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barny
2 Unzen Mitglied
Anmeldedatum: 23.07.2010
Beiträge: 26
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Gruß in die Gemeinde,
vl. kennt mich der eine oder andere noch.
Hier mal was zum Nachdenken bitte
junge Leute von heute haben in vielerlei Hinsicht meiner Überzeugung nach um einiges mehr and emotionalem Stress als noch unsere Vorgeneration.
Das Hauptproblem für den gebildeten jungen Menschen ist die gänzlich unplanbare Zukunft.
Es besteht der Wunsch nach einem Nest, einem Rückzugsort der Geborgenheit wo man sich wohlfühlt.
Und nun zum Thema: die Finanzierung dieses Wunsches.
Momentan kein Problem die Finanzierung steht, das Zinsniveau für Kredite ist ein Traum und der eine oder andere redet einem auch noch ein das man für den Kredit langfristig weniger zurückzahlt, da ja die Inflation den realen Kreditwert senkt.
Doch es soll ja auch noch den ein oder anderen geben der sich Gedanken macht und überlegt, was passiert in der heissen Zeit jetzt eigentlich mit meinem Kredit, wenns Inflationstechnisch/währungsmäßig kracht.
Dazu hat er sich folgende Szenarien zusammengebastelt:
1. die Inflation galoppiert im zweistelligen Bereich. Die Ausgaben für Lebensnotwendiges sind so hoch, dass eine Tilgungsaufbringung nicht mehr möglich ist. Die Bank kündigt den Kredit.
2. eine Währungsreform wird durchgezogen. Schulden aber werden schwächer abgewertet als Guthaben. Der Verdienst in "Währung neu" ist zu gering um die Raten zu bedecken, da ja die Schulden nominell gestiegen sind. Die Bank kündigt den Kredit.
Im großen Netz findet man im Großen und Ganzen 2 darstellende Seiten.
die eine besagt, Kredite für eigengenutzte Immobilien sind nur dann "zu empfehlen" wenn man die Kreditsumme sowieso schon auf der Seite hat.
Die andere Seite empfiehlt sogar Schulden zu machen in der falschen Annahme das Einkommen, sofern noch vorhanden, steigt im gleichen Ausmaß wie die Inflation.
Meiner persönliche Empfindung nach sind beide darstellenden Seiten nicht nachvollziehbar.
Man(ich) findet aber keine darstellende Seite die genauer auf die Problematik der Masse in diesem Fall eingeht.
Heutzutage haben gefühlte 80% aller Einwohner einen Kredit am Laufen oder hängen indirekt daran. (Familie)
Sollte ich nicht mehr angenommene 30% meines Einkommens für eine Darlehenstilgung aufwenden können da die sonstigen Preise derart gestiegen sind haben wir ohnehin gröbere Probleme und wenn nun noch geschätzte 50% aller Kredite aufgekündigt werden ohne Aussicht auf Erzielung der Kreditsumme durch Versteigerung ist wohl eine anarchieartige Eskalation vorprogrammiert und ein Totalzusammenbruch die weitere Folge.
Daher glaube ich dass das 1. oben genannte Szenario in der jetztigen, momentanen Vorphase des Währungszusammenklappens zwar diejenigen trifft, die es wohl "sowieso" getroffen hätte, aber wenns dann richtig los geht halte ich es auch aus Sicht der Obrigkeit für nicht wünschenswert.
Ähnlich sieht es zu Szenario 2 aus, wobei dies noch denkbarer ist, da hier die Zeitspanne zwischen den Einzelschicksalen wohl größer ist.
Und zu beiden Szenarien stellt sich mir die Frage: Wer kauft den ganzen Immomüll dann eigentlich.
Aus Silbersicht zu Szenario 1: Sofern ich ein paar kg. Ag habe sollte der Wert eben dieses sich so nach oben mitentwickeln dass ich zu dem Zeitpunkt zu dem ich keine Raten mehr bedienen könnte mit dem Erlös eines Verkaufs einen großen Teil davon abdecken kann.
Bei Szenario 2 müsste man wohl den richtigen Exit-Zeitpunkt erwischen.
Wo sind meine Denkfehler?
Im Grunde läufts darauf hinaus, dass mir die Frage offen steht, ob man 80% oder mehr der Bevölkerung auflaufen lassen kann.
Bzw. die nächste Frage, wenn ich zur Miete wohne, kann ich mir die Mieten auch nicht mehr leisten, selbst, wenn diese eingefroren werden.
Ob ich bspw. 700€ Mietbelastung habe oder 700€ Kreditbelastung - who cares?
Sofern man so schlau war und mit Zinsobergrenze unterschrieben hat.
Bin neugierig auf eure Überlegungen. |
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Sawyer
10 Unzen Mitglied

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Beiträge: 318
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Welche Miete vergleichst du mit welcher Kreditbelastung? 700€ Warmmiete mit 700€ Kredit? Die einzelnen Kosten für ein Haus vorher umfänglich zu bestimmen ist sehr schwierig. Da ist die Miethöhe einfacher zu überblicken, wenngleich diese auch steigen kann. Das können aber auch Kosten des Hauses wie Grundsteuer etc.
Bei einem Haus fallen IMMER Reparaturen und Instandhaltungen an. Schon dafür sollten auch Rücklagen gebildet werden ("Petersche Formel"). Das vergessen auch viele oder es ist schlicht das Geld nicht mehr dafür übrig.
Wer die Miete nicht mehr zahlen kann muss ausziehen - wer den Kredit nicht mehr zahlen kann muss letztlich wohl auch ausziehen, hat aber oft noch einen Batzen Schulden an der Backe.
Selbstgenutzte Immobilien rechnen sich IMO nicht wirklich. Vermietete Immos sind da schon eher was, wenngleich auch wieder mit einem Risiko verbunden. |
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Silberschatz
500 g Barren Mitglied

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Wer's genau wissen will, dem kann ich dieses Buch empfehlen.
Rainer _________________ Wir sind Nero, und die Erde ist unser Rom!
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Zuletzt bearbeitet von Silberschatz am 15.11.2010, 15:17, insgesamt einmal bearbeitet |
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Kursprophet
Silber-Guru

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Geschlecht:  Beruf: Vorsicht Giftig ! Wohnort: Am Karpfenteich
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Die Jugend der letzten Generationen hatten gar nichts leichter oder schwerer als die heutige !
Zu meiner Zeit war kalter Krieg und keiner wusste ob es ein Morgen gibt und Ausbildungen und Planungen waren zu meiner Zeit ebenso schwierig wie heute !
Die Generation vor mir hatte es was Arbet und Ausbildung betraf leichter aber jede Zeit hat auch ihre eigenen Probleme , das zu vergleichen halte ich für wenig sinnvoll und in diesem Falle sehe ich es auch anders , in vielen Dingen hat die Jugend heute auch Vorteile und sei es nur im Bereich der Sozialen Kommunikationsmöglichkeiten , ob sich das im Nachhinein allerdings als Pädagogisch wertvoll herausstellt bleibt noch abzuwarten !
Ich denke ich habe das berechtigte Zweifel !  _________________ Si vis pacem para bellum |
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barny
2 Unzen Mitglied
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Beiträge: 26
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| Zitat: |
| Die einzelnen Kosten für ein Haus vorher umfänglich zu bestimmen ist sehr schwierig |
hier sehe ich das Gegenteil, hier kann ich mitunter am meisten beeinflussen.
| Zitat: |
| Das vergessen auch viele oder es ist schlicht das Geld nicht mehr dafür übrig. |
dazu zähle ich die von mir erwähnten, die es sich eh schon vorher nicht haben leisten können.. aber das war nicht der Kern meiner Frage
| Zitat: |
| Wer die Miete nicht mehr zahlen kann muss ausziehen - wer den Kredit nicht mehr zahlen kann muss letztlich wohl auch ausziehen, hat aber oft noch einen Batzen Schulden an der Backe. |
das ist ja der status quo - mir gings eher darum was auf einen in weiterer Folge zukommt, der es sich zum jetzigen Zeitpunkt ohne weiteres finanzieren kann.
Und da war eben die Kernfrage - kann man im Grunde alle auf die Strasse setzen?
@kurs
das war nur als Einleitung zu verstehen und ist nunmal meine persönliche Meinung - du sagst ja selbst in Hinsicht auf "Arbeit und Ausbildung" und da hängt nunmal alles andere dran.
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Silberschatz
500 g Barren Mitglied

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Es wird auf Jahrhunderte keine Generation mehr geben, denen es so gut gehen wird wie es der Generation derjenigen ging, die zwischen 1930 und 1950 in einem der Industrieländer geboren wurden.
Der nächste Währungscrash wird weltweit sein und die Übertragung allen Besitzes an Boden, Rohstoffen und Immobilien an die wenigen hundert herrschenden Clans dieses Planeten vollenden. Die 2 Promille der wirklich Reichen der Erde werden dann nur noch 1 Promille sein, und denen wird dann nicht merh nur gut die Hälfte des Planeten, sondern 80-90% gehören.
Danach werden die Milliarden Menschen auf dieser Erde in mehr oder weniger komfortabler Leibeigenschaft leben, um sich und ihre Familien ernähren und ihnen ein Dach über den Kopf sichern zu können, und den Angehörigen der herrschenden Clans dienen.
Rainer _________________ Wir sind Nero, und die Erde ist unser Rom!
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Zuletzt bearbeitet von Silberschatz am 15.11.2010, 15:39, insgesamt einmal bearbeitet |
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Aktionspotenzial
500 g Barren Mitglied
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Geschlecht: 
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| Kursprophet hat Folgendes geschrieben: |
Die Jugend der letzten Generationen hatten gar nichts leichter oder schwerer als die heutige !
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dem kann ich nicht grundsätzlich widersprechen klar hat man nie was geschenkt bekommen aber ich weiß wenn ich heute so einen schlechten Abischnitt hingelegt hätte wie mein Vater hätte ich das Studium/den Job den er damit noch bekommen hat heute nie im Leben bekommen.
zudem habe ich mitleid mit allen die in G 8 gezwängt werden, das ist fast schon Ganztagesschule ich bin nur froh dass ich da noch rechtzeitig davon gekommen bin ich würde schon sagen dass der Leistungsdruck etwas zugenommen hat |
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barny
2 Unzen Mitglied
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Beiträge: 26
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ich möchte nicht unhöflich sein aber trotzdem keine Diskussion über "wer hats leichter gehabt" haben sondern eure Gedanken zur Kernfrage was mit den Immo-Krediten passieren wird und ob die überall verbreiteten Szenarien überhaupt möglich sind. |
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MulleWupp
10 Unzen Mitglied

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| Aktionspotenzial hat Folgendes geschrieben: |
| Kursprophet hat Folgendes geschrieben: |
Die Jugend der letzten Generationen hatten gar nichts leichter oder schwerer als die heutige !
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dem kann ich nicht grundsätzlich widersprechen klar hat man nie was geschenkt bekommen aber ich weiß wenn ich heute so einen schlechten Abischnitt hingelegt hätte wie mein Vater hätte ich das Studium/den Job den er damit noch bekommen hat heute nie im Leben bekommen.
zudem habe ich mitleid mit allen die in G 8 gezwängt werden, das ist fast schon Ganztagesschule ich bin nur froh dass ich da noch rechtzeitig davon gekommen bin ich würde schon sagen dass der Leistungsdruck etwas zugenommen hat |
G 8 ist die reinste Qual... das hör ich immer wieder. Und ja, der Leistungsdruck hat in den letzten Jahren enorm zugenommen bei gleichzeitiger Abnahme der Motivation bei den Schülern... Verständlicherweise natürlich... Ich war selbst die G8, aber soweit ich weiß, geht da die Schule nach wie vor um 8 Uhr los und man hängt so bis 15 oder 16 Uhr in der Schule fest. Dann noch Hausaufgaben, Lernen etc. pp... Wann soll denn ein "normaler" 12jähriger da noch Freizeit haben? Er ist quasi von früh bis zum späten Nachmittag oder frühen Abend nur mit Schule beschäftigt... Das kann nicht gut gehen! Vielleicht erleben wir so was wie eine Häufung von "Burn Out" mit Anfang/Mitte 20...
, ich wollte net so weit abschweifen... Ich wollt das nur mal einwerfen...
@ topic: Immkredite sind schwer vorherzusagen, wenn es um diese Szenarien geht, weil viel davon abhängt, was die Politik macht. |
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Silberschatz
500 g Barren Mitglied

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Wenn es zu einem weltweiten Währungscrash kommt werden fast alle verlieren. Es werden diejenigen gewinnen, deren Finanzinvestitionen durch tangible Assets (z.B. Immobilien) abgesichert sind. Die werden auch kein Cash mehr haben, aber immerhin Grundstücke, Anlagen und Maschinen. Damit werden sie dann, sobald die Krise durchadministriert ist, wieder Profite erzeugen.
Alle Netto-Schuldner (mehr Schulden als liquidierbares Vermögen) und alle Geldanleger (Geld und verbrieftes Geld) werden (fast) alles verlieren. Wer keine Schulden hat und sein Vermögen nicht in Geldwerte sondern in materielle Werte angelegt hat, wird als Gewinner aus der Krise herausgehen.
Der Häuslebauer mit seiner Hypothek wird sein Haus genauso verlieren wie der Immobilieninvestor mit der kreditfinanzierten Mietimmobilie.
Rainer _________________ Wir sind Nero, und die Erde ist unser Rom!
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snoerch
1 kg Barren Mitglied

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| Silberschatz hat Folgendes geschrieben: |
Es wird auf Jahrhunderte keine Generation mehr geben, denen es so gut gehen wird wie es der Generation derjenigen ging, die zwischen 1930 und 1950 in einem der Industrieländer geboren wurden.
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Das wage ich ernsthaft zu bezweifeln. Mein Vater ist Jahrgang 40, und ich weiss, wie der als Halbwaise die ersten 20 Jahre seines Lebens verbracht hat. Dagegen war meine Kindheit und Jugend ein Traum. Was allerdings die Altersvorsorge angeht, magst Du richtig liegen.
Aber auf Jahrhunderte?
Mag ja sein, dass Du hellseherische Faehigkeiten hast, aber ich halte es da eher mit unserem Forumfrosch: Jede Generation hat ihre eigenen Probleme. Und wer weiss schon, wie unsere Gesellschaft in 200 Jahren, in 50 oder nur in 20 Jahren aussieht?
| Silberschatz hat Folgendes geschrieben: |
Der nächste Währungscrash wird weltweit sein und die Übertragung allen Besitzes an Boden, Rohstoffen und Immobilien an die wenigen hundert herrschenden Clans dieses Planeten vollenden. Die 2 Promille der wirklich Reichen der Erde werden dann nur noch 1 Promille sein, und denen wird dann nicht merh nur gut die Hälfte des Planeten, sondern 80-90% gehören.
Danach werden die Milliarden Menschen auf dieser Erde in mehr oder weniger komfortabler Leibeigenschaft leben, um sich und ihre Familien ernähren und ihnen ein Dach über den Kopf sichern zu können, und den Angehörigen der herrschenden Clans dienen.
Rainer |
Wenn dem so ist, bleibt nur noch zu hoffen, dass die Voelker sich auf ihre reale Macht besinnen, anstatt sich um die Brotkrumen von den Speisetischen der Reichen zu zanken. Aber auch das bleibt abzuwarten.
Friede den Huetten, Krieg den Palaesten!
Zum Thema: NIE wuerde ich einen Kredit aufnehmen, um eine Immobilie zu finanzieren. In der heutigen Zeit koennte ich dann bis zur eventuellen Tilgung keine einzige Nacht lang ruhig schlafen.
Dann lieber Miete. _________________ ________________________________ |
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Silberschatz
500 g Barren Mitglied

Anmeldedatum: 02.06.2010
Beiträge: 767
Geschlecht:  Wohnort: Region Hannover
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| snoerch hat Folgendes geschrieben: |
| Mag ja sein, dass Du hellseherische Faehigkeiten hast, |
Nö, dafür brauchts keine hellseherischen Fähigkeiten, nur einfache Deduktion.
-> Die Weltbevölkerung wird bis 2050 auf ca. 9 Mrd., bis 2100 auf ca. 14 Mrd. Menschen anwachsen.
-> Die verfügbare Fläche für Ackerbau schrumpft gleichzeitig, das für die Kunstdüngerproduktion notwendige Phosphat reicht noch für vielleicht 50 Jahre.
-> Die mineralischen Ressourcen unseres Planeten wurden in 200 Jahren Industriegesellschaft so sehr ausgeplündert, dass die meisten davon in den nächsten 50 Jahren nicht mehr zu vertretbaren Kosten gefördert werden können. Allen voran Erdöl.
Doppelt so viele Menschen wie heute, weniger Ackerbaufläche als heute, kein Kunstdünger mehr und alle möglichen mineralischen Ressourcen verbraucht. Da braucht man kein Hellseher zu sein, um sich die Konsequenzen auszumalen. Und die Folgen der herangaloppierenden Klimakatastrophe sind da noch gar nicht berücksichtigt.
Rainer _________________ Wir sind Nero, und die Erde ist unser Rom!
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Zuletzt bearbeitet von Silberschatz am 15.11.2010, 16:16, insgesamt einmal bearbeitet |
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ja
Gast
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| Zitat: |
| ich möchte nicht unhöflich sein aber trotzdem keine Diskussion über "wer hats leichter gehabt" haben sondern eure Gedanken zur Kernfrage was mit den Immo-Krediten passieren wird und ob die überall verbreiteten Szenarien überhaupt möglich sind. |
Eben diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten.
Davon ausgehend, dass kein Wohnortwechsel jobbedingt anliegt und man "zumieten" muss.
Bei der Kreditierung von privat genutzten Immobilien steht man immer vor dem Problem (je nach Laufzeit) des sich entwickelnden Zinsfusses. In der Regel wurden viele Häuslebauer-/Käufer nämlich von diesem überholt. Eine steigende Inflation hat den gleichen Charakter und eine Deflation könnte auch gleich den Job kosten, mit dem man abzinst und tilgt.
Hier verweise ich mal auf "Früher"..da war manches tlw. wirklich besser:
Papi hat 45-50 Jahre im gleichen Betrieb gearbeitet, Mama den Haushalt geschmissen und die lieben Kinder gingen auf die Schule. Das war (fast) berechenbar. Heute sind die Parameter so valabel, dass auch die (selbsternannte) Fachwelt permanent eine Fehleinschätzung (manchmal auch gewollt) zum Besten gibt.
Es gibt aber auch ein anderes, nämlich immobiles Problem:
1. Eine vormals neue Hütte verlangt nach 25-30 Jahren eine Vielzahl an Renovierungen, welche mal locker 1/3 des Hauswertes ausmachen können. Also Hütte gerade mal bezahlt und schon winkt die Hypothek...
2. Der liebe Gesetzgeber (in DE) schlägt zu: Emmissionsschutz, Dämmung...etc...sind Massnahmen, welche ebenfalls in der Kostenfolge weh tun.
Punkt 1 und 2 sind ebenfalls relevant für vermietete Objekte. Jede noch so geile ETW will nach 20 jahren (spätestens) renoviert werden. Auch hier war die Finanzierung früher einfacher: Ab dem Einkommen X ne satte Steuerabschreibung (privat) + Miete + 20 % Eigenkapital und das Ding war im Kasten.
Meine Meinung: Immobilien nur gegen cash, wenn diese gut in Schuss sind, wenn nicht Finger weg. Finanzieren ja, wenn man die nötige Summe bereits im Sack hat und einen Steuervorteil schiessen kann. Als Investment eine Immobilie zu betreiben (ETW oder Geschäftshaus) ist zwar nett, aber hier gilt: Lage, Lage, Lage und somit fällt diese bei 90 % der Bevölkerung aus dem Sinn, weil diese schlicht unbezahlbar sind.
Ein Satz zum Schluss:
Ein Kreditgeber (Bank) kann es überhaupt nicht leiden, wenn ein Kredit vorzeitig abgelöst werden soll. Meist geht es nicht, weil diese Ablösungsklausel schlicht im Kreditvertrag fehlt oder aber es wird so teuer, das es sich nicht rechnet.
Um so mehr gilt heute wie damals:
Nur Bares ist Wahres !...und zwar vorher!
Gruss
ja
Zuletzt bearbeitet von ja am 15.11.2010, 16:19, insgesamt einmal bearbeitet |
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snoerch
1 kg Barren Mitglied

Anmeldedatum: 20.02.2010
Beiträge: 1426
Geschlecht:  Beruf: Rattenfänger Wohnort: Hameln
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Rainer, Du hast ja Recht.
Die Erde bzw. die auf ihr lebende Menschheit hat wirklich ganz akute Probleme, das ist nicht zu leugnen.
Was mir bei diesen ganzen Horrorszenarien nur immer wieder missfaellt, ist die Tatsache, das niemand daran glaubt, dass der Rohstoffmangel bzw. das Hungerproblem durch alternative Loesungen aus der Welt geschafft werden kann. Ich bilde mir immer noch ein, dass es nur genug Leidensdruck braucht, damit die politische Grundrichtung weniger Richtung Profit und mehr Richtung Gemeinschaft entscheidet. Vielleicht bin ich da zu blauaeugig.
Tatsache aber ist: Viele Veraenderungen, z.B. die Energie effizienter zu nutzen, waeren aber technisch schon moeglich, sind jedoch politisch nicht gewollt.
Deiner These mit einem Totalkollaps der Waehrungssysteme mag ich jedoch nicht widersprechen: Wenn alles total abklappt, sieht es fuer 99,9 % der Bevoelkerung duester aus.
Nur mag ich nicht daran glauben.
Edit:
OK, da uns Barny gerechtfertigterweise zur Ordnung gerufen hat, nicht abzuschweifen, soll es das fuer mich gewesen sein.  _________________ ________________________________ |
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Kursprophet
Silber-Guru

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Beiträge: 8803
Geschlecht:  Beruf: Vorsicht Giftig ! Wohnort: Am Karpfenteich
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Sorry Rainer aber auch das ist letztlich reine Spekulation , niemand kann sagen was in ein paar Jahren ist und schon gar nicht was in 40 Jahren ist !
Vielleicht bekommen wir ja auch bald eine Epidemie die 75% der Menschlichen Erdbevölkerung auslöscht oder der Yello Stone geht hoch oder ein Meteroid schlägt ein oder der 3, WK oder oder oder !
Die Geschichte zeigt das immer auch Überraschungen möglich sind und nicht nur das sondern das Überraschungen sogar Wahrscheinlich sind !
Ebenso können jederzeit auch positive Überraschungen auftreten , was allerdings wirklich positiv oder negativ ist hängt auch von der Betrachtungsweise ab !
Alles relativ !
Und zur Immo auf Pump ! Jeder kann machen was er für richtig hält !  _________________ Si vis pacem para bellum |
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