Neben dem physischen Silber gibt es noch virtuelles Silber wie zum Beispiel bestimmte Anlageformen wie Silber-Konten,
Edelmetall-Futures und -zertifikate. Durch das wachsende Angebotsdefizit im Silbermarkt sind diese
Anlageformen stark im Kommen.
Die offensichtlichen Vorteile dieser virtuellen Silberanlagen liegen klar auf der Hand: Beim Erwerb fällt
im Gegensatz zu Silberanlagemünzen keine Mehrwertsteuer an und sie sind außerdem leicht zu verwalten.
Hinter den virtuellen Anlageformen stehen allerdings keine physischen Silberbestände oder -reserven. Die Schuldverschreibungen der virtuellen
Anlageformen übersteigen die gesamte Welt-Jahresproduktion an Silber um ein Vielfaches. Daher besteht insbesondere auf längere Sicht
gesehen ein Risiko, dass sich unter schwierigen Marktverhältnissen der Wert der virtuellen Anlagen vom physischen Silberpreis abkoppeln wird.
Man sollte bedenken, dass die virtuellen Schuldverschreibungen keinerlei Anrecht auf den Tausch gegen physisches Silber bedeuten, wie dies
eigentlich bei Banknoten der Fall wäre (wobei diese Bedeutung auch immer mehr abzunehmen scheint).
Aktuell herrscht am Markt bereits eine Silber-Verknappung und dieser Zustand wird von der stetig ansteigenden Silber-Nachfrage der Industrie
insbesondere im asiatischen Raum noch zusätzlich gefördert. Die Reserven an Silber sind praktisch aufgebraucht.
Silberkonten, Futures und Zertifikate sollten daher nur für kurzfristige Investments herangezogen werden, da bei Turbulenzen am Markt viele
Anleger ihre virtuellen Anlagen abstossen und auf physisches Silber umsteigen könnten. Daher kann es sinnvoll sein, bereits vor einer möglichen
Marktkrise physisches Silber zu erwerben.









