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Kommt der Systemcrash?
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Beitragvom: 18.10.2011, 11:51 Nach oben Nach unten
Bumerang
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Hallo Gemeinde,

nachdem im legendären Thread "Silberkurs - Ausbruch oder Rückfall" zunehmend Wirtschafts- und Finanzprobleme OT diskutiert wurden, wollte ich dafür ein eigenes Trööt aufmachen.

Als Start, habe ich ein Interview aus dem Handelsblatt mit Dirk Müller, "Wir sind in der Endphase"

http://www.handelsblatt.com/finanze....5148778.html?p5148778=all

Er beschreibt m. E. sehr gut die Situation in der wir uns befinden. Und, vor allem, dass ein Systemcrash für die Masse positiv verlaufen wird!

Habe ein Paar Zitate herausgenommen:

Zitat:

Es kann zum Beispiel über eine große Inflation passieren. Es kann eine Währungsreform sein. Denkbar ist auch eine fiskalische Lösung, etwa durch brutal hohe Spitzensteuersätze wie während des New Deal im Amerika der 30er-Jahre. Oder es kommt zu einem Schuldenschnitt.



Zitat:


Unser Finanzsystem ist am Ende. In den USA beträgt die Gesamtverschuldung der Bürger, des Staates und der Industrie bereits 400 Prozent des Bruttoinlandsprodukts


Zitat:

Über die Jahrzehnte sammelt sich das Geld bei immer weniger Menschen an, während die Masse immer weniger davon hat. Für den Bürger spielt es am Ende gar keine Rolle, wo in diesem System die Schulden liegen – er zahlt am Ende immer; er zahlt seine eigenen Schulden sowieso, die des Staates über die Steuern, und die der Unternehmen über die Produkte, die er kauft, weil da die Zinsen in die Preise eingerechnet sind. Das geht so lange gut, bis die Masse die Zinslast nicht mehr tragen kann, bis sie den Gürtel nicht mehr enger schnallen und der Staat keine Leistungen mehr streichen kann.

Zitat:


Ich wage keine Prognose, wann das so weit sein wird. Aber wir sind in der Endphase. Es wird – wie alle paar Jahrzehnte – zu dem kommen, was ich als ‚Reset’ bezeichne.



Zitat:

Es wird zu einer Umverteilung von oben nach unten kommen, die kann innerhalb weniger Monate oder über ein, zwei Jahre ablaufen. Denjenigen, die Ansprüche an den Staat haben, wird etwas weggenommen, die Masse wird entlastet.

_________________
Gruß

Bumerang
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vom: 18.10.2011, 11:51 Nach oben Nach unten
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Beitragvom: 18.10.2011, 12:03 Nach oben Nach unten
C63
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Bumerang,

meinst Du nicht auch, daß es in diesem Forum schon genug Katastrophen-Threads gibt?....

Nur so ein Gedanke.
Beitragvom: 18.10.2011, 12:34 Nach oben Nach unten
thono
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Bumerang hat Folgendes geschrieben:

Er beschreibt m. E. sehr gut die Situation in der wir uns befinden. Und, vor allem, dass ein Systemcrash für die Masse positiv verlaufen wird!


na das halte ich aber für ein typisches Missverständniss.

Natürlich fühlt sich Jeder übervorteilt und meint das eine Umverteilung von Oben nach Unten,
IHM zugute kommt.

Von Vorteil ist ein solcher RESET vordergründig nur für die, die nichts ( ob nichts bei weniger als 5k oder 10k Gesamtvermögen beginnt mag diskutiert werden) zu verlieren haben .... Die Mehrzahl derer die sich hier mit EM beschäftigen, wird wohl eher nicht zu dieser Gruppe gehören (Besitzer 2er Andorras wie mich, natürlich ausgeschlossen ).

Das es anschliessend für die meisten wieder besser wird, denk ich auch.

Natürlich wird es die 'oberen 10k' in absoluten Zahlen gesehen härter treffen , allerdings würd ich lieber zum Neubeginn mit 1 Mio Rest aus 100 Mio , oder zur Not auch mit 100k aus 1 Mio anfangen, als mit 1k aus 100k.

Und letzteres wird wohl die Mehrzahl darstellen ....
Beitragvom: 18.10.2011, 12:49 Nach oben Nach unten
SIMSALABIM
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@Bumerang,

danke für den guten Link.
Ist mir bei meiner "Medienüberwachung" glatt durchgerutscht.
Also wenn man dem nicht glauben kann, wem dann? Frau Merkel, Herrn Schäuble oder Herrn Barroso?
_________________
MfG
Beitragvom: 18.10.2011, 13:27 Nach oben Nach unten
Bumerang
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thono hat Folgendes geschrieben:
Bumerang hat Folgendes geschrieben:

Er beschreibt m. E. sehr gut die Situation in der wir uns befinden. Und, vor allem, dass ein Systemcrash für die Masse positiv verlaufen wird!


na das halte ich aber für ein typisches Missverständniss.

Natürlich fühlt sich Jeder übervorteilt und meint das eine Umverteilung von Oben nach Unten,
IHM zugute kommt.

Von Vorteil ist ein solcher RESET vordergründig nur für die, die nichts ( ob nichts bei weniger als 5k oder 10k Gesamtvermögen beginnt mag diskutiert werden) zu verlieren haben .... Die Mehrzahl derer die sich hier mit EM beschäftigen, wird wohl eher nicht zu dieser Gruppe gehören (Besitzer 2er Andorras wie mich, natürlich ausgeschlossen ).

Das es anschliessend für die meisten wieder besser wird, denk ich auch.

Natürlich wird es die 'oberen 10k' in absoluten Zahlen gesehen härter treffen , allerdings würd ich lieber zum Neubeginn mit 1 Mio Rest aus 100 Mio , oder zur Not auch mit 100k aus 1 Mio anfangen, als mit 1k aus 100k.

Und letzteres wird wohl die Mehrzahl darstellen ....



Nun, ob man „oben“ oder „unten“ im Sinne der Umverteilung ist, hängt von ein Paar klaren Faktoren ab.

Zunächst hast Du Recht, dass die die nichts (oder Schulden) haben auf alle Fälle besser da stehen werden. Sie hatte aber die ganze Zeit verhältnismäßig viel gezahlt, wenn auch nicht direkt durch Steuern! Im Beitrag ist Dirk Müller darauf eingegangen (kleine Löhne, hohe Preise)

Genauso klar ist auch, dass die oberen 10 Tausend dabei verlieren. Zu recht wie ich meine, denn deren Vermögen sind in den letzten Jahrzehnten exorbitant gestiegen. Und ich meine nicht die Immobilien, Yachten und Aktien, sondern vielmehr deren Geldvermögen, das sie nicht mehr in die Wirtschaft gesteckt sondern es der Finanzbranche zum Vermehren geliehen haben!

Jetzt komme ich zur Mitte. Hier wird es welche geben die profitieren und welche die verhältnismäßig schlechter da stehe werden.
Aber alle werden gewinnen dadurch, dass sie sich nicht mehr an der ehemaligen hohen Zinslast des Staates, in form von hohen Steuern, beteiligen müssen! Und da ist es sicher unterm Strich für ein durchschnittlich Verdienenden besser wenn er einen Job hat, und jeden Monat entlastet wird durch geringere Steuern, höhere Löhne weil nach einem Reste die Wirtschaft wieder einspringt (hohe Nachfrage, siehe 1990), als meinetwegen 100k zu retten. Die die im Geld unterwegs sind verlieren auf alle Fälle!
Das schmerzt, gebe ich zu, doch kann man sich dagegen noch wappnen! EM z.B, auch Aktien sind besser vor einer Währungsreform, oder wie auch immer ein Reset verlaufen wird.
Wer dem Geld noch immer vertraut, kann sich hinterher nicht beklagen. Das Leben ist kein Ponyhof. Manchmal muss man Entscheidungen treffe, Risiken eingehen. Nichtstun bedeutet nicht zwangsläufig, dass man keine Risiken eingeht.

Wo jeder von uns danach steht, wird sich zeigen. Wessen größtes Vermögen die eigene Arbeitskraft ist, gewinnt! Den Rest muss man so streuen, dass man möglichst wenig verliert.
_________________
Gruß

Bumerang
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Beitragvom: 18.10.2011, 13:28 Nach oben Nach unten
Bumerang
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C63 hat Folgendes geschrieben:
Bumerang,

meinst Du nicht auch, daß es in diesem Forum schon genug Katastrophen-Threads gibt?....

Nur so ein Gedanke.


Dass ist ein Hoffnungsthread smilie_16
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Gruß

Bumerang
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Beitragvom: 18.10.2011, 14:42 Nach oben Nach unten
thono
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Bumerang hat Folgendes geschrieben:


<... viel Richtiges gesnipt ....>

Wo jeder von uns danach steht, wird sich zeigen. Wessen größtes Vermögen die eigene Arbeitskraft ist, gewinnt! Den Rest muss man so streuen, dass man möglichst wenig verliert.


im Prinzip sind wir uns da einig ...

Ein wenig auf dem falschen Fuss erwischt es halt diejenigen, welche ein 'Leben' lang geackert haben um sich jetzt so langsam aber sicher zur Ruhe zu setzen. Da bleibt dann nach einem Reset nicht so viel Zeit für einen Neuanfang.

Mein Plan, sich in ein paar Jahren so langsam aus dem Angestelltenverhältnis zu verabschieden um dann von der parrallel aufgebauten Selbständigkeit zu leben und den höchsten Luxus - Zeit und Selbstbestimmung zu geniessen, wird damit allerdings etwas in Frage gestellt.

However, ich bin zuversichtlich, wäre ja nicht mein erster Währungsschnitt Wink.
Beitragvom: 18.10.2011, 14:49 Nach oben Nach unten
MapleHF
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Bumerang hat Folgendes geschrieben:

Aber alle werden gewinnen dadurch, dass sie sich nicht mehr an der ehemaligen hohen Zinslast des Staates, in form von hohen Steuern, beteiligen müssen!


Genau das bestreite ich.

Seht Euch einfach mal den Bundeshaushalt an.

Thumbnail, Klicken um zu vergrößern.


Auch wenn die Netto-Neuverschuldung mittlerweile auf 48 Milliarden runtergerechnet wurde (das muss sich in Anbetracht der konjunkturellen Lage erstmal bewahrheiten) ist sie immer noch um 10 Milliarden höher als die Zinslast.

Das heißt der einzige Effekt eines Wegfallens der Zinslast wäre der, dass die Netto-Neuverschuldung um 38 Milliarden sinkt. Der Haushalt wäre aber immer noch nicht ausgeglichen. Spielraum für Steuersenkungen wäre dennoch nicht, bzw. nur um den Preis einer höheren Neuverschuldung gegeben.

Ihr Könnt Euch gerne auch die Haushalte der letzten Jahre ansehen. Fakt ist, dass kein Euro Steuergeld für die Zinsen aufgewendet wurde, weil in den letzten Jahren die Neuverschuldung immer über der Höhe der Zinsen lag und somit die Zinsen mit Neuverschuldung bezahlt wurden und nicht mit Steuereinnahmen

MapleHF


Zuletzt bearbeitet von MapleHF am 18.10.2011, 14:57, insgesamt einmal bearbeitet
Beitragvom: 18.10.2011, 14:57 Nach oben Nach unten
Rheingold
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Warum eigentlich wieder eine Währung mit Verfallsdatum und mit deren Entwertung sich Regierungen durch Wahlverprechen auf Pump anstatt durch gute Leistung an die Macht kaufen können?

Ich höre immer Reset und begrenzte Haltbarkeit der Währung, aber warum startet man nicht neu mit einer soliden Gold-/Silberwährung?
Als zweitbeste Lösung alternativ mit einer soliden goldgedeckten Währung mit gesetzlich verankerter fixer Geldmenge b.z.w. Deckung.

Vorteile sind hier:

- keine künstliche Ausweitung der Geldmenge möglich
(von der zur Gesamtmenge geringen Produktion von Minen mal abgesehen, aber zumindest stehen hier Kosten als Gegegenwert und nichts kann aus Luft erzeugt werden.)
- der Staat kann nicht im Übermaß mehr ausgeben als er einnimmt.
- Kriege werden unbezahlbar
- keine Inflation möglich und damit ein Ende dieser versteckten Steuer.
- knappe Güter + Ressourcen werden auch wirklich teurer und somit ökonomischer genutzt.
- billiger produzierte Güter werden günstiger.
- Omas Ersparnisse behalten auch unterm Kopfkissen ihren Wert.
- nur noch gute Investitionen in solide produzierende Unternehmen oder gute Ideen erzeugen Gewinne
- kurzfristige Spekulationen werden durch mehr langfristige Investitionen abgelöst.

Das Argument es gibt zu wenig EM kann nur von einem Fiat-Junkie kommen, der nichts anderes kennt oder der den Wert eines Zahlungsmittels mit etwa gleichem innerem Wert nicht begreifen kann.

Die fixe EM-Menge ist der Ausgangswert von dem die einzelne EM-Einheit ihren Wert abgeleitet bekommt.
Das dieser Wert natürlich ungleich höher sein könnte als er vielleicht heute in Fiat gemessen wird entlarvt die Illusion b.z.w. den Betrug der jetzigen Papierwährungen.

edit:

Wer glaubt, daß man durch den vermeintlichen Vorteil der Geldmengensteuerung der Wirtschaft positive Impulse geben kann, dem muß klar sein, daß es wesentlich einfacher ist die Geldmenge auszuweiten, als eine bestimmte Geldmenge wieder aus dem Kreislauf zurückzuholen. Will man dies erst gar nicht tun, so finanziert man einen Pseudo-Aufschwung auf Pump und was soll dies den bitte langfristig bringen? Die Exzesse und Folgen dieser Art von Steuerung sind aktuell zu beobachten.
Zudem wird dies als eine Ursache für starke Ausschläge in den Konjunkturzyklen diskutiert, welche unter geldmengenstabilen Vorraussetzungen wahrscheinlich wesentlich milder ablaufen würden.
Beitragvom: 18.10.2011, 16:17 Nach oben Nach unten
Bumerang
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MapleHF hat Folgendes geschrieben:
Bumerang hat Folgendes geschrieben:

Aber alle werden gewinnen dadurch, dass sie sich nicht mehr an der ehemaligen hohen Zinslast des Staates, in form von hohen Steuern, beteiligen müssen!


Genau das bestreite ich.

Seht Euch einfach mal den Bundeshaushalt an.

Thumbnail, Klicken um zu vergrößern.


Auch wenn die Netto-Neuverschuldung mittlerweile auf 48 Milliarden runtergerechnet wurde (das muss sich in Anbetracht der konjunkturellen Lage erstmal bewahrheiten) ist sie immer noch um 10 Milliarden höher als die Zinslast.

Das heißt der einzige Effekt eines Wegfallens der Zinslast wäre der, dass die Netto-Neuverschuldung um 38 Milliarden sinkt. Der Haushalt wäre aber immer noch nicht ausgeglichen. Spielraum für Steuersenkungen wäre dennoch nicht, bzw. nur um den Preis einer höheren Neuverschuldung gegeben.

Ihr Könnt Euch gerne auch die Haushalte der letzten Jahre ansehen. Fakt ist, dass kein Euro Steuergeld für die Zinsen aufgewendet wurde, weil in den letzten Jahren die Neuverschuldung immer über der Höhe der Zinsen lag und somit die Zinsen mit Neuverschuldung bezahlt wurden und nicht mit Steuereinnahmen

MapleHF



Was im Bild nicht sichtbar ist, ist die Zinslast der Privatverschuldung! Habe auf die schnelle keine Daten zur BRD gefunden, deshalb nehme ich einfach die Zahl aus dem Beitrag von Dirk Müller zur USA. Da spricht er davon, dass Staatsschulden und private Schulden ca 400% des BIP ausmachen. Also, wenn wir davon ausgehen das hier auch nicht viel anders ist, hätten wir allein eine Reduzierung der privaten Zinslast um sagen wir 60Mrd!
In beiden Fällen haben wir den Wegfall der Tilgung nicht eingerechnet. Also, nachdem sowohl der Staat als auch Otto Normal keine Zinsen mehr zahlen müssten, könnte sie sich wieder verschulden! Die Summe um die es geht ist immens!

Dieses Geld würde größtenteils sofort in Konsum und Investitionen (Auto, Haus, Boot, etc) fließen, also in die REALWIRTSCHAFT! Der Staat müsste, zeitversetzt, sich theoretisch nicht mehr neu verschulden, weil der Konsum und die Investitionen sowohl für mehr Steuereinnahme als auch für sinkende Sozialkosten sorgen würden. Die Preise würden nicht sofort steigen, weil auch die Produktion durch Wegfall der Zinsen(Schulden) billiger wäre. Ist im Einzelfall sicher nicht genauso, aber pauschal stimmt das.

Das wäre eine ordentliche Umverteilung von Oben nach Unten. dass der Eine das Geld lieber verprasst während der Andere es investiert, liegt in der Natur des Menschen.
Hoffentlich werden Banken keine Kredite mehr gewähren, wenn es Riskant ist. Wobei in der Realwirtschaft sich die Risiken in Grenzen halten. Habe noch nicht von einer Bankenpleite wg Autokredite, Immokredite oder Kredite an KMU gehört. Auch würden die, die noch immer Geld übrig hätten, sich zweimal überlegen, ob sie spekulieren oder lieber in die Realwirtschaft investieren.

Das hatte ich vergessen. Die Spekulanten würden auch sehr viel verlieren, nicht nur die Sparer! Um die, glaube ich, wird keiner weinen, oder?
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Gruß

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Beitragvom: 18.10.2011, 16:37 Nach oben Nach unten
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Rheingold hat Folgendes geschrieben:
Warum eigentlich wieder eine Währung mit Verfallsdatum und mit deren Entwertung sich Regierungen durch Wahlverprechen auf Pump anstatt durch gute Leistung an die Macht kaufen können?

Ich höre immer Reset und begrenzte Haltbarkeit der Währung, aber warum startet man nicht neu mit einer soliden Gold-/Silberwährung?
Als zweitbeste Lösung alternativ mit einer soliden goldgedeckten Währung mit gesetzlich verankerter fixer Geldmenge b.z.w. Deckung.

Vorteile sind hier:

- keine künstliche Ausweitung der Geldmenge möglich
(von der zur Gesamtmenge geringen Produktion von Minen mal abgesehen, aber zumindest stehen hier Kosten als Gegegenwert und nichts kann aus Luft erzeugt werden.)
- der Staat kann nicht im Übermaß mehr ausgeben als er einnimmt.
- Kriege werden unbezahlbar
- keine Inflation möglich und damit ein Ende dieser versteckten Steuer.
- knappe Güter + Ressourcen werden auch wirklich teurer und somit ökonomischer genutzt.
- billiger produzierte Güter werden günstiger.
- Omas Ersparnisse behalten auch unterm Kopfkissen ihren Wert.
- nur noch gute Investitionen in solide produzierende Unternehmen oder gute Ideen erzeugen Gewinne
- kurzfristige Spekulationen werden durch mehr langfristige Investitionen abgelöst.

Das Argument es gibt zu wenig EM kann nur von einem Fiat-Junkie kommen, der nichts anderes kennt oder der den Wert eines Zahlungsmittels mit etwa gleichem innerem Wert nicht begreifen kann.

Die fixe EM-Menge ist der Ausgangswert von dem die einzelne EM-Einheit ihren Wert abgeleitet bekommt.
Das dieser Wert natürlich ungleich höher sein könnte als er vielleicht heute in Fiat gemessen wird entlarvt die Illusion b.z.w. den Betrug der jetzigen Papierwährungen.

edit:

Wer glaubt, daß man durch den vermeintlichen Vorteil der Geldmengensteuerung der Wirtschaft positive Impulse geben kann, dem muß klar sein, daß es wesentlich einfacher ist die Geldmenge auszuweiten, als eine bestimmte Geldmenge wieder aus dem Kreislauf zurückzuholen. Will man dies erst gar nicht tun, so finanziert man einen Pseudo-Aufschwung auf Pump und was soll dies den bitte langfristig bringen? Die Exzesse und Folgen dieser Art von Steuerung sind aktuell zu beobachten.
Zudem wird dies als eine Ursache für starke Ausschläge in den Konjunkturzyklen diskutiert, welche unter geldmengenstabilen Vorraussetzungen wahrscheinlich wesentlich milder ablaufen würden.


Das Problem ist ein menschliches, kein technisches!

Auch ohne Goldstandard lässt sich eine stabile Währung einführen!

Eben mit der Maßgabe, dass der Haushalt immer ausgeglichen sein muss, und der Staat keine Schulden machen darf! Er kann schließlich Steuern erheben, warum also verschulden, und nicht nur den Kredit sondern auch Zinsen zurückzahlen? Obendrein, sich vom Finanzsystem abhängig machen!
Das hätte den „Vorteil“, dass es sofort sichtbar wäre, wer viel Steuern zahlt, und wer wenig. Wer viel Vermögen hat und wer Keins hat. Wer vom System profitiert, und wer nicht. Und vor allem, was Wert ist und was nicht. Diese Transparenz geht Vielen doch zu weit. smilie_11
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Gruß

Bumerang
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Beitragvom: 18.10.2011, 16:40 Nach oben Nach unten
MapleHF
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... mir ging es ja um Deine Aussage, dass die Steuern sinken würden.

Aber auch was die Konjunktur angeht, sehe ich das kurzfristig nicht nur positiv.

Dienjenigen, die ein bestimmtes Sicherheitspolster haben möchten, werden sparen um nach der Geldentwertung das Sicherheitspolster wieder aufzubauen.

Diejenigen die auf Kredit konsumiert haben und die Gewinner eines Währungsschnitts waren, würden sicherlich sofort wieder auf Kredit konsumieren. Die Frage ist nur, ob die Banken, die kurz zuvor Millairden-Abschreibungen tätigen mußten, diesen Leuten wieder so leichtfertig Konsumkredite geben.

Ich gehe völlig konform mit Herrn Müller, dass etwas passieren wird und muss. Auch bin ich der Überzeugung, dass es danach wieder aufwärts geht. Aber eben nicht sofort, zuvor werden wir noch ein "Tal der Tränen" durchschreiten müssen.

MapleHF
Beitragvom: 18.10.2011, 16:59 Nach oben Nach unten
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Das Problem sind die Zinsen. Wer kein Geld hat, muss sich um eine Existenz aufzubauen Geld leihen. Da er aber keine Sicherheiten hat bekommt er mächtig viel Zinsen auf das geliehene Geld aufgebrummt - die er, wenn das Pech ihn heimsucht (Krankheit/Unfall oder ein anderes unerwartetes Schicksal) nie wieder zurückzahlen kann - oder er zahlt sein Leben lang Zinsen ohne sich noch jemals etwas leisten zu können (vielleicht nicht einmal die Reparatur seines Autos, das er aber für seinen Lebensunterhalt und die Zinsen abzuzahlen benötigt)
Wäre es nicht besser, wenn jeder Bundesbürger zu Lebenseintritt ein Startkapital erhielte, das ihm zu Eintritt in die Arbeitswelt zur Verfügung gestellt wird und das er dann im Laufe seines Lebens zurückzahlen kann - ohne Zinsen.
Natürlich wäre dann auch der Staat verpflichtet keine Schulden zu machen, dass die Zinsen nicht dort entstehen - am besten die Banken und damit den Zinskreislauf komplett abschaffen.
Beitragvom: 18.10.2011, 17:04 Nach oben Nach unten
Rheingold
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Bumerang hat Folgendes geschrieben:
Das hätte den „Vorteil“, dass es sofort sichtbar wäre, wer viel Steuern zahlt, und wer wenig. Wer viel Vermögen hat und wer Keins hat. Wer vom System profitiert, und wer nicht. Und vor allem, was Wert ist und was nicht. Diese Transparenz geht Vielen doch zu weit. smilie_11


Du meinst mit "Vielen" die eine Minderheit, wenn auch zugegeben (noch) entscheidende Minderheit (tippe mal auf unter 1%) smilie_16
Beitragvom: 18.10.2011, 17:13 Nach oben Nach unten
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MapleHF hat Folgendes geschrieben:
... mir ging es ja um Deine Aussage, dass die Steuern sinken würden.

Aber auch was die Konjunktur angeht, sehe ich das kurzfristig nicht nur positiv.

Dienjenigen, die ein bestimmtes Sicherheitspolster haben möchten, werden sparen um nach der Geldentwertung das Sicherheitspolster wieder aufzubauen.

Diejenigen die auf Kredit konsumiert haben und die Gewinner eines Währungsschnitts waren, würden sicherlich sofort wieder auf Kredit konsumieren. Die Frage ist nur, ob die Banken, die kurz zuvor Millairden-Abschreibungen tätigen mußten, diesen Leuten wieder so leichtfertig Konsumkredite geben.

Ich gehe völlig konform mit Herrn Müller, dass etwas passieren wird und muss. Auch bin ich der Überzeugung, dass es danach wieder aufwärts geht. Aber eben nicht sofort, zuvor werden wir noch ein "Tal der Tränen" durchschreiten müssen.

MapleHF


Ich habe ja geantwortet warum die Steuern, zwar zeitversetzt, sinken würden.
Jeder darf und soll sparen, wenn er das Bedürfnis nach Sicherheit hat. Der Unterschied wird sein, dass möglicherweise in Sachwerte gespart würde. Zumindest eine weile.

Konsum- und Investkredite muss man nicht vergeben. Ist aber nicht das Hauptproblem der Banken gewesen! Das Zocken mit Derivaten und Staatsanleihen vermeintlich sicherer Staaten war es.

Ich bin optimistischer, und Glaube nicht an den Tal der Tränen. Ich glaube, dass sich viele bereits in diesem Tal befinden, und mehr davon das politische System komplett destabilisieren würde. Davor haben die Vermögenden (Superreiche) noch mehr Angst. Denn ein Schnitt würde primär „nur“ deren Geldvermögen angreifen, während ein politischer Umbruch sehr schnell auch an deren Sachvermögen gehen könnte!


Das Reset ist eine natürliche Reaktion. Denn die die viel Geld/Vermögen haben, werden es wieder stärker vermehren als die Anderen. Und dann gibt es wieder ein Reset, und wieder und immer wieder.
_________________
Gruß

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