieben werden nicht tatenlos mit ansehen wie diese ins verderben laufen. |
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185Rhenium
10 Unzen Mitglied

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Je mehr Existenzen scheitern - vor allem durch eine verlogene, selbstsüchtige Gesellschaft in der sie keinen Sinn mehr sehen, keinen Halt mehr finden und in eine depressive Grundstimmung verfallen - desto mehr wird sich die Gesellschaft zum Negativen wandeln. Selbstmörder - von denen es jetzt schon mehr als genug gibt - werden nicht wahrgenommen. Deswegen wird der Trend immer mehr zu Selbstmordattentätern und Amokläufern übergehen, die ihre Wut auf diese Weise äußern werden. Das ist nur eine Feststellung, die schon jetzt zu erkennen ist. Als Folge wird der Staat immer mehr zur Überwachung übergehen, die Freiheiten der Bürger einschränken und sinnlose Mittel für Sicherheit ausgeben - wodurch die Lage sich zuspitzen wird.
Erst dann, wenn es wahrscheinlich schon zu spät für einen friedlichen Wandel sein wird, werden jenen die derzeit die Probleme noch nicht sehen, die Augen aufgehen.
Das war jetzt nur mal so eine Schilderung des Worst Case. |
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Querulant
1 kg Barren Mitglied

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| FrankKN hat Folgendes geschrieben: |
...Der Mensch an sich ist nicht schlecht. Er wird schlecht gemacht (systemisch: Erziehung, Kindergarten, Schule, Medien, unhinterfragte Glaubenssätze, die bereits den Kindern eingeimpft werden usw.).
...
Es gibt einfach zu viel Dummheit und Desinteresse, klar, auch Egoismus, aber ich habe auch feststellen müssen, daß das alles auch deshalb so ist, weil die Leute nicht hinterfragen und auch nicht bereits sind (oder fähig), selbständig zu denken (nicht einmal, wenn es für sie von Vorteil wäre!). |
So ist es, leider .
Den Leuten wird z.T. förmlich das Denken abgewöhnt (gehört schließlich alles zum "großen Plan" ).
Fängt ja schon im Straßenverkehr an, mal ein Beispiel:
Früher, wenn man als Linksabieger "grün" hatte, musste man den entgegenkommenden Verkehr beachten (also "denken"). Heutzutage gibt es immer mehr Linksabbieger-Grünpfeile, dass nur ja niemand mehr auf die Idee kommen muss, irgendetwas beachten zu müssen.
Irgendwann werden Computer für uns das Autofahren übernehmen wie langweilig ! _________________ mein Glas ist immer halbvoll, niemals halbleer  |
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Querulant
1 kg Barren Mitglied

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| Der Bär hat Folgendes geschrieben: |
Genau das ist das, was ich mit umdenken meine.
Das Problem ist, dass sich die Gesellschaft eben NICHT vorstellen kann, dass die Wahrung eigener Interessen/Hobbys etc dazu führen kann, dass die gesamte Gesellschaft davon profitiert.
....
Derzeit glauben wir, dass irgendwelche Zwangsarbeitsmaßnahmen nach dem SGB (was übrigens Grundgesetzwidrig ist (§12 GG), zwar auch nichts für die Gesellschaft bringen, aber doch wenigstens unseren Neid befriedigen.
...
Nicht Gewinn im materiellen Sinne sollte das Ziel sein, sondern eine optimale Gesellschaft.
Die Arbeit im klassischen Sinne ist ein Auslaufmodel. Und das ist auch gut so.
Wenn wir es schaffen, nahezu alle Arbeit von Maschinen erledigen zu lassen, haben wir endlich Zeit zum Leben! Zeit, uns zu begegnen.
Und die Begegnung ist das, was eine Gesellschaft ausmachen sollte.
Derzeit haben wir kaum noch die Zeit, uns zu begegnen - und das führt nur dazu, dass wir uns alle misstrauen und jede "Schicht" über die andere meckert. |
Zu dem was ich fett gemacht habe: Deshalb bin ich immer wieder froh, dass es dieses Forum gibt , so hat man wenigstens hier ausreichend Begegnungen mit Gleichgesinnten  _________________ mein Glas ist immer halbvoll, niemals halbleer  |
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185Rhenium
10 Unzen Mitglied

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@ Querulant
Ich habe nie gesagt, dass ich Atheist bin. Ich bin aus der Kirche ausgetreten und glaube nicht an den christlichen Gott - weil dieser Glaube alleine schon durch den Satz "macht euch die Erde untertan" für mich ncith in Frage kommt.
Ich habe für mich als Vorbild den Buddhismus und glaube an das, was unsere Vorfahren geglaubt haben bzw. an das was ein Teil der Hopi heute noch glaubt- an einen großen Geist der alles in der Natur einschließt.
Ich glaube auch an die Prophezeiungen der Hopi, dass es ein fünftes Zeitalter, wie auch nachfolgende geben wird und dass die Menschheit bis zur vollkommenen Weisheit noch mehr als einmal den Abgrund kennen lernen wird. |
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Querulant
1 kg Barren Mitglied

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okay, dann nehme ich es zurück (und behaupte das Gegenteil )
War auch nicht im geringsten bös gemeint von mir (aber das wirst Du schon gemerkt haben)
 _________________ mein Glas ist immer halbvoll, niemals halbleer  |
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185Rhenium
10 Unzen Mitglied

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Ich poste hier mal einen Ausschnitt aus dem Endzeitroman, den meine Frau gerade am schreiben ist.
Ich dachte er passt einfach hier hin.
Alle drei Bücher waren auf Hanfpapier gedruckt – und damit Unikate. Wahrscheinlich hatten sie nur deswegen die vielen Jahrhunderte überdauern können.
Ben liebte diese großen Werke der Philosophie. Sie stellten sein Heiligtum dar. Niemals hätte er sich freiwillig von ihnen getrennt, auch wenn er wusste, dass er damit Kopf und Kragen riskierte. Denn diese Bücher standen allesamt auf dem Index der Kirche. Und nicht nur diese. Alle Bücher, die älter als 380 Jahre waren oder zweifelhafte Themen behandelten, waren dort aufgelistet und durften in Garden Eden weder besessen noch verkauft werden – eine Ausnahme bildete nur eine spezielle Ausgabe des Alten Testaments. Außer Handelslizenzverlusten drohten bei Zuwiderhandlung hohe Gefängnisstrafen. Am schlimmsten traf es denjenigen, der sich mit Gegenständen oder mit Literatur aus der Vorkriegszeit erwischen ließ, worunter auch Kopien und Imitate solcher zählten. Ihr Besitz galt als Blasphemie. Und die wurde mit dem Tod auf dem Scheiterhaufen bestraft, sofern der Beschuldigte im Prozess nicht den Nachweis erbringen konnte, beim Erwerb eines solchen Objektes, Opfer einer arglistigen Täuschung geworden zu sein – eine überflüssige Zusatzklausel der Ketzergesetze, die noch nie Anwendung gefunden hatte, da in Garden Eden die Schuldklärung über die Streckbank erfolgte. Das war nahezu jedem bekannt, genauso wie die Tatsache, dass 99 Prozent aller Verhöre mit einem Schuldeingeständnis endeten – und das auch nur, weil ein Prozent der Verhörten die Folter nicht überlebte.
Doch an solche Dinge dachte Ben im Moment nicht. Wenn er anfing zu lesen betrat er eine andere Welt, die sich ausschließlich mit seinen Idealen befasste. Aufgeregt blätterte er durch die Seiten von Rousseau, auf der Jagd nach seinen Lieblingszitaten, die er mit Lesezeichen abgesteckt hatte.
Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
Man muss viel gelernt haben, um über das, was man nicht weiß, fragen zu können.
Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
Der Mensch ist frei geboren, und liegt doch überall in Ketten.
Das Leben ist kurz, weniger wegen der kurzen Zeit, die es dauert, sondern weil uns von dieser kurzen Zeit fast keine bleibt, es zu genießen.
Es ist mehr wert, jederzeit die Achtung der Menschen zu haben, als gelegentlich ihre Bewunderung.
Die Natur betrügt uns nie. Wir sind es immer, die wir uns selbst betrügen.
Das einzige Mittel, den Irrtum zu vermeiden, ist die Unwissenheit.
Das Geld, das man besitzt, ist das Mittel zur Freiheit, dasjenige, dem man nachjagt, das Mittel zur Knechtschaft.
Warum die Hölle im Jenseits suchen? Sie ist schon im Diesseits vorhanden, im Herzen der Bösen.
Jedes einzelne Zitat für sich erschien ihm sehr weise. Doch die Quintessenz von Rousseau war eine andere, die Ben nicht vollständig mit ihm teilte. Sie sagte aus, dass der Mensch von Natur aus gleich, frei und gut war. Er konnte über diese offensichtliche Fehleinschätzung immer wieder nur den Kopf schütteln. Er war eindeutig anderer Meinung. Im Gegensatz zu Rousseau glaubte er nicht, dass die eigentlichen Gründe der Lasterhaftigkeit des Menschen in seiner Gesellschaft zu finden waren. Viel mehr prägte sich die Gesellschaft nach den Menschen. Wie sollte auch ein totes Gebilde, das im Prinzip nur eine geistiges Konstrukt war und damit lediglich ein Ausdruck für das Zusammenleben, etwas Schlechtes erschaffen können? Wie sollte es gesunde Selbstliebe zu krankhaftem Narzissmus umfunktionieren können, wenn der Mensch nach Auffassung von Rousseau im Naturzustand gut war? Wo lag die Dynamik dieses Prozesses? Woher sollten die negativen Energien entstammen, die es angeblich bildete? Plus mal Plus ergab niemals Minus. Das passte einfach nicht.
Ben war sich nicht sicher, ob es überhaupt so etwas wie eine Wurzel des Übels gab. Aber er war davon überzeugt, dass sie nicht in einem künstlich erschaffenen Gebilde des Menschen zu suchen war, sondern im Menschen selbst, der das Böse stets in sich trug und entscheiden konnte, ob er sich dafür oder dagegen entschied. Natürlich war der Mensch als isoliertes Individuum nicht von Grund auf schlecht. Aber dann doch nur aus der Logik heraus, dass in diesem Moment niemand außer ihm existierte, auf den er seine zerstörerischen Kräfte hätte anwenden können. Aber bedeutete das automatisch gut zu sein? Was war mit den Gedanken des Menschen? Strebten sie nicht immer und automatisch nach Macht? War der Mensch nicht gerade dann von Sehnsucht und Gier getrieben, wenn er schon alles besaß? Doch die Krönung aller Widersprüche und Irrtümer von Rousseaus Theorie lag in ihr selbst begraben. Wenn der Mensch alleine so glücklich und friedlich existieren konnte, warum gründete er dann überhaupt Gesellschaften und suchte die Nähe zu anderen Menschen? Damit stürzte Rousseau und damit auch sein Menschenbild.
Der Mensch war in Bens Augen viel komplizierter, viel zu kompliziert, als dass sein Antrieb und seine Funktion jemals – außer von Gott selbst – komplett entschlüsselt werden könnte. Er war weder ein Tier, das ausschließlich den Gesetzen Darwins folgte, noch war er ein Wesen, das gänzlich auf Vernunft basierte. Er war irgendetwas dazwischen. Vielleicht ein gescheitertes Experiment oder ein Tier mit hoher Intelligenz, das von Grund auf gefährlich war, weil es verstand diese Intelligenz als Waffe einzusetzen.
Doch warum nur? Was gab dem Menschen Hass, was die Liebe ihm nicht geben konnte, und warum sahen so viele Menschen die Liebe nicht, die sie allgegenwärtig durch die Natur umgab – selbst in so einer hässlichen Welt wie der seinen?
Nein, der Schlüssel zur Lösung des Problems war nicht in dem Buch von Rousseau zu finden. Er war in keinem Buch der Welt zu finden. Er lag woanders! In der Einzigartigkeit und Vielfalt der Dinge, die keiner je ergründen würde und die selbst durch so viele Faktoren beeinflusst wurden, dass der Mensch auf ewig ein ungelöstes Rätsel bliebe; genau wie seine Bestimmung. Und mit dieser Erkenntnis war sich Ben fast sicher, dass es nie eine Patentlösung gäbe, um alle Menschen friedlich zu vereinen, ohne sie dabei zu willenlosen Sklaven zu machen, die das verloren was sie ausmachte – eine Seele.
Seine Bücher gaben allerdings Hilfen gewisse Hürden auf dem Weg zum Glück zu überwinden. Jedoch nur unter der Voraussetzung, dass man sich dieser Hürden überhaupt bewusst war und sie überwinden wollte.
Kant hatte ein paar interessante Denkmodelle der Ethik entwickelt, die jeder Mensch als Formel verstehen konnte. Bens Lieblingsspruch, der sich an den Kategorischen Imperativ Kants anlehnte war: 'Was Du nicht willst, das man dir tu, das füge niemand anderem zu.'
In diesen Worten lag so viel Weisheit und Achtung, dass Ben darüber hätte heulen können. Er selbst lebte nach diesem Motto und respektierte alles Leben, wenn es auch noch so gering und unscheinbar erschien – wobei er sich nicht erdreistete, darüber zu urteilen.
Warum nur erkannten so wenige das? Warum wurde ihnen nicht bewusst, was ihm bewusst war, und wie glücklich und zufrieden alle hätten werden können, wenn alle nur diesen einen Grundsatz beachteten? Warum verbot die Kirche die Lehren solcher weisen Männer. Warum fürchtete man sie? Hatte man Angst, dass die Menschheit als Gesamtheit glücklich wurde? Das war paradox.
Die Antwort war einfach wie simpel.
Es war die Gier! Die Gier nach der Macht, die anderen zu lenken – und nicht ins Glück, sondern in Unglück hinein, um sich dann daran zu ergötzen.
Verärgert und frustriert, schlug Ben das Buch zu und legte es mit auf den Stapel der anderen. |
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Chinese
10 Unzen Mitglied
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Zum Buch
Wundere mich das man so etwas ernsthaft in Erwägung ziehen kann. Bitte weiterträumen. Ich persönlich bin strikt dagegen. Obwohl man zugeben muss, das 50 Prozent dieses Systems schon vorhanden ist. Man spricht hier vom Harzen. Soll nur noch etwas komfortabler werden.
Chinese _________________ »Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein.« Albert Einstein |
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Querulant
1 kg Barren Mitglied

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@Chinese,
Leuten wie Dir, welche so abfällig über Hartz4-Empfänger reden (es ist übrigens ein geringer Prozentsatz, die wirklich faul ist !!!) würde ich es gönnen, dass sie von ihrem Arbeitgeber gegen billigere Zeitarbeiter ausgetauscht werden.
Dies passiert oft genug und es kann früher oder später jeden treffen.
Aber weiß schon, das kann jemanden wie Dir selbstverständlich nicht passieren (möchte die Gründe gar nicht hören, sonst kommt mir vielleicht schon deshalb wieder die Galle hoch).
Falls Du Angestellter bist und einen sicheren Arbeitsplatz hast, dann sei froh und dankbar und hacke nicht auf diejenigen ein, welche nicht so viel Glück haben.
Wie gesagt, ich würde es überheblichen Leuten wie Dir gönnen, dass Du mal vom Amt abhängig bist - möglichst noch als Aufstocker ... 40 Stunden-Woche und dann noch beim Amt um Almosen betteln.
Das kann ich Dir wärmstens empfehlen - denn Du stellst Dir ja offensichtlich das Leben als Hartzer so toll vor, ne? Wenn es so toll ist, warum machst Du es nicht einfach selbst?
[/b] _________________ mein Glas ist immer halbvoll, niemals halbleer  |
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Querulant
1 kg Barren Mitglied

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@185Rhenium zu dem Buch Deiner Frau:
| Zitat: |
Ben war sich nicht sicher, ob es überhaupt so etwas wie eine Wurzel des Übels gab. Aber er war davon überzeugt, dass sie nicht in einem künstlich erschaffenen Gebilde des Menschen zu suchen war, sondern im Menschen selbst, der das Böse stets in sich trug und entscheiden konnte, ob er sich dafür oder dagegen entschied. |
sehe ich genauso
Die Umwelt formt zwar den Menschen, ja, aber was war zuerst da „die Henne oder das Ei“?
Oder anders gefragt: damit die Umwelt den Menschen zum Negativen formen kann müssen doch erst mal „schlechte“ Menschen da gewesen sein. Und wodurch sind diese denn so geworden?
Da scheint mir doch die Theorie der Bibel vom Sündenfall plausibler zu sein
| Zitat: |
Kant hatte ein paar interessante Denkmodelle der Ethik entwickelt, die jeder Mensch als Formel verstehen konnte. Bens Lieblingsspruch, der sich an den Kategorischen Imperativ Kants anlehnte war: 'Was Du nicht willst, das man dir tu, das füge niemand anderem zu.'
In diesen Worten lag so viel Weisheit und Achtung, dass Ben darüber hätte heulen können. Er selbst lebte nach diesem Motto und respektierte alles Leben, wenn es auch noch so gering und unscheinbar erschien – wobei er sich nicht erdreistete, darüber zu urteilen.
Warum nur erkannten so wenige das? Warum wurde ihnen nicht bewusst, was ihm bewusst war, und wie glücklich und zufrieden alle hätten werden können, wenn alle nur diesen einen Grundsatz beachteten? |
sehr gut !!! _________________ mein Glas ist immer halbvoll, niemals halbleer  |
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