| Mechanismen von Optionsscheinen | |
| Basiswert | z.B. Indizes, Aktien, Währungen |
| Basispreis | sog. strike oder Ausübungspreis |
| Bezugsverhältnis | Benötigte Anzahl der Optionen, um eine Einheit des Basiswertes kaufen/verkaufen zu können. |
| Agio | Aufpreis, Aufgeld |
| Hebel | |
Mit dem Kauf einer Option wird das Anrecht erworben, ein bestimmtes Produkt oder Wertpapier zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Optionen werden auch bedingte Termingeschäfte genannt. Als Optionen bezeichnet man im Wirtschaftsjargon ein sogenanntes Derivat, also ein abgeleitetes Finanzgeschäft.
Sicher wird das Gros der Anleger im Wirtschaftsteil einer Zeitung bereits über die Thematik Optionsscheine gestolpert sein. In den meisten Fällen sind Optionen jedoch noch weiße Flecken auf der Wissenslandkarte vieler Börseninteressierter. Nur wenige können behaupten, dass sie imstande sind sich mühelos durch das Omega-Theta-Volatilitäts-Durcheinander zu bewegen. Die vielfältigen Fachbegriffe und Datenmengen, mit denen sich der Anleger konfrontiert sieht, tragen ihren Teil dazu bei. Meist sind potentielle Interessenten schon von den Zahlenanhäufungen abgeschreckt, bevor sie sich überhaupt näher mit dem Thema befassen.
Das Investment in Optionen lässt spektakuläre Kurssprünge zu - und das innerhalb kürzester Zeit. Anleger, die nur über wenig Fachwissen verfügen haben meist schlechte Karten, da weder Grundkenntnisse noch Risikobereitschaft ausreichen dürften, um profitabel am Markt investieren zu können. Fundierte Kenntnisse über die Funktionsweise und den Eigenheiten von Optionsscheinen sind unerlässlich. Die hohe Volatilität hat für viele jedoch auch ihren Reiz.
Eine intensive Auseinandersetzung mit Optionsscheinen hilft, das manchmal eigenwillige Kursverhalten verstehen und dieses Wissen gewinnbringend anzuwenden. Chancen und Risiken sollten wie bei jeder Geldanlage gut gegeneinander abgewägt werden. Basiswert-Kursschwankungen haben teilweise drastische Auswirkungen auf den Kurs des so genannten Calls bzw. Puts. Der Call ist die Kauf-Option; der Put die Verkaufsoption. Der Verkäufer des Call wird als Stillhalter bezeichnet.
Nach Ablauf der festgelegten Laufzeit der Option gilt folgendes: Liegt der aktuelle Kurs des Basiswertes über dem des zu Beginn festgelegten Basiswertes, so ist beim erworbenen Optionsschein ein innerer Wert zu verzeichnen. Vom totalen Wertverlust bis zu überdurchschnittlich hohen Renditen ist nach dem Laufzeitende alles möglich. Um so stärker die Hebelwirkung, desto mehr Spielraum ist sowohl nach oben als auch nach unten vorhanden.
Die Besonderheit bei Optionsscheinen - oder englisch "Warrents" - gegenüber anderen Wertpapieren ist, dass die Emissionspreise und Konditionen frei vom jeweiligen Emittenten festgelegt werden. Emittenten können u.a. Banken und Sparkassen, Kreditinstitute oder Finanzdienstleister sein. Vergleichbar mit Anleihen besteht auch bei Optionen ein Schuldverhältnis zwischen Anleger und Emittent.









